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Drei Stunden Programm

Rollshäuser Jubilare mit Fest in Plattdütsch

Sonntag, 18. September 2016, 13:07 Uhr
Mit einem Abend der Plattdütschen Frünne wurde in der Mehrzweckhalle in Rollshausen das Dorffest anlässlich des 875jährigen Bestehens des Ortes eröffnet. Die Resonanz der Frünne aus Ost und West war riesig. Plattdütschen-Präsident Werner Grobecker hieß an die 160 Besucher willkommen....

Alle zusammen auf der Bühne (Foto: G. Germeshausen) Alle zusammen auf der Bühne (Foto: G. Germeshausen)

Alle Akteure beim Finale auf der Bühne

Er führte durch ein gut dreistündiges Programm, das seinesgleichen sucht. Nach dem Motto „Platt moket klauk“ waren die Eichsfelder wieder einmal so recht in ihrem Element. Nach Grobecker begrüßte auch Ortsbürgermeister Reinhard Scharf die Gäste. Er sagte, die Plattdeutschen Abende seien bekannt und beliebt im Lande. Nach der „Niedersachsenhymne“ startete Kathrin Kopp mit Kindern vom Rollshäuser Karnevalsverein ein Tanzspiel, bevor Musikus Hermann Friederici den Heimatgedanken mehrerer Generationen mit seiner Harmonika zum Besten gab.

Danach war der Moderator Werner Grobecker nicht mehr zu bremsen. Als großer Kenner von Land und Leuten („Miene Frowe stammet jo von hier“) brachte er jede Menge Einzelheiten und (Un-)Arten zu Gehör. Sodann ging es Schlag auf Schlag, musikalisch untermalt von dem unermüdlichen Rainer Wand. So präsentierte Elisabeth Krone die typischen Rollshäuser in Form des Machraikenkindes, gefolgt von Carmen Heise und Astrid Zapfe.

Nicole Curdt kommt von der Arbeit (Foto: G. Germeshausen) Nicole Curdt kommt von der Arbeit (Foto: G. Germeshausen)
Nicole Curdt kommt von der Arbeit.

Von Kuriositäten „Up de Charmsüschen Wollfohrt“ wussten die Wallfahrerinnen Ursula Nordmann und Elisabeth Krone zu berichten. Christa Bode erzählte ihr Erlebnis als Kind in der Kirche, wo sie sich wunderte „Mien Haut is wech“. Noch einmal kam das Original-Machraikenkind Elisabeth Krone zu Wort, die mit ein paar Tränen im Auge all das beklagte, was es früher alles im Dorf noch gab.

Aber auf die heutige Zeit bezogen, führte sie mit ihren nicht heiraten wollenden Markus Böhme und Lutz Göbert ein aufklärendes „Heiratsgespräch“. Carmen Heise war schließlich auf der Suche nach einem Mann. Einen besonderen Gag hatte Nicole Curdt parat. In Abständen kam die Jungbäuerin mit Mistegabel ganz kurz zu Wort. Aber auch die Altstars der Frünne glänzten mit eigenen Beiträgen: Lydia Langenohl „De Tähne komet“, Rita Maulhardt „Sommerbuffet“ und Reinhold Frölich, er schildert immer eigene Erfahrungen von „freuer“, so dieses Mal vom Ernten („met der Saaßen“). Auch Pfarrer Michael Kreye hatte es sich nicht nehmen lassen, den Frünnen einen Besuch abzustatten.
G. Germeshausen
Autor: en

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