Wette gewonnen und doch "geduscht"
Samstag, 22. November 2014, 14:05 Uhr
Die St. Elisabeth Bergschule in Heilbad Heiligenstadt hat gestern und vorgestern ihr Patronatsfest gefeiert. Gestern auch mit einem Schulgottesdienst, in dem es u.a. um die Auflösung der Wette von Pfarrer Markus Könen ging, der die gesamte Schule im September herausgefordert hatte.....
Es ging um die Aktion Ice Bucket Challenge (die Eiskübel-Herausforderung), die im Sommer weltweit Menschen ergriff und darum auf die unheilbare Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen. Markus Könen hatte jedoch ein anderes Ziel: er wollte mit dieser Wette den Menschen in Sierra Leone helfen.
Wie schon beim Gottesdienst im September warteten nun über 800 Schüler ganz spannend, wie die Wette denn nun ausgegangen sei. Doch sie mussten sich gedulden, denn die Auflösung kam natürlich erst zum Schluss. Den Gottesdienst feierte auch die evangelische Dekanin Ulrike Laakmann von der evangelischen Kirchengemeinde Witzenhausen mit. Es sei ein gutes Zeichen ökumenischer Verbundheit, so Markus Könen.
Für den Gottesdienst zum diesjährigen Patronatsfest hatte sich der Pfarrer Verstärkung geholt: die Klasse 6b hat den Gottesdienst mit gestaltet. Das gesamte Patronatsfest stand unter dem Motto Alles unter einem Dach. Die Klasse 6b hatte sich in den vergangenen Wochen Gedanken gemacht, wie es sei, wenn die Welt ein Haus wäre. In einem Spiel zeigten sie, wie Jugendliche und auch Ältere miteinander umgehen.
Wir sind als Schulgemeinschaft jeden Tag aufs Neue unter einem Dach versammelt, jeder macht seine eigenen Erfahrungen und es kann sehr schön in solch einer Gemeinschaft sein, sagte der Pfarrer. Dass das nicht immer so einfach ist, machte Markus Könen auch deutlich. Mit einem Baseballschläger und einem Besen zeigte er auf, das dies nicht die Lösung sei, Probleme mit Gewalt aus der Welt zu schaffen oder sie einfach wegzufegen. Das Kreuz ist es, was deutlich macht, wir können alles gemeinsam bewältigen. Wir sind aufgefordert, dieses Schulhaus schöpferisch mit Ideen zu gestalten, betonte der Pfarrer. Bei aller Vielfalt des Leben und Unterschiedlichkeit sagt uns das Kreuz, wir gehören zusammen.
Zum Gottesdienst konnte Markus Könen ganz herzlich einen Gast begrüßen, der extra aus Bonn angereist war: Benedikt Steilmann von der Don Bosco Mission, die u.a. seit 1986 in Sierra Leone tätig ist, sich dort um Straßenkinder, straffällige Jugendliche kümmert, ein Sozialzentrum unterhält und auch eine Schule hat. Sierra Leone ist bitterarm und hat seit Mai dieses Jahres ein weiteres Problem: Ebola. Neueste Zahlen aus Sierra Leone zeigen einen dramatischen Anstieg von Ebola-Infektionen vor allem bei Kindern. 3483 Fälle der Viruserkrankung sind bekannt. 884 Kinder wurden durch die Krankheit zu Teil- oder Vollwaisen. 261 Kinder konnten als geheilt aus der Behandlung entlassen werden. Zahlen, die nachdenklich stimmen sollten.
Pfarrer Markus Könen hatte im September die Wette gestartet, damit die Schüler Spenden für die Arbeit der Salesianer Don Bosco in Sierra Leone sammeln. Als Benedikt Steilmann von der Wette erfuhr, war er so begeistert, dass er sagte, er würde bei der kalten Dusche dann das Handtuch bereithalten. Und er kam nach Heiligenstadt mit einem großen Handtuch. Doch als er von der Arbeit der Salesianer berichtete, war immer noch nicht klar, wie es um die Wette nun stand. Plötzlich war Bewegung in den Kirchenbänken, alle standen auf – der Pfarrer kam leger mit T-Shirt und kurzer Hose. Er nahm den großen Eimer – doch stopp, der wurde nicht ausgegossen.
Markus Könen sagte, dass er den Schüler leider mitteilen müsse, dass die Schule die Wette verloren habe. 4500 Euro hätten zusammenkommen müssen, dann hätte Markus Könen den großen Eimer mit eiskaltem Wasser über sich ergossen. Aber, weil sich die Schüler so angestrengt hätten und immerhin die stolze Summe von 3200 Euro sammelten, stellt er sich der Dusche. Als Unterlage ein kleines Schwimmbecken erwartete Markus Könen nun das eiskalte Wasser aus einem 5-Liter-Eimer unter großem Beifall der Schüler. Benedikt Steilmann freute sich sehr, dass er aus Heilbad Heiligenstadt diese stattliche Summe mitnehmen kann.
Zum Abschlusssegen zog sich Markus Könen dann schnell noch trockene Sachen an. Er dankte allen, die den Gottesdienst mit vorbereiteten und gestalteten, neben der 6b natürlich auch dem Schulchor unter Leitung von Thomas Fuhlrott, der immer wieder mit seinen Liedern für Gänsehautfeeling sorgt. Der Pfarrer wünschte allen eine wunderschönes Patronatsfest, dass die Schüler und Lehrer sehr vielseitig begangen.
