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Grundschule in Großbodungen

Mit dem Titel "Schule mit Herz" ausgezeichnet

Montag, 31. Oktober 2016, 20:07 Uhr
Auch in diesem Jahr wieder fand im Kirchgrund in Großbodungen der diesjährige „Lauf in den Frühling“ statt. Die Schüler der Grundschule „Im Bodetal“ liefen um den Teich im Kirchgrund und wetteiferten um die größtmögliche Rundenzahl. Schließlich liefen die Schülerinnen und Schüler für den guten Zweck....

Grundschule Großbodungen (Foto: Stephan Masch) Grundschule Großbodungen (Foto: Stephan Masch)


Und so zahlte für jede zurückgelegte Runde zahlte ein selbstgewählter Sponsor einen vorher vereinbarten Geldbetrag. Natürlich feuerten Eltern, Großeltern und andere Sponsoren die kleinen Läufer kräftig an. Und so rannte getreu dem Motto „Kinder helfen Kindern“ jeder einzelne Läufer tapfer und voller Eifer für die gute Sache Runde um Runde.

Am Ende hatten die Sportler eine beachtliche Summe erlaufen, die teilweise dem Förderverein der Grundschule „Im Bodetal“ und mit 800 Euro dem Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gespendet wurde. Matthias Münch, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Kinderhospizverein, nahm die Spende dankend entgegen „Es ist immer wieder beeindruckend und bewundernswert, wenn sich Kinder für andere Kinder, denen es leider nicht so gut geht, mit so viel Begeisterung einsetzen. Wir freuen und sehr über diese Unterstützung.“, sagte Matthias Münch abschließend während der Spendenübergabe.

So wurde die Grundschule „Im Bodetal“ bei der heutigen Spendenübergabe weiterhin offiziell durch den Kinderhospizverein mit dem Titel „Schule mit Herz 2016“ ausgezeichnet. Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen.

Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder.

Über 30 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht.

Über 700 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert.

92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien - fernab von jeder Krankenhausathmosphäre. Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein.

Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Inititiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2017 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 750.000 Euro Investitionskosten benötigt.
Stephan Masch
Autor: en

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