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Trotz Brexit, Terror und Flüchtlingskrise

Thüringer Wirtschaft hält Kurs

Freitag, 12. August 2016, 11:18 Uhr
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal etwas verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem starken Jahresauftakt (+0,7 Prozent) um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute in einer ersten Schätzung mitteilte. Auch der Blick in den Freistaat lohnt sich...


„Die Zahlen sind doch recht erfreulich. Die heimische Wirtschaft wächst weiter trotz Brexit, Terror und Flüchtlingskrise. Insbesondere die Verbraucher lassen sich von der unsicheren Entwicklung nicht die Laune verderben und halten am Konsum fest, der sich inzwischen als wichtige Stütze der Konjunktur erweist“, kommentiert Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Daten.

„Für Thüringen gibt es zwar keine Quartalszahlen, die Firmen präsentieren sich jedoch in einer recht guten Verfassung, so dass auch im Freistaat ein positives Wachstum zu erwarten ist“, zeigt sich der IHK-Chef optimistisch. Die überwiegende Zahl der Betriebe habe gut gefüllte Auftragsbücher und ausgelastete Kapazitäten.

Dazu würde die stabile Binnennachfrage beitragen aber auch der Export habe einen zunehmenden Anteil. Immerhin hätten die Auslandsumsätze der Industrie mit 5,0 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2016 um 1,9 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen.

„Die Stimmung in den Unternehmen macht auch für die kommenden Monate zuversichtlich. Allerdings sind Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt schwierig: Der Konsum als einzige Stütze reicht auf Dauer nicht aus. Wenn es nicht gelingt, neue Investitionen anzuschieben, könnte der Aufschwung schnell ins Stocken geraten“, gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer zu bedenken.
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