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Auszeichnung für Hernienchirurgie

St. Martini erhält Qualitätssiegel

Samstag, 10. Dezember 2016, 21:06 Uhr
Die Deutsche Herniengesellschaft hat dem St. Martini Krankenhaus das DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie verliehen. Das Siegel stellt die erste Zertifizierungsstufe der Fachgesellschaft dar. Im St. Martini werden jedes Jahr mehr als 180 Hernienpatienten operativ behandelt....

Auszeichnung (Foto: Krankenhaus St. Martini) Auszeichnung (Foto: Krankenhaus St. Martini)

Dr. med. Udo Iseke, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie, und Krankenhausgeschäftsführer Markus Kohlstedde freuen sich über das DHG-Siegel.

Im Rahmen des Siegels werden diese Operationen in ein Register eingebracht und Bestandteil von Qualitätssicherungsstudien der Herniamed-Gesellschaft. Durch wissenschaftliche Auswertungen der Operationen, der Operationsergebnisse und der Nachkontrollen werden sowohl die Qualität gesichert als auch neue Erkenntnisse den Medizinern einrichtungsübergreifend schnell zugänglich.

Hernien, also Eingeweidebrüche, treffen knapp ein Drittel aller Männer und nur drei Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens. Die Brüche können durch angeborene Schwachstellen, Bindegewebsschwäche oder Narbengewebe nach Operationen entstehen.

Durch erhöhten Druck z.B. durch schweres Heben oder auch starkes Husten, kann es dann zum Bruch der Schwachstelle kommen.. Durch einen solchen Bruch können innenliegende Organe nach außen dringen. Dann besteht die Gefahr der Einklemmung oder lebensgefährlichen Strangulation von Eingeweiden, besonders des Darms.

„Eingeweidebrüche schließen sich nicht von selbst, sie sollten operativ versorgt werden. Rechtzeitig operiert, ist eine Hernie in der Regel völlig ungefährlich. Wir haben viel Erfahrung und Routine mit Hernienoperationen“, erklärt Dr. Udo Iseke, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie und Ärztlicher Direktor des St. Martini Krankenhauses. „Gut tastbare Vorwölbungen bzw. Schwellungen, Druckgefühl und ziehende Schmerzen, sind Alarmsignale. Sie sollten dann Belastungen vermeiden und schnellstens ins Krankenhaus kommen“, weiß der Duderstädter Visceralchirurg.

„Die Verleihung des DHG-Siegels würdigt unsere Motivation, uns für unsere Patientinnen und Patienten beständig zu entwickeln, niemals stehen zu bleiben und die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten“, freut sich Geschäftsführer Markus Kohlstedde.
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