Große Demonstration auf dem Friedensplatz in Heilbad Heiligenstadt
Das Eichsfeld soll Eichsfeld bleiben!
Samstag, 12. November 2016, 20:02 Uhr
Die Initiative Pro Eichsfeld hatte vor wenigen Tagen zu einer Demonstration gegen die geplante Gebietsreform und die Zwangsfusionierung mit dem Unstrut Hainich Kreis. Auf dem Friedensplatz in Heilbad Heiligenstadt standen heute mehr als Tausend Menschen, viele mit Kerzen in der Hand, Fahnen und auch Transparenten. Es erinnerte sehr an den 9. November 1989....
Eine Bühne war an der Seite der Kirche aufgebaut, Lautsprecher übertrugen die Reden auch bis auf den letzten Platz. Es war eine Stimmung, die zeigte, hier stehen Menschen, die für etwas einstehen, für das Eichsfeld. Klare Worte und unmissverständliche Argumente für ein Bestehen des Eichsfeldes ertönten. Sie machten die derzeit unüberlegte Politik des Freistaates mehr als deutlich. Dafür sind wir nicht im November 1989 auf die Straße gegangen, aber wir werden es wieder tun, nicht nur am heutigen Abend, war von vielen Demonstranten zu hören.
Landrat Dr. Werner Henning brachte eindeutige Argumente, warum es im Eichsfeld so ist, wie es ist, was es von anderen unterscheidet und warum eine Fusion mit anderen Kreisen nicht förderlich sei.
Darüberhinaus sparte er auch nicht mit Kritik an bestimmten Entscheidungen von Landesregierung und dem Unstrut Hainich Kreis, die ehemalige Görmar-Kaserne betreffend. (Die komplette Rede können Sie im nachfolgenden Artikel lesen.)
Landtagsabgeordneter Gerold Wucherpfennig sagte u.a. heute auf dem Friedensplatz: "... in Artikel 92 der Thüringer Landesverfassung steht, dass Landkreise aus Gründen des öffentlichen Wohls geändert werden können. Meine lieben Eichsfelderinnen und Eichsfelder, ich frage mich: Welches öffentliche Wohl liegt denn vor, einen wirtschaftlich und finanziell erfolgreichen, sozio-kulturell homogenen Landkreis zu zerschlagen?"
Wolfgang Benisch, Bürgermeister von Kirchworbis, erinnerte an das Bürgerbegehren und sagte, dass diese Demon heute in Heilbad Heiligenstadt als Funke auch auf andere Überspringen möge. Anfang des Jahres werden übrall Unterschriftenlisten ausgeteilt gegen das Vorschaltgesetz zur Durchführung der Gebietsreform in Thüringen.
Matthias Bollwahn sagte, dass er vor 27 Jahren auf einem DDR-Anhänger für die Demokratie gestanden habe. Jetzt würde man eine Partei erleben, die uns und ihre eigenen Freunde im Eichsfeld verkauft.
Altbürgermeister Bernd Beck erinnerte an die Kofferdemo und fügte an, dass es so kommen wird, dass wir wieder mit Koffern in Richtung Niedersachsen ziehen würden. Er hätte nicht gedacht, dass er nach 27 Jahren an fast gleicher Stelle nun für den Erhalt des Eichsfeldes zu kämpfen. Wenn es heute Abend nicht reicht, werden wir wiederkommen sagte er.
Begleitet von den Lutter-Musikanten sangen die Demonstranten das Eichsfeld-Lied und auch die deutsche Nationalhymne bevor sie ihre Kerzen auf eine den Landkreis Eichsfeld und seine Grenzen zeigende Karte niederlegten.
Autor: enEine Bühne war an der Seite der Kirche aufgebaut, Lautsprecher übertrugen die Reden auch bis auf den letzten Platz. Es war eine Stimmung, die zeigte, hier stehen Menschen, die für etwas einstehen, für das Eichsfeld. Klare Worte und unmissverständliche Argumente für ein Bestehen des Eichsfeldes ertönten. Sie machten die derzeit unüberlegte Politik des Freistaates mehr als deutlich. Dafür sind wir nicht im November 1989 auf die Straße gegangen, aber wir werden es wieder tun, nicht nur am heutigen Abend, war von vielen Demonstranten zu hören.
Landrat Dr. Werner Henning brachte eindeutige Argumente, warum es im Eichsfeld so ist, wie es ist, was es von anderen unterscheidet und warum eine Fusion mit anderen Kreisen nicht förderlich sei.
Darüberhinaus sparte er auch nicht mit Kritik an bestimmten Entscheidungen von Landesregierung und dem Unstrut Hainich Kreis, die ehemalige Görmar-Kaserne betreffend. (Die komplette Rede können Sie im nachfolgenden Artikel lesen.)
Landtagsabgeordneter Gerold Wucherpfennig sagte u.a. heute auf dem Friedensplatz: "... in Artikel 92 der Thüringer Landesverfassung steht, dass Landkreise aus Gründen des öffentlichen Wohls geändert werden können. Meine lieben Eichsfelderinnen und Eichsfelder, ich frage mich: Welches öffentliche Wohl liegt denn vor, einen wirtschaftlich und finanziell erfolgreichen, sozio-kulturell homogenen Landkreis zu zerschlagen?"
Wolfgang Benisch, Bürgermeister von Kirchworbis, erinnerte an das Bürgerbegehren und sagte, dass diese Demon heute in Heilbad Heiligenstadt als Funke auch auf andere Überspringen möge. Anfang des Jahres werden übrall Unterschriftenlisten ausgeteilt gegen das Vorschaltgesetz zur Durchführung der Gebietsreform in Thüringen.
Matthias Bollwahn sagte, dass er vor 27 Jahren auf einem DDR-Anhänger für die Demokratie gestanden habe. Jetzt würde man eine Partei erleben, die uns und ihre eigenen Freunde im Eichsfeld verkauft.
Altbürgermeister Bernd Beck erinnerte an die Kofferdemo und fügte an, dass es so kommen wird, dass wir wieder mit Koffern in Richtung Niedersachsen ziehen würden. Er hätte nicht gedacht, dass er nach 27 Jahren an fast gleicher Stelle nun für den Erhalt des Eichsfeldes zu kämpfen. Wenn es heute Abend nicht reicht, werden wir wiederkommen sagte er.
Begleitet von den Lutter-Musikanten sangen die Demonstranten das Eichsfeld-Lied und auch die deutsche Nationalhymne bevor sie ihre Kerzen auf eine den Landkreis Eichsfeld und seine Grenzen zeigende Karte niederlegten.

















