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Spende für das „Haus Emmaus“

„Marie Curie“ Gymnasiums Worbis lief für guten Zweck

Mittwoch, 05. Oktober 2016, 15:46 Uhr
Das Haus Emmaus in Worbis ist Ort der Fürsorge, des Beistandes und auch der Freude. Betroffene und Angehörige in Krisensituationen, verursacht durch Krankheit, Leid und Trauer, finden dort Menschen, die sich Zeit nehmen – für sie da sind bis zum Schluss.Vor ein paar Tagen haben Gymnasiasten eine Spende übergeben...

Spendenübergabe (Foto: Hospizdienst) Spendenübergabe (Foto: Hospizdienst)

Hospizkoordinatorin Christiane Klett erhielt von Schülern der 10. Klasse des Marie-Curie-Gymnasiums einen Spendenscheck über 520 EUR aus einer Spendensammelaktion, die die Schüler zugunsten des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis an ihrer Schule
durchgeführt haben. Weitere Spendengelder in Höhe eines dreistelligen Betrages hat der Hospizdienst aus einem Spendenlauf erhalten, den die Schüler anlässlich ihres Schulfestes Anfang September durchgeführt haben.


Anfang September haben sich Schüler des Staatlichen Gymnasiums "Marie Curie" Worbis - von der 5. bis zur 10. Klassenstufe - an einem Spendenlauf beteiligt, der eingebettet war in ihr Schulfest. „Das Ziel der Schüler und Schülerinnen war von Anfang an klar“, blickt Constance Hunold, Leiterin des Ambulanten Hospiz- und palliativen Beratungszentrums "Haus Emmaus" auf die ersten Kontakte zurück.

Der Unterstützungsgedanke lag quasi „auf der Hand“ – befindet sich schließlich das „Haus Emmaus“ in unmittelbarer Nähe zum Gymnasium. Der Eigeninitiative der Schüler ist es auch zu verdanken, dass zusätzlich zum Spendenlauf noch eine Sammelaktion an der Schule gestartet wurde, die einen dreistelligen Spendenbetrag ermöglicht.

Als die Schülerinnen und Schüler die Spende an Constanze Hunold übergaben, zeigte sie sich erfreut und gerührt zugleich. Sie weiß genau, wo das Geld aktuell am Besten aufgehoben ist. „Im Trauerland für Kinder und jugendliche“ so Constanze Hunold´s spontane Antwort.

„Für Kinder und Jugendliche ist der Tod oft nicht begreifbar. Das Erfassen der Endgültigkeit ist ein schmerzhafter Prozess, der sich über einen langen Zeitraum erstrecken kann. Diesen Weg wollen wir mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam gehen. Hier gilt es, gemeinsam die Erinnerungen zu bewahren und neue Zukunftsaussichten zu erarbeiten, die Betroffenen zu stärken und ihnen einen Raum zum Erinnern und Trauern zu bieten - in unserem Trauerland.“

Christian Graf, Geschäftsführer der Caritativer Pflegedienst Eichsfeld gGmbH unterstreicht: „Wenn wir auch das Schicksal nicht ändern können, so können wir doch mit den Familien den Weg dorthin gestalten. Und dieser richtet sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen und Familien.“

Ehrenamtliche Hospizmitarbeiter unterstützen in dem Wunsch, die letzte Lebenszeit bewusst zu gestalten, wenn möglich in vertrauter Umgebung und sind Ansprechpartner bei Ängsten und Fragen im Hinblick auf Sterben, Tod und Trauer. Neben Erwachsenen benötigen Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen eine für sie abgestimmte Begleitung über Jahre.
Autor: en

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