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CDU-Kreisvorstand tagte

Erfurter Entwicklung bringt Sorgen ins Eichsfeld

Mittwoch, 09. März 2016, 17:37 Uhr
„Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Erfurt werden unsere Sorgen im Eichsfeld mit Sicherheit nicht kleiner“, so die Kreisvorsitzende Christina Tasch, MdL, bei der gestrigen Sitzung des Kreisvorstandes. Aktuell gibt es aus Erfurt eine weitere Hiobsbotschaft....

„Neben der Verlagerung der Bauklassen der Berufsschule Leinefelde nach Erfurt soll nun auch noch die Ausbildung der Fleischer aus Mühlhausen nach Erfurt verlegt werden. Wieder ein Handwerkszweig, der von den zentralistischen Ideen in der jetzigen Regierung betroffen ist und damit auch die Auszubildenden, die wesentlich längere Wege in Kauf nehmen müssten“.

Auch hier nehmen die Landtagsabgeordneten Christina Tasch und Gerold Wucherpfennig sowie unser Bundestagsabgeordnete Manfred Grund die Entwicklung nicht einfach zur Kenntnis, sondern wollen noch eine Beibehaltung der jetzigen Situation, auch in der Bauausbildung, erreichen.

„Natürlich können wir mit dem Ausgang der Kommunalwahlen in Hessen nicht einverstanden sein. Ein Verlust an Wählerstimmen ist immer ein Verlust und damit schmerzlich“, kommentierte die Kreisvorsitzende den Ausgang der jüngsten Wahlen im Nachbarland. „Auch wenn es einzelne gute Ergebnisse gab, ist es doch bedauerlich, wie eine Partei ohne Inhalt und ohne Substanz auf Anhieb über 10% der Stimmen erhält. Hier müssen alle demokratischen Parteien zusammenhalten“.

„Es war gut und es war richtig, das sich unsere Kreistagsfraktion mit einem Beschluss zum Erhalt des Landkreises zu Wort gemeldet hat“, waren sich Landrat Dr. Werner Henning und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heiko Steinecke einig. „Wir sind nicht nur kulturell und landschaftlich eine Besonderheit, sondern vor allem bei der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungskraft trennen uns doch erhebliche Unterschiede von unseren Nachbarn. Diese kann man nicht einfach ignorieren.“

Warum nicht alle Parteien im Kreistag zugestimmt haben, müssen sie nun den Bürgerionnen und Bürgern selber erklären, waren sich die Kreisvorstandsmitglieder einig.

Die Vorbereitungen der Bürgermeisterwahlen sind in vollem Gange und mit Markos Grosa, Norbert Beck und Wolfgang Sieling stehen ja bereits die ersten Kandidaten der CDU fest. In den nächsten Wochen werden in vielen Ortsverbänden noch die Nominierungen erfolgen und somit wartet viel Arbeit auf die Kreisvorsitzende, die Mitglieder des Vorstandes und den Kreisgeschäftsführer Gerhard Martin.

„Wir haben den Anspruch, wieder die größte Zahl an Bürgermeistern zu stellen, aber einfach wird es nicht“, machte Christina Tasch schon einmal deutlich. „Mit der Gebietsreform im Hinterkopf ist es schwierig, junge Leute für ein Mandat zu gewinnen. Da ist die Unsicherheit, die aus Erfurt verbreitet wird, doch deutlich zu spüren.“

Als Gast nahm der Kandidat der CDU für die Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Leinefelde-Worbis, Marko Grosa, an der Versammlung teil. Er bedankte sich nochmals für den fairen und sachlichen Dialog bis hin zur Entscheidung bei der Nominierungsversammlung und bat alle Vorstandsmitglieder und die Kreisgeschäftstelle jetzt um Unterstützung, das sein „vor zwei Jahren gefasster Beschluss“ nun auch Wirklichkeit wird. Christina Tasch konnte und wollte ihm natürlich diese Zusage nicht vorenthalten und sie wird für Marko Grosa, aber auch für alle anderen Kandidaten, kämpfen.

Mit einem Dank für die angenehme Gastfreundschaft an Thomas Rehbein, Ortsbürgermeister und neues Kreisvorstandsmitglied, endete die turnusmäßige Sitzung des Gremiums.
Gerhard Martin
Kreisgeschäftsführer
Autor: en

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