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Gesundheitsreport der DAK

Krankenstand ist gestiegen

Dienstag, 20. Oktober 2015, 21:03 Uhr
Der Krankenstand im Eichsfeld ist gestiegen und liegt mit der Auswertung des Jahres 2014 sogar über dem Landesdurchschnitt. Das bringt jetzt der Gesundheitsreport zu Tage. Die DAK-Chefin des Eichsfeldes, Beatrice Knauft-Müller, hat die Ergebnisse heute der Presse vorgestellt....

Beatrice Knauft-Müller (Foto: Ilka Kühn) Beatrice Knauft-Müller (Foto: Ilka Kühn)

Beatrice Kanuft-Müller stellte den aktuellen Gesundheitsreport vor.

Es waren sehr interessante Zahlen, die Baetrice Knauft-Müller mit dem Report vorstellte. Die DAK hat im Eichsfeld 7500 Mitglieder. Der Report bezieht sich auf die DAK-Mitglieder.

So ist der Krankenstand im Landkreis Eichsfeld 2014 angestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte zu. Mit 5,1 Prozent hatte die Region nun einen höheren Krankenstand als der Landesdurchschnitt (4,8 Prozent).

Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 51 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Thüringen wurde mit 5,5 Prozent in Eisenach und dem Wartburgkreis verzeichnet, der niedrigste mit 3,9 Prozent in der Stadt Jena. Auffallend ist, dass alle vier Ladnkreise in Nordthüringen einen höheren Krankenstand aufweisen, als im übrigen Teil Thüringens.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Eichsfeld zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Die meisten Ausfalltage wurden auch im Betrachtungszeitraum aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen verzeichnet. Die Diagnose war für beinahe jeden vierten Fehltag verantwortlich und wurde insgesamt gut 19 Prozent häufiger gestellt. Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen, zu denen Depressionen und Angstzustände gehören, lagen über dem Landesschnitt und kamen mit einer Steigerung um mehr als die Hälfte auf den zweiten Platz in der Region.

Es folgten Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis. Der Arbeitsausfall aufgrund dieser Beschwerden ging allerdings um rund 23 Prozent zurück.

„Wir informieren regelmäßig über den Krankenstand im Landkreis Eichsfeld, um so Impulse für das Gesundbleiben und Gesundwerden der Beschäftigten zu geben“, erklärt Beatrice Knauft-Müller die Ergebnisse. „Um zum Beispiel längeren Erkrankungen durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorzubeugen, können Arbeitgeber Hilfe anbieten.“ In Thüringen hätten sich beispielsweise die Fehltage durch psychische Erkrankungen seit dem Jahr 2000 um das 1,8-fache erhöht. Den betroffenen Mitarbeitern könne ein betriebliches Gesundheitsmanagement gezielt helfen.

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem Gesundheitsreport auch den aktuellen Trend „Hirndoping im Job“. Für die Studie hat die Krankenkasse die Daten ihrer Mitglieder analysiert und bundesweit 5.000 Männer und Frauen repräsentativ befragt. Ein Fazit: In Thüringen nutzen 18.600 Beschäftigte mindestens zweimal im Monat verschreibungspflichtige Medikamente, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder Stress
abzubauen.
Wir werden auf dieses Thema gesondert eingehen. Die Redaktion
Autor: en

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