Worbis
Grundstein gelegt für neue Grundschule
Mittwoch, 08. Juni 2016, 21:01 Uhr
"Die Grundplatte wurde gegossen, darauf kann man jetzt prima bauen…". So lautet eine Zeile aus einem extra für den heutigen Anlass gedichteten Liedes der Grundschüler in Worbis. Sie sangen es im strahlenden Sonnenschein und freuten sich, dass sie bald in eine neue Schule einziehen können….
Ein bisschen müssen sie sich noch gedulden, aber zum neuen Schuljahr 2017 soll es soweit sein und es werden sich dann die Schultüren für die 275 Mädchen und Jungen in Worbis öffnen. Eine Grundschule mit Blick ins Grüne, in unmittelbarer Nachbarschaft der Regelschule aber mit eigenem Schulhof und dem Gymnasium. Thüringens Bildungsministerin Birgit Keller sprach bei der Grundsteinlegung sogar von einem Campus. Mit 3,7 Millionen Euro hat der Freistaat den Schulneubau gefördert.
Dabei habe man am Anfang gar nicht mit Fördermitteln gerechnet, sagte Landrat Dr. Werner Henning. Man sah ihm die Freude heute an, dass das Kapitel Grundschule Worbis nun so voranschreitet. Er erinnerte an zurückliegende Zeiten, wo nicht klar war, wie es mit der Schule einmal weitergehen soll. In Worbis nannten die Leute sie schon Laufschule” - und zwar deshalb, weil die Kinder in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht waren. Es gab eine Zeit, da musste sogar nach Kirchworbis und Gernrode ausgewichen werden, und auch in der Regelschule wurden Räume belegt.
In Worbis begrüßte er neben der Ministerin und weitere prominenten Gästen vor allem Marco Grosa als neuen Bürgermeister von Leinefelde-Worbis. Doch er war heute noch als Stellvertretender Bürgermeister gekommen, da seine Amtszeit genau am Freitag, 1. Juli 2016 beginnt, und an diesem Tag werde er auch antreten.
Werner Henning erinnerte an den drastischen Fall der Geburten von 1 970 im Jahr 1990 auf 750 im Jahr 2007. Die Zahlen haben sich inzwischen auf etwa 900 eingependelt. Diese Zahlen würden bei der Schulplanung immer einer Rolle spielen. 2009 hat die Stadt Leinefelde-Worbis das alte Kloster als mögliche Grundschule zum Thema gemacht. Der Landkreis griff es auf und bald schon waren Pläne fertig. Doch 2012 kamen mit der Forderung nach Inklusion andere Vorschriften, die Räume im Kloster hätten denen nicht entsprechen können. Der Landrat erinnerte sich noch an die Kreistagsitzung, in der er bekanntgab, dass die Grundschule im Kloster vom Tisch ist. Es musste nun gehandelt werden. Bereits 2013 stand fest, der Kreis baut eine neue Grundschule. Mit Fördermöglichkeiten hatte damals niemand gerechnet. Als es plötzlich hieß, es können Fördermittel beantragt werden, war der Kreis natürlich dabei.
Die Ministerin erklärte, dass Thüringen 2014 ein neues Schulprogramm auf den Weg gebracht hatte und insgesamt dafür 150 Millionen Euro bereitstellt. Damit könne der Investitionsstau in den zurückliegenden Jahren aufgelöst werden. Bei der Grundsteinlegung heute sagte sie, dass hier offensichtlich eine gute Verbindung besteht und zeigte mit der Hand nach oben. Werner Henning anwortete gleich: Sie sind im Eichsfeld! Die Ministerin war auf der Fahrt durch heftigen Regen gekommen und hatte sich gefreut, dass in Worbis strahlender Sonnenschein war.
Grundschulleiterin Sabine Sroka zeigte in einem kleinen geschichtlichen Abriss auf, dass es nicht immer leicht in den vergangenen Jahren war und sie sich jetzt alle umso mehr freuen über den neuen Schulbau und die Grundsteinlegung, die ihn auf den Weg bringt.
Die Architektin, Dr. Anke Schettler, stellte kurz die Vorzüge dieser barrierefreien Schule vor, die Zeichnungen konnte sich dann jeder selbst noch anschauen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro.
