Wolfgang Petry mit "Brandneu" zurück
Mittwoch, 04. März 2015, 17:26 Uhr
Kennen sie noch Wolfgang Petry, ja genau der, der über viele Jahre mit Party Krachern wie Jessica, Bronze Silber und Gold, Verlieben Verloren… und Wahnsinn die Massen begeisterte und als erster Pop und Schlagerstar überhaupt in Deutschland ganze Stadien bis auf den letzten Platz füllte?....
Doch irgendwann wurde ihm der Rummel um ihn zu viel. So sagte er sich, Schluss mit Freundschaftsbändchen, Lockenmähne und Holzfällerhemden. Zog sich ins Privatleben zurück und überließ anderen vor allem seinem Sohn Achim das Feld. Aber so ganz konnte er sich nie von der Musik lossagen, vor allem dann, wenn Sohn Achim musikalisch auf sich aufmerksam machte, kribbelte es schon ab und an in den Fingen.
Anfang 2014 nach der erfolgreichen Veröffentlichung seines Nummer 1-Albums Noch einmal sagte er augenzwinkernd …wer weiß, was noch passiert. So richtig ernst genommen hat das, nach seiner achtjährigen, selbstverordneten musikalischen Enthaltsamkeit, natürlich erstmal niemand.
Doch wie heißt es so schön: Wunder gibt es immer wieder! Ich hatte auf einmal wieder richtig Bock auf Musik , erinnert sich Wolfgang Petry. Nach meinem Album ‚Einmal noch‘ und der Produktion von Achims Album Mittendrin hatte ich auch endlich das richtige Team zusammen und wir haben in relativ kurzer Zeit einen ganzen Haufen neuer Titel geschrieben und aufgenommen!
Das Ergebnis dieser Arbeit ist nun auf der aktuellen CD Bandneu zu hören. Wer aber nun erwartet, das der Sänger dort weitermacht, wo er einst aufgehört hat und sich in Songs ala Hölle Hölle- Mitgrölnummer verliert, der wird mit Sicherheit überrascht sein.
Denn, Petry 2015 ist anders, nachdenklicher, moderner, aber auch viel rockiger und tiefgründiger, als man es von ihm gewohnt war. Klar, die Zeit ist nicht stehengeblieben und auch die Musiklandschaft hat sich in den letzten 8 Jahren mehr als verändert. Und so ist auch Wolfgang Petry ein Anderer geworden und doch er selbst geblieben.
Dabei ist er ehrlich direkt und kommt in seinen Songs schnell auf den Punkt. So reflektiert er viel selbst Erlebtes und nimmt sich dabei wie gewohnt nicht allzu ernst, wenn er vom einstigen Glanz singt und sich als einen der letzten Dinosaurier bezeichnet. Oder er augenzwinkernd mit einem tiefen Blick in die Vergangenheit und der gelebten Karriere der Meinung ist, Spielt mich, wenn ich tot bin, wenn die Radiosender mal wieder seine Lieder nicht spielen wollen.
Auch teilt er gern mal kräftig aus, wie in Spielerfrau. Reicht es in dieser Welt schon wirklich, schön und auf einfälltige Weise clever zu sein um ins Rampenlicht zu kommen…?
Fazit: Mit Brandneu präsentiert sich ein Wolfgang Petry weit ab von dem was man von ihm kannte und erwartet hat. Aber mal ehrlich, was hat man von ihm erwartet? Und hat er nicht auch das Recht, was anderes und neues zu machen? Jedenfalls wer hier Songs im Stil seiner alten Mitsinglieder erwartet hat, wird bis auf vielleicht 3 Stücke wohl nicht auf seine Kosten kommen.
Zwar rockt der Mann ordentlich. Aber im Großen und Ganzen ist das Album mit seinen neuen Songs sehr persönlich, offen auch herzlich und ehrlich doch hier und da und trotz des wieder erlangtem Spaß an der Musik etwas sperrig. Ob sich Wolfgang Petry nun sein eigenes Denkmal mit diesem Album selbst zerstört hat oder ob ihm der Erfolg erhalten bleibt, bleibt abzuwarten.
