150 Jahre Feuerwehr Heiligenstadt
Freitag, 29. August 2014, 14:37 Uhr
Bereits früh ergriffen Mitglieder der 1861 gegründeten Heiligenstädter Turngemeinde die Initiative zur Bildung einer Turnerfeuerwehr. Mit einer Festveranstaltung wird heute 150 Jahre Feuerwehr in Heiligenstadt gefeiert....
Turner-Feuerwehr vor dem Stadtschuppen, ca. 1910
Mit der Aufstellung einer Feuerwehr am 22. März 1864 entstand in Heiligenstadt erstmals eine Feuerwehr nach heutigem Verständnis. Die Ausrüstung bestand zu jener Zeit aus Handdruckspritze, Ledereimern, Einreißhaken und tragbaren Leitern. Zahlreiche Brände boten der Wehr im 19. Jahrhundert ausreichend Bewährungsmöglichkeiten.
Nach Auflösung der Turnerfeuerwehr im Jahr 1910 traten 20 Männer in die 1890 gegründete Freiwillige Feuerwehr der Stadt über. Der technische Fortschritt verbesserte in den Folgejahren die Möglichkeiten der Brandbekämpfung. Genannt seien hier nur der 1903 begonnene Bau einer Wasserleitung, die 1927 in Dienst gestellte Motorspritze sowie das erste motorisierte Fahrzeug im Jahr 1930.
Auch gesellschaftliche Veränderungen beeinflussten stets die Entwicklung der Feuerwehr in Heiligenstadt. Nach 1933 bekam diese den Status einer Hilfspolizeitruppe und erhielt weitere Aufgaben z. B. im Luftschutz. Nachdem bereits der Erste Weltkrieg Opfer aus den Reihen der Heiligenstädter Feuerwehr gefordert hatte, stellte der Zweite Weltkrieg einen noch größeren Einschnitt dar.
Nach dem Krieg gewann der vorbeugende Brandschutz weiter an Bedeutung. Bis zum Ende der DDR führte die Feuerwehr neben ihrer operativen Tätigkeit auch Brandschutzkontrollen in Betrieben und Wohnungen durch. Daran beteiligten sich unter anderem Mitglieder der 1964 gebildeten Frauengruppe.
Mit der Wende im Herbst 1989 stand die Feuerwehr Heiligenstadt vor neuen Herausforderungen. Seither machen technischen Hilfeleistungen wie Gefahrstoffeinsätze, Unwetterschäden und Verkehrsunfälle den Großteil des Einsatzaufkommens aus. Im Jubiläumsjahr zählt die Freiwilligen Feuerwehr 112 Mitglieder, von denen 50 in der Einsatzabteilung aktiv sind. Im Mai konnte ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug an die Feuerwehrleute übergeben werden. Damit stehen den Einsatzkräften nun elf Fahrzeuge zur Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben zur Verfügung.
Thomas Müller
Autor: enTurner-Feuerwehr vor dem Stadtschuppen, ca. 1910
Mit der Aufstellung einer Feuerwehr am 22. März 1864 entstand in Heiligenstadt erstmals eine Feuerwehr nach heutigem Verständnis. Die Ausrüstung bestand zu jener Zeit aus Handdruckspritze, Ledereimern, Einreißhaken und tragbaren Leitern. Zahlreiche Brände boten der Wehr im 19. Jahrhundert ausreichend Bewährungsmöglichkeiten.
Nach Auflösung der Turnerfeuerwehr im Jahr 1910 traten 20 Männer in die 1890 gegründete Freiwillige Feuerwehr der Stadt über. Der technische Fortschritt verbesserte in den Folgejahren die Möglichkeiten der Brandbekämpfung. Genannt seien hier nur der 1903 begonnene Bau einer Wasserleitung, die 1927 in Dienst gestellte Motorspritze sowie das erste motorisierte Fahrzeug im Jahr 1930.
Auch gesellschaftliche Veränderungen beeinflussten stets die Entwicklung der Feuerwehr in Heiligenstadt. Nach 1933 bekam diese den Status einer Hilfspolizeitruppe und erhielt weitere Aufgaben z. B. im Luftschutz. Nachdem bereits der Erste Weltkrieg Opfer aus den Reihen der Heiligenstädter Feuerwehr gefordert hatte, stellte der Zweite Weltkrieg einen noch größeren Einschnitt dar.
Nach dem Krieg gewann der vorbeugende Brandschutz weiter an Bedeutung. Bis zum Ende der DDR führte die Feuerwehr neben ihrer operativen Tätigkeit auch Brandschutzkontrollen in Betrieben und Wohnungen durch. Daran beteiligten sich unter anderem Mitglieder der 1964 gebildeten Frauengruppe.
Mit der Wende im Herbst 1989 stand die Feuerwehr Heiligenstadt vor neuen Herausforderungen. Seither machen technischen Hilfeleistungen wie Gefahrstoffeinsätze, Unwetterschäden und Verkehrsunfälle den Großteil des Einsatzaufkommens aus. Im Jubiläumsjahr zählt die Freiwilligen Feuerwehr 112 Mitglieder, von denen 50 in der Einsatzabteilung aktiv sind. Im Mai konnte ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug an die Feuerwehrleute übergeben werden. Damit stehen den Einsatzkräften nun elf Fahrzeuge zur Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben zur Verfügung.
Thomas Müller

