Schüler trafen sich mit Autoren
Mittwoch, 18. März 2015, 12:36 Uhr
Bei ihrem Besuch auf der Leipziger Buchmesser interviewten Jury-Mitglieder der Lese-AG Bergschule St. Elisabeth für den Gerstenberg Verlag die Autoren Hans-Martin Große Oetringhaus und Dirk Reinhardt....
von links nach rechts: Anna Müller, Dirk Reinhard, Johanna Bürkert, Constantin Niederau, Hans-Martin Große-Oetringhaus, Merle Doerwald.
Am 12 März 2015 traf sich die Jugend-Jury der Bergschule Heilbad Heiligenstadt mit Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2015. Auf der Bühne des Lesetreffs 2 in der Halle 2 für Kinder-und Jugendliteratur interviewten vier Mitglieder unserer Jugend-Jury im Auftrag des Gerstenberg Verlages, Hildesheim, zwei Autoren zu ihren jüngst erschienenen Büchern.
Hans-Martin Große-Oetringhaus war nicht nur in Süd Amerika, sondern als Medienbeauftragter von Terre des hommes auch in ganz Afrika und Asien. Sein großes Thema sind die Straßen Kinder. Ihn hat besonders die Selbstständigkeit der Kinder beeindruckt. Besonders schilderte er uns die Geschichte eines 12jährigen Mädchens in Kolumbien, dass eine Kindergewerkschaft organisierte und nachmittags auf den verlassenen Territorium der großen Märkte Spielenachmittage und andere Beschäftigungen für jüngere Straßenkinder angeboten hätte.
Aber auch die Solidarität unter den Straßenkindern sei für ihn beeindruckend. Er habe viele Kinder kennengelernt, die auch ihm gegenüber zutraulich waren. Andere waren scheu und hätten sich versteckt vor ihm und seinen Mitarbeitern. Aber wenn sie dann gemerkt hätten, dass das Team es gut mit ihnen meint, dann seien oft auch diese aufgetaut.
Die schwierige Situation der Straßen Kinder in allen Ländern beschrieb Hans-Martin Große-Oetringhaus eindrücklich in vielen Kinder und Jugend-Büchern. Eines davon ist Cäcilia und der Zauberstein (Terre des hommes, 2002). Die Straßenkinder in allen Ländern können von hier aus unterstützt werden, indem man an der Aktion Straßenkinder für einen Tag von Terre des Hommes teilnimmt.
Dirk Reinhardt schrieb über die sog. Train kids in Süd Amerika, die wochenlang quer durch Mexiko oben auf Güterzügen fahren, um ihre Eltern zu suchen, die illegal in den USA arbeiten. Dirk Reinhard war vor Ort. Sein gefährlichstes Erlebnis sei gewesen, als er an einem Ort war, wo gerade ein Jugendlicher zu Tode gekommen war und die Emotionen hochkochten.
Zu Beginn seiner Recherchearbeit seien die Jugendlichen skeptisch gewesen, erzählt Dirk Reinhard, aber dann hätten sie sich immer wieder getroffen und Abende lang erzählt. Daher habe er seine Detail-Kenntnisse, die dann in die Beschreibung der Vita der von ihm dargestellten Personen ein geflossen seien.
Die Bauern helfen den Kindern unterwegs trotz ihrer Angst und eines Beihilfe-Verbots. Aus reiner Menschlichkeit setzten sie sich über das Verbot hinweg, was aber für sie selbst auch nicht ungefährlich sei. Eltern von Train Kids habe er nicht getroffen, weil diese ja illegal in den USA seien und daher schwer auffindbar. Was kann man nun zur Unterstützung von hier aus tun? Dirk Reinhard sagte, dass man die Padres, die sich auf dem Weg um diese Jugendlichen kümmern, auch von hier
aus unterstützenkönne über die Organisation Terre des hommes. Das Buch Train kids macht auf das gefährliche Leben der vielen Kinder auf den Zügen aufmerksam. Es ist im Januar 2015 im Gerstenberg Verlag erschienen und ist eine dringende Leseempfehlung unserer Jugend-Jury.
