Ausbau von Photovoltaik nicht blockieren
Freitag, 12. Juni 2015, 16:23 Uhr
Die Bundesregierung muss Rahmenbedingungen für Eigennutzung von Solarstrom wirtschaftlich gestalten, sie darf den Ausbau der Photovoltaik nicht durch weitere bürokratische Ausschreibungsregelungen blockieren....
Deutschlandweit versorgen sich bereits Millionen von Haushalten mit Strom durch Photovoltaik auf dem eigenen Dach. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ausbau der privaten Solaranlagen massiv ins Stocken geraten ist, sagte Thüringens Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund anlässlich der morgen endenden Solarmesse Intersolar.
Die Bundesregierung sei gehalten, die Rahmenbedingungen für Eigennutzung und Speichertechnologien so zu gestalten, dass die Eigennutzung von Solarstrom auch künftig wirtschaftlich attraktiv ist. Siegesmund verweist darauf, dass die Zahl der installierten Neuanlagen auch in Thüringen durch die letzte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark abgenommen hat. Betrug die installierte Leistung aus Solaranlagen in Thüringen im Jahr 2012 noch 366 Megawatt Peak, so ist diese im Jahr 2014 bereits auf 79 Megawatt Peak gesunken. Die Energiewende ist ohne den privaten Ausbau erneuerbarer Anlagen nicht zum Erfolg zu führen, so die Ministerin.
Mit den gegenwärtigen Vorstellungen der Bundesregierung zur Umstellung des Fördersystems im Rahmen des EEG sei außerdem eine weitere Benachteiligung kleiner Anlagenbetreiber wie Bürgerenergiegenossenschaften zu befürchten. Dies schwächt die Akzeptanz für die Energiewende und verspielt Wertschöpfungspotentiale für die regionale Wirtschaft. Hier muss die Bundesregierung dringend nachjustieren und die kritischen Stimmen ernst nehmen, fordert Siegesmund. Nur so sei es möglich, die Solarbranche wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Vom 10. Bis 12. Juni 2015 findet die weltweit führende Fachmesse der Solarwirtschaft Intersolar Europe in München statt. Die Messe unterstützt auch die Woche der Sonne des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Im Rahmen der Aktionswoche finden vom 12. bis 21. Juni 2015 bundesweit Veranstaltungen rund um die Themen Photovoltaik, Solarthermie und Heizen mit Pellets statt.
Die Absicht der Bundesregierung, das im EEG 2014 verankerte Ausschreibungsdesign für PV-Freiflächenanlagen auf ein Auktionsverfahren für PV-Dachanlagen zu übertragen, sieht Thüringen kritisch. Die Landesregierung ist der Auffassung, dass ohne eine Anpassung des Designs an die besonderen Marktbedingungen bei PV-Dachanlagen sowie der Ausnutzung der von der EU-Kommission genannten De-minimis-Regelung von 1MWp ein verstärkter Ausbau in diesem Segment nicht stattfinden wird. Dies hätte auch Auswirkungen auf das sich gerade entwickelnde bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich.
Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert, den derzeit an ebenerdig errichteten PV-Anlagen in Erprobung befindliche Auktionsmechanismus nicht auf PV-Anlagen auf oder an Gebäuden zu übertragen. Nach Ansicht des Verbandes unterscheidet sich der Markt der Gebäude-PV grundlegend von dem kommerziell errichteter Solarparks. Eine Umstellung auf den Auktionsmechanismus bei Gebäuden würde nach BSW-Auffassung nicht funktionieren.
Autor: enDeutschlandweit versorgen sich bereits Millionen von Haushalten mit Strom durch Photovoltaik auf dem eigenen Dach. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ausbau der privaten Solaranlagen massiv ins Stocken geraten ist, sagte Thüringens Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund anlässlich der morgen endenden Solarmesse Intersolar.
Die Bundesregierung sei gehalten, die Rahmenbedingungen für Eigennutzung und Speichertechnologien so zu gestalten, dass die Eigennutzung von Solarstrom auch künftig wirtschaftlich attraktiv ist. Siegesmund verweist darauf, dass die Zahl der installierten Neuanlagen auch in Thüringen durch die letzte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark abgenommen hat. Betrug die installierte Leistung aus Solaranlagen in Thüringen im Jahr 2012 noch 366 Megawatt Peak, so ist diese im Jahr 2014 bereits auf 79 Megawatt Peak gesunken. Die Energiewende ist ohne den privaten Ausbau erneuerbarer Anlagen nicht zum Erfolg zu führen, so die Ministerin.
Mit den gegenwärtigen Vorstellungen der Bundesregierung zur Umstellung des Fördersystems im Rahmen des EEG sei außerdem eine weitere Benachteiligung kleiner Anlagenbetreiber wie Bürgerenergiegenossenschaften zu befürchten. Dies schwächt die Akzeptanz für die Energiewende und verspielt Wertschöpfungspotentiale für die regionale Wirtschaft. Hier muss die Bundesregierung dringend nachjustieren und die kritischen Stimmen ernst nehmen, fordert Siegesmund. Nur so sei es möglich, die Solarbranche wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Vom 10. Bis 12. Juni 2015 findet die weltweit führende Fachmesse der Solarwirtschaft Intersolar Europe in München statt. Die Messe unterstützt auch die Woche der Sonne des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Im Rahmen der Aktionswoche finden vom 12. bis 21. Juni 2015 bundesweit Veranstaltungen rund um die Themen Photovoltaik, Solarthermie und Heizen mit Pellets statt.
Die Absicht der Bundesregierung, das im EEG 2014 verankerte Ausschreibungsdesign für PV-Freiflächenanlagen auf ein Auktionsverfahren für PV-Dachanlagen zu übertragen, sieht Thüringen kritisch. Die Landesregierung ist der Auffassung, dass ohne eine Anpassung des Designs an die besonderen Marktbedingungen bei PV-Dachanlagen sowie der Ausnutzung der von der EU-Kommission genannten De-minimis-Regelung von 1MWp ein verstärkter Ausbau in diesem Segment nicht stattfinden wird. Dies hätte auch Auswirkungen auf das sich gerade entwickelnde bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich.
Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert, den derzeit an ebenerdig errichteten PV-Anlagen in Erprobung befindliche Auktionsmechanismus nicht auf PV-Anlagen auf oder an Gebäuden zu übertragen. Nach Ansicht des Verbandes unterscheidet sich der Markt der Gebäude-PV grundlegend von dem kommerziell errichteter Solarparks. Eine Umstellung auf den Auktionsmechanismus bei Gebäuden würde nach BSW-Auffassung nicht funktionieren.
