Heute: Heiligenstädter Kulturfreitag im Alten Rathaus
Jetzt sind sie da!
Freitag, 02. September 2016, 12:12 Uhr
Sie sind da... Wie lange reden wir schon davon? Hm? Wir haben alle gewarnt! Und nun ist es soweit. Es musste ja so kommen. Jetzt sind sie da! - Nein, das ist keine ausländerfeindliche Propaganda, sondern es sind die Worte eines alten Mannes von der fiktiven schwedischen Partei Äkta Människor (Echte Menschen) zu seiner Frau.....
Humanoide Roboter – im Film Hubots genannt – versuchen in sein Haus einzudringen, um ihre Batterien wieder aufzuladen. Der Drehbuchautor Lars Lundström entwirft ein Schweden, in dem die Vierte Industrielle Revolution in Teilen schon soweit fortgeschritten ist, dass humanoide Roboter das Straßenbild bestimmen.
Ich dachte mir, man könnte ja eine fiktive Welt erfinden, in der es Maschinen in Menschengestalt gibt, die verkauft oder verschrottet werden können. Das wäre wie ein Spiegel unserer eigenen Existenz und würde die Frage aufwerfen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein." (http://sites.arte.tv/real-humans/de/lars-lundstrom-autor-der-serie-real-humans-real-humans)
So setzt sich die Serie vor allem mit dem Selbstverständnis des Menschen auseinander. Sind wir die Ultima Ratio eines Schöpfungsplans oder nur die letzten biologisch basierten Träger von Bewusstsein, die gerade im Begriff sind, das Finale einer technologischen Evolution zu starten, an deren Ende ein noch hypothetischer und bisher undefinierter Homo sapiens 2.0 steht? Werden wir am Ende bestenfalls nur noch lebende Fossilien in einer – im Vergleich zu heute – unermesslich viel weiter entwickelten kosmischen Zukunft sein?
Oder wird es dann womöglich sogar vereinzelt künstliche Geschöpfe geben, die sich eine Existenz wie die ihrer biologischen Schöpfer zurückwünschen? So will in der Serie eines dieser Roboterschäfchen – wie die Androidin Flash von einem späteren Mitglied der Partei Äkta Människor genannt wird – wie ein Mensch leben und setzt in Staffel 2 alles daran, ein menschliches Baby zu adoptieren.
Die Serie nimmt damit selbstverständlich auch Bezug auf Religion und Tradition. Dabei werden ausführlich die möglichen Konflikte zwischen den Geschöpfen Gottes und denen menschlicher Ingenieure behandelt.
Es stellt sich wieder mal die Frage, inwieweit es dem Menschen erlaubt ist, sich selbst als Schöpfer zu versuchen. So wird vor allem in Rückblenden immer wieder ein moderner Victor Frankenstein gezeigt, der zu unselbstständigen Sklaven programmierte humanoide Haushalts- und Sexroboter zu mehr oder weniger selbstbewussten KI's upgradet und sie dadurch befreit.
Auch die Unsterblichkeit intelligenter Wesen ist jetzt nicht mehr von der Gnade Gottes abhängig, sondern eine Frage fortgeschrittener Programmierkunst – vielleicht der Entwicklung Evolutionärer Algorithmen.
Selbst einfache Menschen können nun zu Lebzeiten einen Digitalen Klon von sich anfertigen lassen, was die gewohnte Menschenwelt gehörig aus der Fassung bringt. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eines Tages den Klon Ihres verstorbenen Großvaters frei Haus geliefert!
Insbesondere Religions- und Ethiklehrer aber auch Theologen sollten diese Serie unbedingt kennen. Sie hat das Potenzial in die Filmgeschichte einzugehen. Am 02.09.2016 werden wie 2013 auf arte zunächst zwei Teile von je 58 Minuten Dauer gezeigt. Dazwischen ist eine kurze Pause geplant. Danach ist eine Diskussion ausdrücklich erwünscht. Bei ausreichender Resonanz kann die Serie im Januar 2017 fortgesetzt werden.
