DLRG Eichsfeld
Schwimmen für Rollstuhlfahrer
Samstag, 10. Dezember 2016, 14:50 Uhr
Fachkundigen Rettungsschwimmern der DLRG Eichsfeld gelang es, Behinderten eine gleichberechtigte Teilhabe im Schwimmen ehrenamtlich zu ermöglichen und dokumentierten ihre Arbeit. Viele Sportarten standen in der Demenzforschung bereits im Mittelpunkt, aber nicht so das Schwimmen....
Stützhilfe zum Verlassen oder Hinsetzen. Ausbilderin Silvia Linke demonstriert den richtigen Ablauf
In der bundesweit einmaligen Assistenz beim Brustschwimmen eines 100 Prozent Schwerbeschädigten, an Alzheimer erkrankten Rollstuhlfahrers und ehemaligen DLRG-Rettungsschwimmers konnten die erfahrenen Retter auf eigene Erkenntnisse sowie auf wissenschaftlichen Studien, auch aus der Raumfahrt, zurückgreifen.
So erforscht die Max-Planck-Gesellschaft Göttingen das Wirkprinzip biologische Nanomaschinen in der biophysikalischen Grundlagenforschung und bietet so analog Lösungen gegen Alzheimer und vielen anderen Krankheitsgeiseln an. Als Ergebnis stellten die Begleiter nach dem Schwimmen immer wieder eine Verbesserung in der Kommunikation und in der Bewegung fest. Dies bestätigt somit die Forschungsergebnisse.
Die DLRG-Verbandszeitschrift Lebensretter gab jetzt Anlass für eine besondere Ausbildungsstunde im Leinefelder Leinebad. Rollstuhlfahrer sind durch ihre Bewegungseinschränkungen vielfach benachteiligt. 2016 wurden zwei Einsatzfahrzeuge der DLRG zu einem Unfall alarmiert: Eine Rollstuhlfahrerin fuhr aus ungeklärten Gründen in einen See in Niedersachsen und kippte um… Einsatzabbruch, Rettung erfolgte durch Passanten vor Ort.
Diese Einsatztagebucheintragung nahmen die Rettungsschwimmer und Ausbilder der DLRG Eichsfeld zum Anlass, sich in die Behinderungen eines Rollstuhlfahrers praxisnah hineinzudenken und entwickelten aus dem erworbenen Basiswissen modifizierte Hilfsstrategien zur Bergung und Rettung von Rollstuhlfahrern.
Zunächst mussten sich die Rettungsschwimmer in die selbstbestimmte, aber auch problemreiche Lebensführung eines Rollstuhlfahrers hineinversetzten. Die Lebensretter erfuhren Basiswissen zum Rollstuhl und testeten die 4 Bremsen, die abnehmbaren, wegklappbaren Fußstützen, die abnehmbaren Armlehnen, die verstellbare Rückenlehne ….
Die Bergung aus Fahrzeugen und Verunglückten aus dem Wasser ist bekannt. Nun galt es den Praxistest in Echtsituation zu meistern: Sicherung des Rollstuhls durch Feststellen der Bremsen, Zugangs-und Freibereiche am Rollstuhl schaffen, Stützhilfe durch einen oder zwei Helfer.
Schnell erfassten die Ersthelfer die richtige Ablauftaktik. Dabei wurde z. B. auf das einheitliche, gemeinsame Handeln geachtet und das rückenschonende Aufrichten in den Mittelpunkt gestellt.
Einhelliges Fazit bereits in der Trainingsstunde: Dieses Wissen kann man nicht nur in Notsituationen anwenden. Viele Rollstuhlfahrer freuen sich und sind dankbar, wenn ihnen auch ungefragt fachkundige Hilfe angeboten wird.
Sören Baumgarten
Autor: enStützhilfe zum Verlassen oder Hinsetzen. Ausbilderin Silvia Linke demonstriert den richtigen Ablauf
In der bundesweit einmaligen Assistenz beim Brustschwimmen eines 100 Prozent Schwerbeschädigten, an Alzheimer erkrankten Rollstuhlfahrers und ehemaligen DLRG-Rettungsschwimmers konnten die erfahrenen Retter auf eigene Erkenntnisse sowie auf wissenschaftlichen Studien, auch aus der Raumfahrt, zurückgreifen.
So erforscht die Max-Planck-Gesellschaft Göttingen das Wirkprinzip biologische Nanomaschinen in der biophysikalischen Grundlagenforschung und bietet so analog Lösungen gegen Alzheimer und vielen anderen Krankheitsgeiseln an. Als Ergebnis stellten die Begleiter nach dem Schwimmen immer wieder eine Verbesserung in der Kommunikation und in der Bewegung fest. Dies bestätigt somit die Forschungsergebnisse.
Die DLRG-Verbandszeitschrift Lebensretter gab jetzt Anlass für eine besondere Ausbildungsstunde im Leinefelder Leinebad. Rollstuhlfahrer sind durch ihre Bewegungseinschränkungen vielfach benachteiligt. 2016 wurden zwei Einsatzfahrzeuge der DLRG zu einem Unfall alarmiert: Eine Rollstuhlfahrerin fuhr aus ungeklärten Gründen in einen See in Niedersachsen und kippte um… Einsatzabbruch, Rettung erfolgte durch Passanten vor Ort.
Diese Einsatztagebucheintragung nahmen die Rettungsschwimmer und Ausbilder der DLRG Eichsfeld zum Anlass, sich in die Behinderungen eines Rollstuhlfahrers praxisnah hineinzudenken und entwickelten aus dem erworbenen Basiswissen modifizierte Hilfsstrategien zur Bergung und Rettung von Rollstuhlfahrern.
Zunächst mussten sich die Rettungsschwimmer in die selbstbestimmte, aber auch problemreiche Lebensführung eines Rollstuhlfahrers hineinversetzten. Die Lebensretter erfuhren Basiswissen zum Rollstuhl und testeten die 4 Bremsen, die abnehmbaren, wegklappbaren Fußstützen, die abnehmbaren Armlehnen, die verstellbare Rückenlehne ….
Die Bergung aus Fahrzeugen und Verunglückten aus dem Wasser ist bekannt. Nun galt es den Praxistest in Echtsituation zu meistern: Sicherung des Rollstuhls durch Feststellen der Bremsen, Zugangs-und Freibereiche am Rollstuhl schaffen, Stützhilfe durch einen oder zwei Helfer.
Schnell erfassten die Ersthelfer die richtige Ablauftaktik. Dabei wurde z. B. auf das einheitliche, gemeinsame Handeln geachtet und das rückenschonende Aufrichten in den Mittelpunkt gestellt.
Einhelliges Fazit bereits in der Trainingsstunde: Dieses Wissen kann man nicht nur in Notsituationen anwenden. Viele Rollstuhlfahrer freuen sich und sind dankbar, wenn ihnen auch ungefragt fachkundige Hilfe angeboten wird.
Sören Baumgarten