Ilka Kühn
Und hier noch ein paar Fotos vom Gottesdienst:
Autor: enEs ging um die Aktion Ice Bucket Challenge (die Eiskübel-Herausforderung), die im Sommer weltweit Menschen ergriff und darum auf die unheilbare Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen. Markus Könen hatte jedoch ein anderes Ziel: er wollte mit dieser Wette den Menschen in Sierra Leone helfen.
Wie schon beim Gottesdienst im September warteten nun über 800 Schüler ganz spannend, wie die Wette denn nun ausgegangen sei. Doch sie mussten sich gedulden, denn die Auflösung kam natürlich erst zum Schluss. Den Gottesdienst feierte auch die evangelische Dekanin Ulrike Laakmann von der evangelischen Kirchengemeinde Witzenhausen mit. Es sei ein gutes Zeichen ökumenischer Verbundheit, so Markus Könen.
Für den Gottesdienst zum diesjährigen Patronatsfest hatte sich der Pfarrer Verstärkung geholt: die Klasse 6b hat den Gottesdienst mit gestaltet. Das gesamte Patronatsfest stand unter dem Motto Alles unter einem Dach. Die Klasse 6b hatte sich in den vergangenen Wochen Gedanken gemacht, wie es sei, wenn die Welt ein Haus wäre. In einem Spiel zeigten sie, wie Jugendliche und auch Ältere miteinander umgehen.
Wir sind als Schulgemeinschaft jeden Tag aufs Neue unter einem Dach versammelt, jeder macht seine eigenen Erfahrungen und es kann sehr schön in solch einer Gemeinschaft sein, sagte der Pfarrer. Dass das nicht immer so einfach ist, machte Markus Könen auch deutlich. Mit einem Baseballschläger und einem Besen zeigte er auf, das dies nicht die Lösung sei, Probleme mit Gewalt aus der Welt zu schaffen oder sie einfach wegzufegen. Das Kreuz ist es, was deutlich macht, wir können alles gemeinsam bewältigen. Wir sind aufgefordert, dieses Schulhaus schöpferisch mit Ideen zu gestalten, betonte der Pfarrer. Bei aller Vielfalt des Leben und Unterschiedlichkeit sagt uns das Kreuz, wir gehören zusammen.
Zum Gottesdienst konnte Markus Könen ganz herzlich einen Gast begrüßen, der extra aus Bonn angereist war: Benedikt Steilmann von der Don Bosco Mission, die u.a. seit 1986 in Sierra Leone tätig ist, sich dort um Straßenkinder, straffällige Jugendliche kümmert, ein Sozialzentrum unterhält und auch eine Schule hat. Sierra Leone ist bitterarm und hat seit Mai dieses Jahres ein weiteres Problem: Ebola. Neueste Zahlen aus Sierra Leone zeigen einen dramatischen Anstieg von Ebola-Infektionen vor allem bei Kindern. 3483 Fälle der Viruserkrankung sind bekannt. 884 Kinder wurden durch die Krankheit zu Teil- oder Vollwaisen. 261 Kinder konnten als geheilt aus der Behandlung entlassen werden. Zahlen, die nachdenklich stimmen sollten.
Pfarrer Markus Könen hatte im September die Wette gestartet, damit die Schüler Spenden für die Arbeit der Salesianer Don Bosco in Sierra Leone sammeln. Als Benedikt Steilmann von der Wette erfuhr, war er so begeistert, dass er sagte, er würde bei der kalten Dusche dann das Handtuch bereithalten. Und er kam nach Heiligenstadt mit einem großen Handtuch. Doch als er von der Arbeit der Salesianer berichtete, war immer noch nicht klar, wie es um die Wette nun stand. Plötzlich war Bewegung in den Kirchenbänken, alle standen auf – der Pfarrer kam leger mit T-Shirt und kurzer Hose. Er nahm den großen Eimer – doch stopp, der wurde nicht ausgegossen.
Markus Könen sagte, dass er den Schüler leider mitteilen müsse, dass die Schule die Wette verloren habe. 4500 Euro hätten zusammenkommen müssen, dann hätte Markus Könen den großen Eimer mit eiskaltem Wasser über sich ergossen. Aber, weil sich die Schüler so angestrengt hätten und immerhin die stolze Summe von 3200 Euro sammelten, stellt er sich der Dusche. Als Unterlage ein kleines Schwimmbecken erwartete Markus Könen nun das eiskalte Wasser aus einem 5-Liter-Eimer unter großem Beifall der Schüler. Benedikt Steilmann freute sich sehr, dass er aus Heilbad Heiligenstadt diese stattliche Summe mitnehmen kann.
Zum Abschlusssegen zog sich Markus Könen dann schnell noch trockene Sachen an. Er dankte allen, die den Gottesdienst mit vorbereiteten und gestalteten, neben der 6b natürlich auch dem Schulchor unter Leitung von Thomas Fuhlrott, der immer wieder mit seinen Liedern für Gänsehautfeeling sorgt. Der Pfarrer wünschte allen eine wunderschönes Patronatsfest, dass die Schüler und Lehrer sehr vielseitig begangen.
Ilka Kühn
Und hier noch ein paar Fotos vom Gottesdienst:




































