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Bauboom - Jena, Erfurt, Nordhausen

Dienstag, 17. März 2015, 12:41 Uhr
Im vergangenen Jahr wurde im Freistaat der Bau von über 4.700 neuen Wohnungen genehmigt, meldet das Landesamt für Statistik. Während sich Nordhausen zumindest in Sachen Wohnungsbau in die Riege der Thüringer Metropolen einreiht, lässt die Baulust im Kyffhäuser nach...

Die Wohnungsbaunachfrage 2014 blieb nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik mit 4.719 genehmigten Anträgen gegenüber dem Jahr zuvor stabil. Die Thüringer Bauaufsichtsbehörden genehmigten im Wohn- und Nichtwohnbau insgesamt 4.207 Wohnungen, ein Plus von 0,9 Prozent.

Im Wohnungsneubau 2014 hatten die Bauherren mit 3.226 Wohnungen 5,5 Prozent, also 168 Wohnungen mehr geplant, als im Jahr 2013. Die drei Gebäudetypen – Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser (Gebäude mit drei und mehr Wohnungen) – haben sich dabei jedoch unterschiedlich entwickelt. Bei den Mehrfamilienhäusern (ohne Wohnheime) zeigte sich ein Anstieg der Genehmigungszahlen von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Gegensatz dazu war die Nachfrage bei den Ein- und Zweifamilienhäusern mit -0,6 Prozent und -4,1 Prozent schon im 2. Jahr in Folge leicht rückläufig.
Die höchste Zahl von Bauvorhaben im Wohnungsneubau meldete die Stadt Jena (473), gefolgt von der Landeshauptstadt Erfurt (326) sowie dem Landkreis Nordhausen (246) und dem Ilm-Kreis mit 229 Bauvorhaben. Schlusslicht ist die kreisfreie Stadt Suhl mit 42 und der Kyffhäuserkreis mit 40 gemeldeten Baugenehmigungen im Wohnungsneubau.

Im territorialen Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen ist die Anzahl der Wohnungen, die in Mehrfamilienhäusern zum Neubau freigegeben wurden in der Stadt Jena mit 359 Wohnungen am höchsten.
In 864 geplanten neuen Wohngebäuden in Thüringen sollen erneuerbaren Energiequellen zur primären Beheizung genutzt werden. Davon werden 721 neue Wohngebäude mit einer Wärmepumpe beheizt und in 143 Neubauten wird die Wärme mit Hilfe von Solarstrahlung, Holz und aus Biomasse genutzt.

Konventionelle Energiequellen wie Öl, Gas und Strom sollen in 970 geplanten neuen Wohngebäuden für die Heizung sorgen. Die Beheizung mit Fernwärme wird in 52 geplanten Wohngebäuden zum Einsatz kommen.
Autor: red

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