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Gaststätte mit sozialem Engagement

Montag, 22. Juni 2015, 10:38 Uhr
Die Gaststätte „Rollns Keller“ in Neustadt ist nicht nur bekannt für gehobene Gastronomie, stilvolles Ambiente und als Spitzen- Location für Familienfeste, auch auf der sozialen Ebene hat das Team um Chef Ralf Svatos eine Menge zu bieten....

Erinnerungsfoto  (Foto: Gisela Reinhardt) Erinnerungsfoto (Foto: Gisela Reinhardt)


„Die positive Entwicklung unseres Gasthauses verdanken wir in erster Linie unseren Gästen, die uns ihr Vertrauen schenken und den besonderen Service genießen. Dafür sind wir sehr dankbar. Gern geben wir diesen Erfolg durch unser soziales Engagement weiter.“ sagt Ralf Svatos.

Gemeinsam mit seinem Koch Steffen Klemmer hat er 2013 am Kochduell der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis mit einer Mannschaft aus Menschen mit und ohne Behinderung teilgenommen. Einige Wochen haben sich die Küchenchefs mit dem Team aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung darauf vorbereitet und mit ihnen gerührt, geschnippelt, gebraten und gekocht. Dieses Projekt hat sie den Menschen mit Behinderung nähergebracht.

Man kennt sich, man interessiert sich füreinander und man unternimmt etwas miteinander. So hatte er zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen. Bei herrlichem Sonnenschein erlebten Beschäftigte der Werkstatt für Menschen mit Behinderung mit dem Team Svatos unterhaltsame Stunden. Wie alte Freunde begrüßten sich Gäste und Gastgeber mit herzlichen Umarmungen. Bei einem leckeren Cappuccino wurden zunächst alle Neuigkeiten ausgetauscht, bevor es auf die Kegelbahn ging.

Eifrig ließen alle die Kugeln rollen. Marlies Thon, die als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Lebenshilfe die Gruppe begleitete, hatte richtig zu tun, die Punkte auf beiden Seiten zusammenzuzählen. Es gab keine Verlierer, denn bei so viel Spaß und Freude sah man nur strahlende Gesichter. Gegen Abend brutzelten Steaks und Bratwürste auf dem Grill. An einer langen Tafel griffen alle beherzt zu und ließen es sich schmecken. Immer wieder wurde nachgelegt, so dass der gemeinsame Tag erst zu Ende ging, als alle richtig satt waren.

„Seit wir die Menschen mit Handikap kennengelernt und gesehen haben, wie freundlich und aufgeschlossen sie sind und wie interessiert und ehrlich sie mit uns umgehen, ist es uns eine Freude, mit ihnen etwas zu unternehmen. Von ihnen werden wir wie alte Freunde behandelt. Sie sagen frei heraus, was ihnen gefällt und was nicht. Ihre Natürlichkeit und Offenheit ist uns Beispiel, selbst mit manchen Dingen nicht so verkrampft umzugehen,“ resümiert Ralf Svatos. „ Das werden wir auf alle Fälle wiederholen!“ ruft er, und winkt dabei den Freunden nach, die sich per Bus wieder auf den Heimweg begeben.
Gisela Reinhardt
Autor: en

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