Baubetriebe: Berufsschule vor Ort muss bleiben
Freitag, 06. März 2015, 07:50 Uhr
Die demografische Entwicklung geht auch an den Baubetrieben nicht spurlos vorüber. Nahezu jeder vierte Beschäftigte in der Baubranche hat das 55. Lebensjahr bereits überschritten. Der Anteil der unter 25-jährigen Beschäftigten beläuft sich auf gerademal 4,5 Prozent. Deshalb wird auch bei den Baufirmenchefs das Wort Nachwuchsgewinnung groß geschrieben...
Rund 11 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Landkreis Eichsfeld im Baugewerbe, sagt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur zur Beschäftigungssituation. Mit fast 3.900 Arbeitnehmern sei es einer der am stärksten ausgeprägten Branchen nach der Metall- und Elektroindustrie. Hier sind bereits jetzt schon, aber auch künftig gute Berufsperspektiven für junge Leute. Gerade deshalb verdiene die aktuelle Überarbeitung des Berufsschulnetzplans besonderes Augenmerk.
Denn die nördliche Region Thüringens mit den Kreisen Eichsfeld und Nordhausen stelle, mit Blick auf die Erreichbarkeit Alternativer Berufsschulen, an Jugendliche recht hohe Anforderungen, meint auch Hauptgeschäftsführer Klaus-Dieter Worm von der Kreishandwerkerschaft. Oftmals würden Ausbildungsverträge vom Auszubildenden wieder gekündigt, wenn die nächstgelegene Berufsschulklasse erst in Gotha oder Erfurt zu finden ist.
Für Unternehmen bedeutet die Situation vermehrt Ausbildungsabbrüche oder ein verzweifeltes Suchen nach jungen Leuten, die derartige Fahrstrecken auf sich nehmen, so Worm und das könne und wolle man sich nicht leisten. Wir unterstützen den Standort der Berufsschulen, um Berufe die in einer Region besonders nachgefragt werden, auch hier weiterhin ausbilden zu können.
Bestätigung kommt auch von Othmar Ernst, Geschäftsführer der Firma Ernst & Herwig in Leinefelde: Auch wir suchen aktiv am Markt Auszubildende für die zukunftsträchtige Baubranche. Ich sehe es als wichtiges Ziel an, eine Berufsschule vor Ort zu haben. Die Auszubildenden müssen die Möglichkeit haben wohnortnah unterrichtet zu werden, sonst werden in Zukunft noch weniger Auszubildende dieses Handwerk ergreifen. Die Zahlen über die letzten Jahre seien dahingehend alarmierend und das obwohl in der Baubranche der Mindestlohn bereits weit übertroffen werde.
Autor: redRund 11 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Landkreis Eichsfeld im Baugewerbe, sagt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur zur Beschäftigungssituation. Mit fast 3.900 Arbeitnehmern sei es einer der am stärksten ausgeprägten Branchen nach der Metall- und Elektroindustrie. Hier sind bereits jetzt schon, aber auch künftig gute Berufsperspektiven für junge Leute. Gerade deshalb verdiene die aktuelle Überarbeitung des Berufsschulnetzplans besonderes Augenmerk.
Denn die nördliche Region Thüringens mit den Kreisen Eichsfeld und Nordhausen stelle, mit Blick auf die Erreichbarkeit Alternativer Berufsschulen, an Jugendliche recht hohe Anforderungen, meint auch Hauptgeschäftsführer Klaus-Dieter Worm von der Kreishandwerkerschaft. Oftmals würden Ausbildungsverträge vom Auszubildenden wieder gekündigt, wenn die nächstgelegene Berufsschulklasse erst in Gotha oder Erfurt zu finden ist.
Für Unternehmen bedeutet die Situation vermehrt Ausbildungsabbrüche oder ein verzweifeltes Suchen nach jungen Leuten, die derartige Fahrstrecken auf sich nehmen, so Worm und das könne und wolle man sich nicht leisten. Wir unterstützen den Standort der Berufsschulen, um Berufe die in einer Region besonders nachgefragt werden, auch hier weiterhin ausbilden zu können.
Bestätigung kommt auch von Othmar Ernst, Geschäftsführer der Firma Ernst & Herwig in Leinefelde: Auch wir suchen aktiv am Markt Auszubildende für die zukunftsträchtige Baubranche. Ich sehe es als wichtiges Ziel an, eine Berufsschule vor Ort zu haben. Die Auszubildenden müssen die Möglichkeit haben wohnortnah unterrichtet zu werden, sonst werden in Zukunft noch weniger Auszubildende dieses Handwerk ergreifen. Die Zahlen über die letzten Jahre seien dahingehend alarmierend und das obwohl in der Baubranche der Mindestlohn bereits weit übertroffen werde.
