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NORMA Germany in Gerbershausen

Beschäftigte legen Arbeit nieder

Freitag, 29. April 2016, 09:25 Uhr
Alle Beschäftigten der Nachtschicht legten pünktlich mit ihren Kollegen/innen aus Maintal um Mitternacht die Arbeit für über eine Stunde nieder. Damit machten sie ihrem Unmut über die provokante Verhaltensweise der Arbeitgeber Luft und unterstrichen, dass sie hinter ihren Forderungen stehen. Die IG Metall fordert eine 5%ige Entgelterhöhung...


Mit dem ersten Angebot von 0,9% Entgelterhöhung und einer 0,3%igen Einmalzahlung für Betriebe denen es gut geht, haben die Arbeitgeber eine neue Qualität der Provokation in die Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie eingebracht.

Mit dem gestrigen Angebot in der dritten Verhandlungsrunde 2,1% im Volumen auf 24 Monate wird es nicht besser. Mit dem „Angebot“ hohlen die Arbeitgeber zur zweiten Ohrfeige gegen die Beschäftigten aus. Das veranlasst die Metaller und Metallerinnen ihre Warnstreikplanung zu erweitern. Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen, sagte dazu: „Wir machen heute deutlich, dass wir es mit unseren Forderungen ernst meinen. Die Menschen haben ein Recht darauf, am Erfolg ihrer Arbeit angemessen beteiligt zu werden. Wer sich gegen eine angemessene Entgelterhöhung für die Beschäftigten stellt, stellt sich auch gegen eine Stabilisierung der guten wirtschaftlichen Situation. Ohne eine ausreichende Binnennachfrage wird es keine wirtschaftliche Stabilität geben. Die Aktionäre allein erhalten mehr Dividende als die 5% Entgelterhöhung der rund 3,8 Mio. Beschäftigten in der MuE-Industrie kostet. Das kann man den Menschen nicht mehr erklären. Höhenflüge für Renditen-Lebensqualitätsabsenkung für die Beschäftigten, das ist mit uns nicht zu machen.“

Seinen Unmut brachte Swen Niekler, Vertrauensmann und Ortsvorstandsmitglied für die Beschäftigten zum Ausdruck. „Seit Jahren sind wir mit unseren Produkten an der Weltspitze, unsere Kolleginnen und Kollegen leisten gute Arbeit. Nur wenn es um die Beteiligung geht, dann stimmen auch die Arbeitgeber im Klagelied des Thüringer Arbeitgeberverbandes mit ein. Hier erwarten wir einen Paradigmenwechsel. Wer den sozialen Frieden auf dem Papier fordert, der muss mit verhandelbaren Angeboten und nicht mit Provokationen an den Verhandlungstisch kommen. Wer Streit sucht, kann ihn haben, wir sind bereit.“
Autor: red

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