Stefan Peter
Autor: enDoch irgendwann wurde ihm der Rummel um ihn zu viel. So sagte er sich, Schluss mit Freundschaftsbändchen, Lockenmähne und Holzfällerhemden. Zog sich ins Privatleben zurück und überließ anderen vor allem seinem Sohn Achim das Feld. Aber so ganz konnte er sich nie von der Musik lossagen, vor allem dann, wenn Sohn Achim musikalisch auf sich aufmerksam machte, kribbelte es schon ab und an in den Fingen.
Anfang 2014 nach der erfolgreichen Veröffentlichung seines Nummer 1-Albums Noch einmal sagte er augenzwinkernd …wer weiß, was noch passiert. So richtig ernst genommen hat das, nach seiner achtjährigen, selbstverordneten musikalischen Enthaltsamkeit, natürlich erstmal niemand.
Doch wie heißt es so schön: Wunder gibt es immer wieder! Ich hatte auf einmal wieder richtig Bock auf Musik , erinnert sich Wolfgang Petry. Nach meinem Album ‚Einmal noch‘ und der Produktion von Achims Album Mittendrin hatte ich auch endlich das richtige Team zusammen und wir haben in relativ kurzer Zeit einen ganzen Haufen neuer Titel geschrieben und aufgenommen!
Das Ergebnis dieser Arbeit ist nun auf der aktuellen CD Bandneu zu hören. Wer aber nun erwartet, das der Sänger dort weitermacht, wo er einst aufgehört hat und sich in Songs ala Hölle Hölle- Mitgrölnummer verliert, der wird mit Sicherheit überrascht sein.
Denn, Petry 2015 ist anders, nachdenklicher, moderner, aber auch viel rockiger und tiefgründiger, als man es von ihm gewohnt war. Klar, die Zeit ist nicht stehengeblieben und auch die Musiklandschaft hat sich in den letzten 8 Jahren mehr als verändert. Und so ist auch Wolfgang Petry ein Anderer geworden und doch er selbst geblieben.
Dabei ist er ehrlich direkt und kommt in seinen Songs schnell auf den Punkt. So reflektiert er viel selbst Erlebtes und nimmt sich dabei wie gewohnt nicht allzu ernst, wenn er vom einstigen Glanz singt und sich als einen der letzten Dinosaurier bezeichnet. Oder er augenzwinkernd mit einem tiefen Blick in die Vergangenheit und der gelebten Karriere der Meinung ist, Spielt mich, wenn ich tot bin, wenn die Radiosender mal wieder seine Lieder nicht spielen wollen.
Auch teilt er gern mal kräftig aus, wie in Spielerfrau. Reicht es in dieser Welt schon wirklich, schön und auf einfälltige Weise clever zu sein um ins Rampenlicht zu kommen…?
Fazit: Mit Brandneu präsentiert sich ein Wolfgang Petry weit ab von dem was man von ihm kannte und erwartet hat. Aber mal ehrlich, was hat man von ihm erwartet? Und hat er nicht auch das Recht, was anderes und neues zu machen? Jedenfalls wer hier Songs im Stil seiner alten Mitsinglieder erwartet hat, wird bis auf vielleicht 3 Stücke wohl nicht auf seine Kosten kommen.
Zwar rockt der Mann ordentlich. Aber im Großen und Ganzen ist das Album mit seinen neuen Songs sehr persönlich, offen auch herzlich und ehrlich doch hier und da und trotz des wieder erlangtem Spaß an der Musik etwas sperrig. Ob sich Wolfgang Petry nun sein eigenes Denkmal mit diesem Album selbst zerstört hat oder ob ihm der Erfolg erhalten bleibt, bleibt abzuwarten.
Stefan Peter

