Thüringen will Grundwasser schützen
Salzabwässer sollen nicht länger in die Erde fließen
Samstag, 31. Oktober 2015, 10:04 Uhr
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund spricht sich klar gegen eine weitere Versenkung von Salzabwässern durch den Konzern K+S aus. Der Schutz des Grundwassers in Thüringen hat höchste Priorität. Deshalb muss die Versenkung aus Sicht Thüringens schnellstmöglich und dauerhaft beendet werden....
Nun ist das Regierungspräsidium Kassel in der Verantwortung, die von Thüringen eingebrachten Fakten entsprechend zu berücksichtigen, sagte die Ministerin gestern in Erfurt.
Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat dem Regierungspräsidium Kassel heute seine Stellungnahme zum Antrag der K+S KALI GmbH auf Weiterführung der Versenkung von Salzabwässern übermittelt. Darin wird deutlich, dass der Antrag auf Weiterführung der Versenkung bis 2021 sowohl rechtlich als auch fachlich aus Thüringer Sicht nicht genehmigungsfähig ist.
Die Stellungnahme kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass eine weitere Versenkung von Salzabwässern zu nachteiligen Veränderungen der Wasserbeschaffenheit und zu weiteren Grundwasserbeeinträchtigung-en führt und damit gegen den wasserrechtlichen Besorgnisgrundsatz verstößt. Dieser sieht vor, jegliche Grundwasserbeeinträchtigungen von vornherein zu vermeiden. Darüber hinaus bestätigt die an der Prüfung beteiligte Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in ihrer Stellungnahme das Ergebnis des vom Regierungspräsidium Kassel beauftragten Gutachters, dass das vorgelegte dreidimensionale Grundwassermodell nach wie vor nicht geeignet ist diesen Nachweis zu erbringen.
Hintergrund:
Das Unternehmen K+S hat beim Regierungspräsidium Kassel einen Antrag auf Weiterführung der Versenkung von 12 Mio. m³ Salzabwässern in den Untergrund bis 2021 gestellt. Das Thüringer Landesverwaltungsamt ist im Rahmen des Antragsverfahrens als Obere Wasserbehörde Thüringens zur Stellungnahme aufgefordert. Durch die bereits seit Jahrzehnten durchgeführte Versenkung von Salzabwässern in den Untergrund ist es bereits zu Übertritten von Salzabwässern in die zur Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasserschichten gekommen.
Autor: enNun ist das Regierungspräsidium Kassel in der Verantwortung, die von Thüringen eingebrachten Fakten entsprechend zu berücksichtigen, sagte die Ministerin gestern in Erfurt.
Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat dem Regierungspräsidium Kassel heute seine Stellungnahme zum Antrag der K+S KALI GmbH auf Weiterführung der Versenkung von Salzabwässern übermittelt. Darin wird deutlich, dass der Antrag auf Weiterführung der Versenkung bis 2021 sowohl rechtlich als auch fachlich aus Thüringer Sicht nicht genehmigungsfähig ist.
Die Stellungnahme kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass eine weitere Versenkung von Salzabwässern zu nachteiligen Veränderungen der Wasserbeschaffenheit und zu weiteren Grundwasserbeeinträchtigung-en führt und damit gegen den wasserrechtlichen Besorgnisgrundsatz verstößt. Dieser sieht vor, jegliche Grundwasserbeeinträchtigungen von vornherein zu vermeiden. Darüber hinaus bestätigt die an der Prüfung beteiligte Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in ihrer Stellungnahme das Ergebnis des vom Regierungspräsidium Kassel beauftragten Gutachters, dass das vorgelegte dreidimensionale Grundwassermodell nach wie vor nicht geeignet ist diesen Nachweis zu erbringen.
Hintergrund:
Das Unternehmen K+S hat beim Regierungspräsidium Kassel einen Antrag auf Weiterführung der Versenkung von 12 Mio. m³ Salzabwässern in den Untergrund bis 2021 gestellt. Das Thüringer Landesverwaltungsamt ist im Rahmen des Antragsverfahrens als Obere Wasserbehörde Thüringens zur Stellungnahme aufgefordert. Durch die bereits seit Jahrzehnten durchgeführte Versenkung von Salzabwässern in den Untergrund ist es bereits zu Übertritten von Salzabwässern in die zur Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasserschichten gekommen.