Nach den Interviews lasen die Autoren aus ihren Büchern und wir konnten noch einmal einen guten Eindruck von dem erzählten Geschehen bekommen. Für uns war es eine interessante Erfahrung für einen Verlag ein Interview zu planen, abzusprechen und durchzuführen sowie die Autoren und ihr Anliegen kennenzulernen.
Autor: envon links nach rechts: Anna Müller, Dirk Reinhard, Johanna Bürkert, Constantin Niederau, Hans-Martin Große-Oetringhaus, Merle Doerwald.
Am 12 März 2015 traf sich die Jugend-Jury der Bergschule Heilbad Heiligenstadt mit Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2015. Auf der Bühne des Lesetreffs 2 in der Halle 2 für Kinder-und Jugendliteratur interviewten vier Mitglieder unserer Jugend-Jury im Auftrag des Gerstenberg Verlages, Hildesheim, zwei Autoren zu ihren jüngst erschienenen Büchern.
Hans-Martin Große-Oetringhaus war nicht nur in Süd Amerika, sondern als Medienbeauftragter von Terre des hommes auch in ganz Afrika und Asien. Sein großes Thema sind die Straßen Kinder. Ihn hat besonders die Selbstständigkeit der Kinder beeindruckt. Besonders schilderte er uns die Geschichte eines 12jährigen Mädchens in Kolumbien, dass eine Kindergewerkschaft organisierte und nachmittags auf den verlassenen Territorium der großen Märkte Spielenachmittage und andere Beschäftigungen für jüngere Straßenkinder angeboten hätte.
Aber auch die Solidarität unter den Straßenkindern sei für ihn beeindruckend. Er habe viele Kinder kennengelernt, die auch ihm gegenüber zutraulich waren. Andere waren scheu und hätten sich versteckt vor ihm und seinen Mitarbeitern. Aber wenn sie dann gemerkt hätten, dass das Team es gut mit ihnen meint, dann seien oft auch diese aufgetaut.
Die schwierige Situation der Straßen Kinder in allen Ländern beschrieb Hans-Martin Große-Oetringhaus eindrücklich in vielen Kinder und Jugend-Büchern. Eines davon ist Cäcilia und der Zauberstein (Terre des hommes, 2002). Die Straßenkinder in allen Ländern können von hier aus unterstützt werden, indem man an der Aktion Straßenkinder für einen Tag von Terre des Hommes teilnimmt.
Dirk Reinhardt schrieb über die sog. Train kids in Süd Amerika, die wochenlang quer durch Mexiko oben auf Güterzügen fahren, um ihre Eltern zu suchen, die illegal in den USA arbeiten. Dirk Reinhard war vor Ort. Sein gefährlichstes Erlebnis sei gewesen, als er an einem Ort war, wo gerade ein Jugendlicher zu Tode gekommen war und die Emotionen hochkochten.
Zu Beginn seiner Recherchearbeit seien die Jugendlichen skeptisch gewesen, erzählt Dirk Reinhard, aber dann hätten sie sich immer wieder getroffen und Abende lang erzählt. Daher habe er seine Detail-Kenntnisse, die dann in die Beschreibung der Vita der von ihm dargestellten Personen ein geflossen seien.
Die Bauern helfen den Kindern unterwegs trotz ihrer Angst und eines Beihilfe-Verbots. Aus reiner Menschlichkeit setzten sie sich über das Verbot hinweg, was aber für sie selbst auch nicht ungefährlich sei. Eltern von Train Kids habe er nicht getroffen, weil diese ja illegal in den USA seien und daher schwer auffindbar. Was kann man nun zur Unterstützung von hier aus tun? Dirk Reinhard sagte, dass man die Padres, die sich auf dem Weg um diese Jugendlichen kümmern, auch von hier
aus unterstützenkönne über die Organisation Terre des hommes. Das Buch Train kids macht auf das gefährliche Leben der vielen Kinder auf den Zügen aufmerksam. Es ist im Januar 2015 im Gerstenberg Verlag erschienen und ist eine dringende Leseempfehlung unserer Jugend-Jury.
Nach den Interviews lasen die Autoren aus ihren Büchern und wir konnten noch einmal einen guten Eindruck von dem erzählten Geschehen bekommen. Für uns war es eine interessante Erfahrung für einen Verlag ein Interview zu planen, abzusprechen und durchzuführen sowie die Autoren und ihr Anliegen kennenzulernen.

