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Falsch verstandene Katzenliebe

Montag, 23. März 2015, 08:45 Uhr
Auch in diesem Jahr kommen wieder zahlreiche, ungewollte Katzenbabies zur Welt. Der Tierschutzverein Heiligenstadt ruft seit langem dazu auf, dass Katzenhalter ihre Tiere kastrieren bzw. sterilisieren lassen, um den vielfachen unerwünschten Nachwuchs zu verhindern....

Katzen (Foto: Karin Ziegler) Katzen (Foto: Karin Ziegler)

Leider kommen viele Katzenbesitzer ihrer Verpflichtung nicht nach , was besonders bei Freigänger-Katzen immer problematischer wird. Viele Katzenbabies werden immer noch bestialisch 'entsorgt'.

Ganz besonders dramatisch ist die Situation bei freilebenden Katzen: werden diese nicht zu Kastrationszwecken eingefangen, müssen die armen Tiere unter leidvollen Bedingungen ständig neue Babies werfen, welche oft jämmerlich zugrunde gehen. Hier ist die Mithilfe aller gefordert!

Über zwei Millionen freilebende Katzen gibt es schätzungsweise in Deutschland. Sie führen ein
leidvolles Leben. Immer hungrig, verängstigt,auf der Flucht. Sie leiden unter Katzenschnupfen, Katzenseuche, Augenkrankheiten,Würmern und Flöhen. Tausende werden von Autos angefahren und verenden qualvoll am Strassenrand. Die 'Freiheit' ist verhängnisvoll für Katzen, denn sie sind seit fast zehntausend Jahren als Haustiere domestiziert.

Wer freilebende Katzen füttert, wird per Gesetz zum Halter dieser Tiere, d.h. er ist verpflichtet, sich auch um den Gesundheitszustand der Katzen zu kümmern. Dies beinhaltet auch die Kastration bzw. Sterilisation. Ernsthafter Tierschutz und Tierliebe enden nicht beim Füttern, sondern gehen konsequent einen Schritt weiter. Die Kastration eines einzelnen Tieres kostet Geld.

Dies ist aber eine geringe Summe, verglichen mit den Kosten, die für die Versorgung und Betreuung der Nachkommenschaften unkastrierter Tiere entstehen würden – vom Tierleid einmal ganz abgesehen !

Es gibt nur einen einzigen Weg, das Leid der Tiere zu lindern:die konsequente Kastration. Häufig erlebt der Tierschutzverein folgende Situation: Mitbürger rufen uns an und erzählen ''Stellen Sie sich vor, die Katze, die seit einem halben Jahr jeden Tag an den von mir aufgestellten Futternapf kommt, hat plötzlich noch fünf kleine Kätzchen mit dabei. Sie müssen diese jetzt nehmen! ''

Plötzlich? Unerwartet? Wie kommt denn das? Nun, die Frage ist ganz einfach: Tiere, die nicht kastriert sind, vermehren sich natürlich, daran ist nichts unerwartetes, es ist vorhersehbar. Deshalb ist jeder tierliebe Mensch, der freilebende Katzenfütterer, auch in der Verantwortung, einen Schritt weiterzugehen, alles andere ist unethisch. Nur Füttern alleine genügt nicht und hilft den Tieren nur sehr bedingt.

In eigener Sache noch einige aktuelle Informationen: für unsere dringend erforderliche Katzenquarantäne benötigen wir immer noch Ihre Spenden, da die Finanzierung leider noch nicht gesichert ist – bitte helfen Sie uns weiterhin!

Zur Zeit haben wir zwei Katzen­Notfälle, für die wir besonders tierliebe Menschen suchen: Nero, ein blinder schwarzer Kater, und Stummel, ein gehbehinderter grau­weisser Kater. Beide Tiere sind sehr lieb, verschmust und lebensfroh und würden ihren neuen Menschen in einem verständnisvollen Zuhause sehr viel Freude bereiten. Beide Kater kommen mit ihrem handycap sehr gut zurecht und sind für Wohnungshaltung bestens geeignet.

Dazu ein Zitat von Charles Darwin:
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.

So erreichen Sie unser Tierheim: Auf der Rinne 36 b, 37308 Heiligenstadt. Unsere Festnetznuumer: 03606/ 6078992, Handy: 0171/ 7593863, Fax: 03606 / 614312

email: info@tierheim­heiligenstadt.de
Internet: www.tierheim­heiligenstadt.de
Spendenkonto: Volksbank Heiligenstadt
IBAN : DE03 8209 4004 0000 1895 53
Ihr Tierheim-Team
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