Die 5. Jahreszeit ist eröffnet
Die Worbiser stürmen traditionell am 11.11. um 11.11 Uhr
Samstag, 12. November 2016, 10:07 Uhr
Für die Worbiser Karnevalisten war es in diesem Jahr kein Problem, den Schlüssel vom Bürgermeister zu fordern. Bruder Bernhard öffnete Punkt 11.11 Uhr das Tor zum Gülden Creutz und überreichte den etwas überraschten Närrinnen und Narren symbolisch den Schlüssel und die Stadtkasse, in die Ortsbürgermeister Thomas Rehbein im vergangenen Jahr 20 Euro privat investiert hatte und die immer noch da waren....
Der Ortsbürgermeister Thomas Rehbein selbst war aber nirgendwo zu sehen. Das hatte auch seinen Grund, denn Bruder Bernhard, alias Bernhard Berkhahn hatte ihn schon außer Gefecht gesetzt. Im vergangenen Jahr hatte er den Worbiser Karnevalisten versprochen, sich im letzter Jahr seiner Amtszeit auf ihre Seite zu stellen. So gingen denn alle vergnügt die Treppe im Haus hinauf - es musste niemand die Leiter erklimmen - und sahen im Zimmer einen gefesselten Ortsbürgermeister auf dem Stuhl sitzen. Immerhin hatte man ihm noch eine Flasche Bier gelassen, die Bruder Bernhard aber dann ihm noch wegnahm.
Nach zünftiger Karnevalsmusik ergriff dann Vorstandsvorsitzender Jürgen Worm das Wort und machte deutlich, dass Worbis immer an der Tradition festgehalten hat, am 11.11. um 11.11 Uhr die Schlüsselübergabe zu erstürmen. Wir wollen nicht meckern übern Saal, denn dieses Jahr, es wäre schön, hätten wir überhaupt erstmal ne Bühne stehen..., begann er seine Rede.
In den vergangenen Jahren konnten die Worbiser immer die Bühne von der Obereichsfeldhalle nutzen. Doch in diesem Jahr ist dort am 12. Februar eine Veranstaltung (Olaf - Der Flipper), die Bühne wird dann in Leinefelde gebraucht. Was also tun? Die Stadt kauft jetzt für die Obereichsfeldhalle eine neue Bühne (Kostenpunkt ca 40 000 Euro) und die alte kann dann von anderen ausgeliehen werden.
Jürgen Worm verwies noch darauf, dass man im eigenen WCC zwei Narren an höchster Position im Rathaus habe: zum einen Stadtbürgermeister Grosa und zum anderen Ortsbürgermeister Thomas Rehbein. Es fehle nur noch der Bundespräsident. Aber Vorsicht, die Konkurrenz schläft nicht. Denn Konkurrenz bekommen wir, ich sah es schon im Traum, wie Reinhardt und Stadermann Schloss Bellevue mit Burggraben und Steinschleuder umbauen..., sprach Jürgen Worm. Und mit ein bisschen Wehmut, dass es das letzte Mal im Gülden Creutz sei, dass sie am 11.11. hier stürmen - aber mit Blick auf nächstes Jahr: da wird die Flagge auf dem richtigen Rathaus gehisst.
Thomas Rehbein, der ja zugleich Karnevalspräsident in Worbis ist und Ortsbürgermeister wurde dann auch von seinen Fesseln befreit und ging nach Bruder Bernhard in die Bütt. Er sprach ihn auch im Namen des ganzen WCC den herzlichsten Dank für seine jahrelange Treue aus und überreichte natürlich auch ein Präsent. In seiner Rede sprach er zu aktuellen Dingen.
So fehlte ein wichtiges WCC-Mitglied: Marko Grosa. Als Stadtbürgermeister war er zum Termin mit einer Delegation in der neuen Birkunger Partnerstadt in Polen. Der Verkauf des Gülden Creutz sei kein Rückschritt, in das Haus komme neues Leben, auch kultureller Art. Das wird man bald auch vom alten Kloster sagen können. Worbis braucht nur noch 60 Krengeljäger, dann hat es 5000 Einwohner! Doch mit Baugebieten sind es eher mau aus für die nächsten Jahre.
