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Birkungen - Nowe

Erinnerungen an viele herzliche Begegnungen

Mittwoch, 16. November 2016, 14:48 Uhr
Erinnerungen an viele herzliche Begegnungen hat die siebenköpfige Delegation aus Leinefelde-Worbis nach ihrem Besuch in der polnischen Partnerstadt Nowe mit nach Hause genommen....(Ein Bericht von Natalie Hünger)

Auf dem Marktplatz (Foto: Natalie Hünger) Auf dem Marktplatz (Foto: Natalie Hünger)

Festlichkeiten zum Unabhängigkeitstag auf dem Marktplatz in Nowe, Bürgermeister Marko Grosa hält eine Ansprache

Marko Grosa, Stadtchef von Leinefelde-Worbis, Birkungens Ortsteilbürgermeister Michael Apel, Natalie Hünger als Fachgebietsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und Kultur der Stadt Leinefelde-Worbis, Matthias Hagedorn, Simon und Josef Döring als Vertreter der Birkunger Feuerwehr und Tadeusz Loranty aus Birkungen waren ins Nachbarland gereist, um an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag, der in Polen jedes Jahr am 11. November begangen wird, in Nowe teilzunehmen.

Erinnerungsfoto (Foto: Natalie Hünger) Erinnerungsfoto (Foto: Natalie Hünger)

6601: Erinnerungsfoto vom Begrüßungsabend mit Nowes Bürgermeister Czeslaw Wolinski (Mitte)

Nowe ist eine Kleinstadt mit gut 6000 Einwohnern und Teil einer Landgemeinde mit zehn Ortsteilen und insgesamt etwa 10000 Einwohnern. Sie liegt rund 80 Kilometer südlich von Danzig an der Weichsel. Die Partnerschaft von Birkungen mit der polnischen Kommune wurde erst im August dieses Jahres besiegelt. Anlass war die 825-Jahrfeier des Ortsteils Birkungen.

Nowes Bürgermeister Czeslaw Wolinksi freute sich, dass es mit dem Gegenbesuch noch in diesem Jahr geklappt hat. Nach rund zehn Stunden Fahrt wurden die Eichsfelder am vergangenen Mittwoch herzlich in Nowe begrüßt. Das gemeinsame Abendessen mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der Feuerwehr aus Nowe bot bereits Gelegenheit, sich näher kennenzulernen. Als Dolmetscher fungierten Tadeusz Moranty aus Birkungen, der aus Polen stammt und seit rund 40 Jahren in Deutschland lebt, und Deutsch-Lehrerin Anna Dowhan aus Nowe.

Am nächsten Tag lernten die Gäste die Stadt Nowe und einige Ortsteile der Landgemeinde bei einer Rundfahrt kennen, schauten sich zum Beispiel das Stadion und die neu gebaute Drei-Felder-Sporthalle, Kirchen, einen alten, liebevoll gepflegten Friedhof und eine Schule sowie Hochwasserschutzanlagen an der Weichsel an. Die Birkunger Feuerwehrleute erkundeten die Feuerwache in Nowe, während die Vertreter der Stadtverwaltung die Aufführung einer Amateur-Theatergruppe im Vorfeld des Nationalfeiertages im Kulturhaus erlebten. Abends traf man sich zum Austausch im Feuerwehrhaus – und konnte die polnischen Feuerwehrleute beim Ausrücken zu zwei Einsätzen beobachten. Leider kamen an diesem Abend bei einem Verkehrsunfall drei junge Menschen ums Leben.

Theateraufführung (Foto: Natalie Hünger) Theateraufführung (Foto: Natalie Hünger)

Apple2: Theateraufführung im Kulturhaus in Nowe

Der Unabhängigkeitstag selbst begann mit einem festlichen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Hier wurde eine neue Gemeindefahne geweiht und in Begleitung vieler Vereine, Verbände, Schüler und einer Ehrenkompanie der polnischen Armee auf den Marktplatz getragen, wo die Feierlichkeiten fortgesetzt wurden.

Besuch bei der Feuerwehr (Foto: Natalie Hünger) Besuch bei der Feuerwehr (Foto: Natalie Hünger)

Apple7: Zu Besuch bei einer kleinen Feuerwehr in einem Ortsteil der Landgemeinde Nowe, von links: der Wehrleiter von Nowe, Jaroslaw Steinborn, von der Feuerwehr Birkungen Josef Döring, Simon Döring und Matthias Hagedorn

Bürgermeister Marko Grosa richtete einige Worte an die Einwohner Nowes, bedankte sich dafür, dass die Eichsfelder an diesem wichtigen Tag dabei sein durften.
Am Nachmittag war die Abordnung aus dem Eichsfeld im Nower Kulturhaus zu einem Streichkonzert des „Baltic-Kwartet“ eingeladen, das Filmmusik zum Besten gab. Vorher unternahmen sie noch einen kleinen Ausflug in die Stadt Gniew, etwa 20 Kilometer nördlich von Nowe gelegen.

Dort besuchten sie die berühmte Raubritterburg, die heute unter anderem als Jugendherberge dient und jedes Jahr zahlreiche Touristen anlockt. Besonders spannend war die Besichtigung des Folterkellers, ein Teil des Museums, in dem recht anschaulich dargestellt ist, welche Methoden angewendet wurden, um die Gefangenen beispielsweise zu Geständnissen zu zwingen.
Wie es mit der Städtepartnerschaft weitergehen soll, darüber wurde beim Abschiedsabend im Restaurant am „Hexensee“ am Ortsrand von Nowe gesprochen.

So haben die Vertreter beider Städte vereinbart, dass als Zeichen der Freundschaft in Nowe und in Birkungen ein Gedenkstein aufgestellt werden soll. Gefreut haben sich die Eichsfelder darüber, dass ihre polnischen Freunde Hilfe beim Reparieren eines alten Feuerwehrfahrzeuges angeboten haben. Dort gibt es noch Stellmacher, die in der Lage sind, ein hölzernes Rad zu reparieren.
Natalie Hünger
Stadtverwaltung Leinefelde-Worbis

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