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Grüne für Ende der Brenntage

Freitag, 11. Dezember 2015, 13:12 Uhr
Die Diskussion um die Brenntage geht weiter. Während sich Landrat Werner Henning dafür einsetzt, dass die Brenntage fortgeführt werden, wie in den vergangenen Jahren, sind die Grünen strikt dagegen:...

„Die Grünen und ihre Kreistagsmitglieder haben sich schon immer für eine Beendigung der Brenntrage sowie für eine bürgerfreundliche Sammlung und ökonomisch sinnvolle Verwertung von Bioabfällen im Landkreis eingesetzt und werden das auch weiter tun“, erklärt Norbert Sondermann.

Der Grüne zeigt sich überzeugt, dass die getrennte Sammlung und Verwertung von Bioabfällen ein Beitrag zur Erhöhung der Ressourceneffizienz ist. „Bioabfälle sind kein Müll sondern können entweder in Kompostierungsanlagen zu Kompost weiterverarbeitet oder in Biogasanlagen energetisch genutzt werden. Holzige Pflanzenabfälle können auch in Biomasseheizkraftwerken zur Energieerzeugung verwendet werden. In Zukunft sollte deshalb eine noch stärkere Zusammenarbeit mit den Eichsfeldwerken angestrebt werden“, schlägt Sondermann vor.

„Gleichzeitig haben wir immer wieder auf die negativen Auswirkungen für Natur und Umwelt durch das Verbrennen nasser und nicht umgeschichteter Materialien im Herbst und Winter hingewiesen. Bereits seit 2008 wird deshalb in Heiligenstadt auf die Brenntage verzichtet und das Abendland ist nicht untergegangen“, stellt Sondermann fest.

„Bereits 2012 wurde von der schwarz-roten Bundesregierung mit der Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im § 11 Absatz 1 im Bund festgelegt, dass Bioabfälle einer Überlassungspflicht unterliegen und ab dem 01. Januar 2015 getrennt gesammelt werden müssen. Es ist deshalb nur logisch, dass jetzt vom Land die Reißleine gezogen wird und es die Brenntage in ihrer bisherigen Form nicht mehr geben wird“.

„Andere Landkreise und Städte haben deshalb beispielsweise die Biotonne eingeführt und sorgen für eine bedarfsgerechte Sammlung von Garten- und Strauchschnitt. Wir erwarten daher vom zuständigen Landkreis dringend eine Verbesserung der heutigen Situation. Das bisher vom Landkreis eingeführte Bringsystem mit seinen 14 Sammelstellen halten wir für nicht ausreichend“, macht Sondermann klar.

„Die Kompostierung im eigenen Garten ist und bleibt dagegen nach wie vor sehr wünschenswert und sollte wie bereits Anfang der 90iger wieder stärker gefördert werden“, schließt Sondermann.

Wichtige Informationen zu den aktuellen Regelungen ab dem 01.01.2016 und rechtlich gegebenen Ausnahmen finden sich unter: http://www.thueringen.de/th8/tmuen/umwelt/abfall/entsorgung/pflanzlich/.
Autor: en

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