Das Thema Gebietsreform ließ Thomas Rehbein auch nicht aus. Er dankte den Vereinen von Worbis und dem Kinderparlament und betonte, dass es nur die Worbiser schaffen, jedes Jahr am 11.11. um 11.11 Uhr das Rathaus zu stürmen und den Schlüssel vom Bürgermeister zu fordern.
Ilka Kühn
Autor: enDer Ortsbürgermeister Thomas Rehbein selbst war aber nirgendwo zu sehen. Das hatte auch seinen Grund, denn Bruder Bernhard, alias Bernhard Berkhahn hatte ihn schon außer Gefecht gesetzt. Im vergangenen Jahr hatte er den Worbiser Karnevalisten versprochen, sich im letzter Jahr seiner Amtszeit auf ihre Seite zu stellen. So gingen denn alle vergnügt die Treppe im Haus hinauf - es musste niemand die Leiter erklimmen - und sahen im Zimmer einen gefesselten Ortsbürgermeister auf dem Stuhl sitzen. Immerhin hatte man ihm noch eine Flasche Bier gelassen, die Bruder Bernhard aber dann ihm noch wegnahm.
Nach zünftiger Karnevalsmusik ergriff dann Vorstandsvorsitzender Jürgen Worm das Wort und machte deutlich, dass Worbis immer an der Tradition festgehalten hat, am 11.11. um 11.11 Uhr die Schlüsselübergabe zu erstürmen. Wir wollen nicht meckern übern Saal, denn dieses Jahr, es wäre schön, hätten wir überhaupt erstmal ne Bühne stehen..., begann er seine Rede.
In den vergangenen Jahren konnten die Worbiser immer die Bühne von der Obereichsfeldhalle nutzen. Doch in diesem Jahr ist dort am 12. Februar eine Veranstaltung (Olaf - Der Flipper), die Bühne wird dann in Leinefelde gebraucht. Was also tun? Die Stadt kauft jetzt für die Obereichsfeldhalle eine neue Bühne (Kostenpunkt ca 40 000 Euro) und die alte kann dann von anderen ausgeliehen werden.
Jürgen Worm verwies noch darauf, dass man im eigenen WCC zwei Narren an höchster Position im Rathaus habe: zum einen Stadtbürgermeister Grosa und zum anderen Ortsbürgermeister Thomas Rehbein. Es fehle nur noch der Bundespräsident. Aber Vorsicht, die Konkurrenz schläft nicht. Denn Konkurrenz bekommen wir, ich sah es schon im Traum, wie Reinhardt und Stadermann Schloss Bellevue mit Burggraben und Steinschleuder umbauen..., sprach Jürgen Worm. Und mit ein bisschen Wehmut, dass es das letzte Mal im Gülden Creutz sei, dass sie am 11.11. hier stürmen - aber mit Blick auf nächstes Jahr: da wird die Flagge auf dem richtigen Rathaus gehisst.
Thomas Rehbein, der ja zugleich Karnevalspräsident in Worbis ist und Ortsbürgermeister wurde dann auch von seinen Fesseln befreit und ging nach Bruder Bernhard in die Bütt. Er sprach ihn auch im Namen des ganzen WCC den herzlichsten Dank für seine jahrelange Treue aus und überreichte natürlich auch ein Präsent. In seiner Rede sprach er zu aktuellen Dingen.
So fehlte ein wichtiges WCC-Mitglied: Marko Grosa. Als Stadtbürgermeister war er zum Termin mit einer Delegation in der neuen Birkunger Partnerstadt in Polen. Der Verkauf des Gülden Creutz sei kein Rückschritt, in das Haus komme neues Leben, auch kultureller Art. Das wird man bald auch vom alten Kloster sagen können. Worbis braucht nur noch 60 Krengeljäger, dann hat es 5000 Einwohner! Doch mit Baugebieten sind es eher mau aus für die nächsten Jahre.
Das Thema Gebietsreform ließ Thomas Rehbein auch nicht aus. Er dankte den Vereinen von Worbis und dem Kinderparlament und betonte, dass es nur die Worbiser schaffen, jedes Jahr am 11.11. um 11.11 Uhr das Rathaus zu stürmen und den Schlüssel vom Bürgermeister zu fordern.
Ilka Kühn

