Jörg Birkefeld
Freitag, 02.09.2016, Ratsgasse 9, Am Barockgarten, 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Empfohlen wird eine rechtzeitige telefonische Anmeldung in der Stadtbibliothek unter 03606-677-400.
Autor: enHumanoide Roboter – im Film Hubots genannt – versuchen in sein Haus einzudringen, um ihre Batterien wieder aufzuladen. Der Drehbuchautor Lars Lundström entwirft ein Schweden, in dem die Vierte Industrielle Revolution in Teilen schon soweit fortgeschritten ist, dass humanoide Roboter das Straßenbild bestimmen.
Ich dachte mir, man könnte ja eine fiktive Welt erfinden, in der es Maschinen in Menschengestalt gibt, die verkauft oder verschrottet werden können. Das wäre wie ein Spiegel unserer eigenen Existenz und würde die Frage aufwerfen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein." (http://sites.arte.tv/real-humans/de/lars-lundstrom-autor-der-serie-real-humans-real-humans)
So setzt sich die Serie vor allem mit dem Selbstverständnis des Menschen auseinander. Sind wir die Ultima Ratio eines Schöpfungsplans oder nur die letzten biologisch basierten Träger von Bewusstsein, die gerade im Begriff sind, das Finale einer technologischen Evolution zu starten, an deren Ende ein noch hypothetischer und bisher undefinierter Homo sapiens 2.0 steht? Werden wir am Ende bestenfalls nur noch lebende Fossilien in einer – im Vergleich zu heute – unermesslich viel weiter entwickelten kosmischen Zukunft sein?
Oder wird es dann womöglich sogar vereinzelt künstliche Geschöpfe geben, die sich eine Existenz wie die ihrer biologischen Schöpfer zurückwünschen? So will in der Serie eines dieser Roboterschäfchen – wie die Androidin Flash von einem späteren Mitglied der Partei Äkta Människor genannt wird – wie ein Mensch leben und setzt in Staffel 2 alles daran, ein menschliches Baby zu adoptieren.
Die Serie nimmt damit selbstverständlich auch Bezug auf Religion und Tradition. Dabei werden ausführlich die möglichen Konflikte zwischen den Geschöpfen Gottes und denen menschlicher Ingenieure behandelt.
Es stellt sich wieder mal die Frage, inwieweit es dem Menschen erlaubt ist, sich selbst als Schöpfer zu versuchen. So wird vor allem in Rückblenden immer wieder ein moderner Victor Frankenstein gezeigt, der zu unselbstständigen Sklaven programmierte humanoide Haushalts- und Sexroboter zu mehr oder weniger selbstbewussten KI's upgradet und sie dadurch befreit.
Auch die Unsterblichkeit intelligenter Wesen ist jetzt nicht mehr von der Gnade Gottes abhängig, sondern eine Frage fortgeschrittener Programmierkunst – vielleicht der Entwicklung Evolutionärer Algorithmen.
Selbst einfache Menschen können nun zu Lebzeiten einen Digitalen Klon von sich anfertigen lassen, was die gewohnte Menschenwelt gehörig aus der Fassung bringt. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eines Tages den Klon Ihres verstorbenen Großvaters frei Haus geliefert!
Insbesondere Religions- und Ethiklehrer aber auch Theologen sollten diese Serie unbedingt kennen. Sie hat das Potenzial in die Filmgeschichte einzugehen. Am 02.09.2016 werden wie 2013 auf arte zunächst zwei Teile von je 58 Minuten Dauer gezeigt. Dazwischen ist eine kurze Pause geplant. Danach ist eine Diskussion ausdrücklich erwünscht. Bei ausreichender Resonanz kann die Serie im Januar 2017 fortgesetzt werden.
Jörg Birkefeld
Freitag, 02.09.2016, Ratsgasse 9, Am Barockgarten, 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Empfohlen wird eine rechtzeitige telefonische Anmeldung in der Stadtbibliothek unter 03606-677-400.

