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Warnstreik bei NORMA in Gerbershausen

Montag, 19. Januar 2015, 19:31 Uhr
Die IG Metall hatte heute die Beschäftigten der Norma in Gerbershausen zum Warnstreik im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens aufgerufen. So auch in Gerbershausen....

Warnstreik in Gerbershausen (Foto: IG Metall) Warnstreik in Gerbershausen (Foto: IG Metall)

Dem Aufruf folgten um 10:00 Uhr mit 70 Kolleginnen und Kollegen alle Beschäftigten der Frühschicht. Sie legten für eineinhalb Stunde ihre Arbeit nieder. Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft den Neuabschluss von Tarifverträgen zur Gestaltung flexibler Übergänge in die Rente und zu einer geförderten Bildungsteilzeit.

Jörg Sonntag, der Betriebsratsvorsitzende der Belegschaft bei Norma, untermauerte als Gewerkschaftsmitglied, „dass die Forderungen der IG Metall berechtigt seien und
sich an der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aber auch der gesellschaftlichen Prozessen orientiert.“ Swen Niekler als Vertreter der gewerkschaftlichen Vertrauensleute im Betrieb, bedankte sich bei allen, die sich am Warnstreik beteiligt haben.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen, Bernd Spitzbarth, ging in seiner Rede an die Beschäftigten auf die Situation am Standort Gerbershausen ein und sagte: „Die Branche hat in den zurückliegenden beiden Jahren satte Gewinne gemacht. Damit ist es nur recht und billig, dass die Kolleginnen und Kollegen an dem unternehmerischen Erfolg beteiligt werden. Neben mehr Entgelt fordern wir einen tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit und Bildungsteilzeit, ein Dreiklang der nur im Paket verhandelt werden kann. Wir wollen, dass diejenigen die nach jahrelanger harte Arbeit aussteigen wollen, sich dies auch leisten können.

Für junge Beschäftigte muss eine Perspektive zur beruflichen Entwicklung geschaffen werden. Dies soll mit
einem Tarifanspruch auf Weiterbildung möglich werden.“ Spitzbarth fordert die Arbeitgeberseite auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und setzt auf klare Ergebnisse bereits nach der ersten Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch in Arnstadt.

Autor: en

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