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Von der Vision zur Utopie

Montag, 27. Oktober 2014, 07:34 Uhr
Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Damit soll der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume gewährleistet werden. Am Donnerstag findet in Reifenstein ein Vortrag dazu statt....

Gelbbauchunke (Foto: Arne Willenberg) Gelbbauchunke (Foto: Arne Willenberg)


Die Gelbbauchunke gehört nach der FFH-Richtlinie zu den streng geschützten Arten von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhalt zudem besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. Sie ist ursprünglich eine Charakterart des eichsfeldischen Hügellandes, welche aber nur noch selten zu finden ist. Foto: Arne Willenberg

Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Damit soll der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume gewährleistet werden. Entsprechend der zu Grunde gelegten sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie, haben sich auch die deutschen Bundesländer verpflichtet, ihren Beitrag zum NATURA 2000 durch das Einrichten von FFH-Schutzgebieten und Vogelschutzgebieten zu leisten.

Das Schutzgebietsnetz NATURA 2000 feiert in diesem Jahr bereits 22jähriges Bestehen. Dies ist Anlass, Bilanz zu ziehen. In ihrem Vortrag setzt sich die Fachreferentin Yvonne Schneemann mit der Verwirklichung von NATURA 2000 in Thüringen auseinander. Wie wurden die einzelnen Schritte umgesetzt, welche rechtlichen und administrativen Grundlagen wurden geschaffen und wie steht es heute um die Arten und Lebensräume Thüringens?

Auch im Landkreis Eichsfeld gibt es FFH-Schutzgebiete und Vogelschutzgebiete. Eigentümer und Nutzer von Flächen innerhalb dieser Schutzgebiete, wie Waldbesitzer, Landwirte, Mitarbeiter des Forstes sowie Jäger, aber auch Lokalpolitiker, sind oft nur unzureichend über ihre Rechte und Pflichten in Bezug auf diese NATURA 2000-Schutzgebiete informiert. Dies führt immer wieder zu Missverständnissen und fachlich unrichtigen Diskussionen im Umgang mit Naturschutzprojekten (z. B. Problematik des Grünen Bandes) im Eichsfeld. Deshalb richtet sich die Einladung des NABU-Obereichsfeld zu diesem Vortrag ganz speziell an die Interessenten aus diesen Personenkreisen. Die Referentin wird viele bestehende Fragen beantworten können.

Der in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringens angebotene Vortrag findet am Donnerstag den 30. Oktober 2014 von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in den Räumen des NABU-Hauses, Klosterstraße 5, in Reifenstein statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

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