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Stadtfest Leinefelde

"Gegen den Strom"

Freitag, 20. Mai 2016, 07:47 Uhr
In diesen Tagen feiert Leinefelde das tradtionelle "Fest der Lämmerschwänze". Heute ist Auftakt mit dem großen Teichfest ab 19.30 Uhr. Zum diesjährigen Stadtfest gibt es auch eine Ausstellung. Sie zeigt Werke von Hans-Georg Nitz aus Lipprechterode und ist bis zum 23. Juni im Bürgerbüro in Leinefelde zu sehen....

Ausstellungseröffnung (Foto: Ilka Kühn) Ausstellungseröffnung (Foto: Ilka Kühn)


Am vergangenen Mittwoch wurde die Ausstellung eröffnet. Sie trägt den Titel "Gegen den Strom". Der Künstler Hans-Georg Nitz ist evangelischer Pfarrer und Jahrgang 1957. Er wie auch die mitgereisten Gäste und das interessierte Publikum aus dem Eichsfeld wurden von Bürgermeister Gerd Reinhardt herzliche begrüßt. Er wusste wie immer zu diesem oder jenem eine kleine Episode zu erzählen und zeigte, dass er sich auch in der DDR-Kultur gut auskennt. Da liegen nämlich auch die künstlerischen Wurzeln von Hans-Georg Nitz.

Er hat als Kind schon gern gemalt, erzählt der ev. Pfarrer. Geboren und aufgewachen in Sangerhausen ließ er sich später als Baufacharbeiter und Zimmermann ausbilden. Bereits in den 70ger Jahren begann er zu zeichnen, Aquarelle und Ölbilder zu malen. Dazu kamen Texte und Gedichte, die das DDR-System attakierten.

Sein künstlerisches Schaffen wurde geprägt durch die bekanntschaft und private Studien bei Wilhelm Schmied, einst Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler im Bezirk Halle und Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

In einem lockeren Gespräch stellte Gerd Reinhardt den Künstler vor, der auch gleich einiges aus seinem Leben ergänzend vortrag. So erfuhren die Gäste, dass er bereits in jungen Jahren bei der evangelischen Kirche sich in der Jugendarbeit engagierte und dann auch Ende der 80er Jahre noch Theologie studierte. Künstlerisch folgte eine längere Pause, 25 Jahre. 2011 folgte der Neubeginn, unter dem Pseudonym Reiner Zufall, dass er schon zu DDR-Zeiten trug.

Den Gästen, unter denen auch Landrat Dr. Werner Henning und Dechant Bernhard Wehner waren, erläuterte Hans-Georg Nitz Details zur Auswahl seiner Themen und ging auf die einzelnen Bilder ein, die nun bis zum 23. Juni im Bürgerbüro des Wasserturms zu sehen sind.

Besonderes Dankeschön verdient auch das Trio der Eichsfelder Musikschule, dass mit irischen Klängen und Gesang die Ausstellungseröffnung wirkungsvoll umrahmte. Und das Team von Tourisma überzeugte wieder einmal mit der Organisation der Veranstaltung und seiner Gastfreundlichkeit mit Getränken und selbst gebackenen Schäfchen, dem Symbol der Leinestadt und des Stadtfestes.
Ilka Kühn

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