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Aus der Musikszene

Axel Rudi Pell mit „Game Of Sins“

Dienstag, 19. Januar 2016, 18:52 Uhr
Es muss nicht immer New York, London oder Los Angeles sein, um eine Welt - Karriere zu beginnen. Manchmal tut es auch eine Stadt wie Bochum bzw. Wattenscheid ein eiserner Wille, ein große Portion Talent und Können, um die Welt zu erobern....

Axel Rud Pell (Foto: Agentur) Axel Rud Pell (Foto: Agentur)


Ausnahme Hardrock und Metalgitarrist Axel Rudi Pell ist das beste Beispiel dafür. 1960 in Wattenscheid geboren, ist bereits als junger Mann mehr als musikbegeistert. Als Gitarrist bei der Band Steeler tritt er zum ersten Mal Mitte der 80iger mit Erfolg in Erscheinung.

Von 1984 bis 1989 veröffentlicht die Band vier Alben und ist überall dort zu sehen, wo man sie spielen lässt. Aber irgendwann reicht dem kreativen Gitarristen das alles nicht mehr und so macht er sich schließlich „vom Acker“, um 1989 seine eigene Band unter seinem eigenen Namen ins Leben zu rufen.

Und obwohl der traditionelle Metal immer wieder von verschieden Seiten für tot erklärt wird, weicht Axel Rudi Pell keinen Millimeter von seinem Kurs ab. Ganz im Gegenteil, er liebt diesen Sound und schiebt in schöner Regelmäßigkeit ein Album nach dem anderen auf den Markt die alle eines gemeinsam haben – sie bestechen stets durch hohe Qualität und Musikalität und begeistern immer wieder Presse als auch Fans.
Seine Beständigkeit, sein Fleiß und Ausdauer aber besonders seine Songs und sein Gitarrenspiel sichern ihm dabei nicht nur immer wieder Auftritte auf den großen Festivals der Welt, sondern auch den Respekt bei Kollegen und Anhängern.

So bei seinem neuestem Streich „Game Of Sins“
Schon im Sommer 2014 sammelte er die ersten Ideen, ins Studio ging es dann im Herbst 2015. „Alles lief nach Plan“, sagt der Bandchef. „Die Band war nie eingespielter und spielfreudiger als je zuvor“.
Kein Wunder also, das das 16. Studioalbum „eine richtig runde Sache geworden ist“, sagt Pell.
Dank auch Neuzugang Bobby Rondinelli - im Jahr 2013 (Ex-Rainbow/Black Sabbath u.a.) ist der perfekte Drummer, denn „Bobby passt zu uns wie die Faust aufs Auge“.

So rücken die Drums unterstützt von filigranen und treibenden Gitarren mehr in den Vordergrund und bringt die Band vom Sound her einen großen Schritt nach vorn. So klingen die neuen Songs voller und aggressiver, was das Album „Game Of Sins“ eindeutig härter, griffiger erscheinen lässt. Wobei die Eingängigkeit der Melodien und das Songwriting trotz der neu gewonnenen Power nicht vernachlässigt wurde – hier treffen gekonnte kernige Härte auf hörenswerte Harmonien.

Und auch Sänger Johnny Gioeli beweist mal wieder eindeutig, dass er zu den Besten seines Faches gehört. Was besonders bei den Balladen heraussticht. Denn auch nach 25 Jahren kann Axel Rudi Pell gerade hierbei (als Songschreiber und „Gitarrenhexer“) überzeugen („Lost In Love“ ist ein gutes Beispiel dafür). Aber auch ein Highlight findet sich mit „The King Of Fools“: fünf Minuten pure Emotion, der perfekte Mix zwischen Härte und Melodie, mit einer Meisterleistung von Gioeli am Mikrofon.

Rundum „Game Of Sins zeigt eine Band auf der kreativen Höhe ihres Schaffens. Mal laut mal leise und immer zu 100 % überzeugend starten Axel Rudi Pell und seine Mannen ganz solide ins Jahr 2016. Was ein großes Jahr für die Band werden dürfte.

Zumal Pell auch diesmal seiner Vorliebe für epische Themen und arabische Skalen frönt und auch hier und da mal gekonnt in Richtung Achtziger schielt, was sowohl Album und auch Sound hörbar gut tut und so manchen Song auch mal locker über 5 min anwachsen lässt. Live und in Farbe sind Axel Rudi Pell + Band übrigens am 15.04. Erfurt, Stadtgarten zu sehen!
Stefan Peter
Autor: en

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