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Aus der Musikbranche

Ohrenfeindt wirft den Motor an

Sonntag, 25. Oktober 2015, 15:46 Uhr
Wie würde es wohl klingen, wenn eine Band wie AC/ DC mal wieder ´ne Schippe drauf legen und einen Gang hoch schalten würde und vielleicht noch die Songs auf deutsch singen würden? Die Antwort kommt von Stefan Peter...

Ohrenfeindt (Foto: Agentur) Ohrenfeindt (Foto: Agentur)


Die Antwort könnte lauten…einfach mal bei Ohrenfeindt aus Hamburg St. Pauli reinhören! Angeführt vom stimmgewaltigen Sänger und Bassist Chris Laut, zeigt die Band auf ihrem neusten Werk wie man so richtig frisch und munter mit Vollgas ansteckend rockt.

Gegründet 1994, erspielten sich die „Rockkapelle“, die ihre ersten Auftritte in kleinen Clubs in und rund um Hamburg hatten, ihr Publikum und mauserten sich vom Geheimtipp, recht schnell zum erstzunehmenden Act.

Mittlerweile sind Ohrenfeidt (wenn auch in wechselnder Besetzung) nicht nur immer wieder ein gern gesehener Gast auf diversen Bikertreffen, sondern auch auf verschiedenen Festivals zu Hause.

Dabei standen sie unter anderem mit Bands wie In – Extremo oder Doro auf der Bühne.Wo sie mit geballter ungebremster Power, ihren „Vollgasroggenrohl“ zum besten geben. Aber nicht nur live auf der Bühne sind die drei Herren ein echter Kracher, sondern auch auf CD, wie sie gerade mit ihrem 6. Studioalbum „MOTOR AN“ beweisen.

Frei nach dem Motto „Ölwechsel und Inspektion“ überflüssig, rollt hier die stromgittarrenvertärkte Rock’n Roll –Dampfmaschine an, das es nur so eine Freude ist
der Band zu zuhören.

Dabei sind die Zutaten für die schnelle rasante Schussfahrt aus treibenden Lauten und auch leisen Klängen, so altbewährt wie einfach. Man nehme drei bis vier druckvolle Akkorde einer knackigen Gitarre, einen treibenden mal rockigen, mal blusigen Rhythmus von Schlagzeug und Bass, kombiniert dieses mit einer Reibeisenstimme die jeden Fan von AC/DC und Co. aufhorchen lässt. Zusätzlich mischt man noch jede Menge Spaß, coole Texte und Spielfreude mit unter und schon ist der original Kitzrock, aus Hamburg St Pauli startbereit, um die Republik zu erobern.

Wenn das Ganze dann auch noch produziert wird von Olman Viper und Bandchef Chris Laut persönlich, dann kann dabei nur ein Album entstehen, dass gewaltig rockt. Textlich befassen sich „die Rocker von der Reeperbahn“ dabei mit allem was sie bewegt.

So bekommt natürlich ihr Fußballverein St. Pauli mit „1910“ eine ganz besondere musikalische und stadiontaugliche Würdigung. Aber auch Songs über schnelle Motorräder, Geldkoffer, nicht zu lesende Gebrauchsanweisungen, natürlich - schöne Frauen, Rock’n Roll, die Liebe und den Schmerz um das Beziehungsende, decken die Palette ab. Wobei auch das Finanzamt mit einer ganz besonderen Botschaft gewürdigt und musikalisch gegrüßt wird.

Rund um Ohrenfeind machen nicht nur musikalisch mit geerdetem Haudrauf Rock’Roll richtig Spaß, sondern haben auch durchaus was zu sagen. (auch wenn Chris Stimme nicht immer gut verständlich ist…leider)

Die Songs des aktuellen Albums stammen dabei übrigens nicht mehr allein nur aus der Feder der zartesten Versuchung, seit es übergewichtige Rockbassisten mit Reibeisenstimme gibt, sondern auch von Neuzugang Andi Rohde Pierre "Keule" Blesse. Welche der Band ordentlich gut tun und viel frischen Fahrtwind für das Trio bringen.

Das Resultat, die neue CD, kann sich jedenfalls hören und sehen lassen, denn der Hamburger Dreimaster hält auch auf der neuen Scheibe was er verspricht, denn Ohrenfeindt hat beides: Rock UND Roll. Drei Männer, zwei Worte, eine Mission: Motor An!
Stefan Peter
Autor: en

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