Die Schatulle mit aktuellen Dingen vom Tage und Informationen wurde von zwei Schülern im Beisein der Ministerin und dem Landrat sowie den Geistlichen, Stadtdechant Engelbert Dietrich und dem evangelischen Pfarrer Peter Michael Schmudde versenkt.
Ilka Kühn
Autor: enEin bisschen müssen sie sich noch gedulden, aber zum neuen Schuljahr 2017 soll es soweit sein und es werden sich dann die Schultüren für die 275 Mädchen und Jungen in Worbis öffnen. Eine Grundschule mit Blick ins Grüne, in unmittelbarer Nachbarschaft der Regelschule aber mit eigenem Schulhof und dem Gymnasium. Thüringens Bildungsministerin Birgit Keller sprach bei der Grundsteinlegung sogar von einem Campus. Mit 3,7 Millionen Euro hat der Freistaat den Schulneubau gefördert.
Dabei habe man am Anfang gar nicht mit Fördermitteln gerechnet, sagte Landrat Dr. Werner Henning. Man sah ihm die Freude heute an, dass das Kapitel Grundschule Worbis nun so voranschreitet. Er erinnerte an zurückliegende Zeiten, wo nicht klar war, wie es mit der Schule einmal weitergehen soll. In Worbis nannten die Leute sie schon Laufschule” - und zwar deshalb, weil die Kinder in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht waren. Es gab eine Zeit, da musste sogar nach Kirchworbis und Gernrode ausgewichen werden, und auch in der Regelschule wurden Räume belegt.
In Worbis begrüßte er neben der Ministerin und weitere prominenten Gästen vor allem Marco Grosa als neuen Bürgermeister von Leinefelde-Worbis. Doch er war heute noch als Stellvertretender Bürgermeister gekommen, da seine Amtszeit genau am Freitag, 1. Juli 2016 beginnt, und an diesem Tag werde er auch antreten.
Werner Henning erinnerte an den drastischen Fall der Geburten von 1 970 im Jahr 1990 auf 750 im Jahr 2007. Die Zahlen haben sich inzwischen auf etwa 900 eingependelt. Diese Zahlen würden bei der Schulplanung immer einer Rolle spielen. 2009 hat die Stadt Leinefelde-Worbis das alte Kloster als mögliche Grundschule zum Thema gemacht. Der Landkreis griff es auf und bald schon waren Pläne fertig. Doch 2012 kamen mit der Forderung nach Inklusion andere Vorschriften, die Räume im Kloster hätten denen nicht entsprechen können. Der Landrat erinnerte sich noch an die Kreistagsitzung, in der er bekanntgab, dass die Grundschule im Kloster vom Tisch ist. Es musste nun gehandelt werden. Bereits 2013 stand fest, der Kreis baut eine neue Grundschule. Mit Fördermöglichkeiten hatte damals niemand gerechnet. Als es plötzlich hieß, es können Fördermittel beantragt werden, war der Kreis natürlich dabei.
Die Ministerin erklärte, dass Thüringen 2014 ein neues Schulprogramm auf den Weg gebracht hatte und insgesamt dafür 150 Millionen Euro bereitstellt. Damit könne der Investitionsstau in den zurückliegenden Jahren aufgelöst werden. Bei der Grundsteinlegung heute sagte sie, dass hier offensichtlich eine gute Verbindung besteht und zeigte mit der Hand nach oben. Werner Henning anwortete gleich: Sie sind im Eichsfeld! Die Ministerin war auf der Fahrt durch heftigen Regen gekommen und hatte sich gefreut, dass in Worbis strahlender Sonnenschein war.
Grundschulleiterin Sabine Sroka zeigte in einem kleinen geschichtlichen Abriss auf, dass es nicht immer leicht in den vergangenen Jahren war und sie sich jetzt alle umso mehr freuen über den neuen Schulbau und die Grundsteinlegung, die ihn auf den Weg bringt.
Die Architektin, Dr. Anke Schettler, stellte kurz die Vorzüge dieser barrierefreien Schule vor, die Zeichnungen konnte sich dann jeder selbst noch anschauen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro.
Die Schatulle mit aktuellen Dingen vom Tage und Informationen wurde von zwei Schülern im Beisein der Ministerin und dem Landrat sowie den Geistlichen, Stadtdechant Engelbert Dietrich und dem evangelischen Pfarrer Peter Michael Schmudde versenkt.
Ilka Kühn














