Aus dem Polizeibericht
86jähriger wendet auf Autobahn
Dienstag, 02. Mai 2017, 07:24 Uhr
Ein 86 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Gotha wendete auf der Autobahn A7 bei Göttingen und fuhr mehrere Kilometer in falscher Richtung als Geisterfahrer. 40 Notrufe gingen bei der Polizei ein....
Ein 86 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Gotha hat nach ersten Ermittlungen am Sonntagabend gegen 20.15 Uhr auf der A 7 in Fahrtrichtung Kassel mit seinem PKW gewendet und ist anschließend rund fünf Kilometer als Geisterfahrer in Richtung Göttingen gefahren.
Dabei soll es nach Zeugenaussagen zu mehreren brenzligen Gefahrensituationen gekommen sein. Wie durch ein Wunder ereigneten sich aber keine Unfälle. Zu verdanken dürfte dies der schnellen Reaktion der anderen Autofahrer gewesen sein. Auf dem betroffenen Streckenabschnitt besteht keine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen fuhr der Senior mit
seinem BMW im Autobahndreieck Drammetal zunächst ordnungsgemäß von
der A 38 auf die A 7 in Richtung Kassel auf. Zeugen berichteten, dass
der 86-Jährige dann plötzlich wendete. Trotz zahlreicher Versuche
anderer Autofahrer, dieses Vorhaben durch Warnen mit Lichtzeichen zu
verhindern, setzte der Mann seine Fahrt danach unbeirrt mit zügigem
Tempo und ohne Licht auf dem Überholfahrstreifen in Richtung
Göttingen fort. Ihm dabei mit Geschwindigkeiten von teilweise 160 bis
zu 180 km/h entgegenkommende Fahrzeuge konnten nach derzeit
vorliegenden Informationen in mehreren Fällen dem Auto des Mannes
nur im allerletzten Moment ausweichen, darunter auch eine vierköpfige
Familie aus Süddeutschland.
In der Folge gingen bei Polizei und Feuerwehr innerhalb kürzester
Zeit rund 40 Notrufe ein.
Aufgrund von Benzinmangel blieb der PKW des 86-Jährigen zum Glück
bereits wenige Minuten später in Höhe der Gemarkung
Mengershausen/Tiefenbrunn auf dem linken Fahrstreifen liegen. Eine
auf die Situation zukommende Rettungswagenbesatzung sicherte die
Gefahrenstelle sofort ab. Der BMW wurde anschließend auf den
Standstreifen umgesetzt und später abgeschleppt.
Eine Funkstreife der Autobahnpolizei kümmerte sich um den Fahrer
des Wagens und brachte ihn zum nahegelegenen Stützpunkt in
Mengershausen. Hier machte der Thüringer während seiner Befragung
einen zeitlich und räumlich desorientierten Eindruck auf die Beamten.
Der Führerschein des 86-Jährigen wurde beschlagnahmt. Verständige
Angehörige nahmen in am Abend mit nach Hause.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Autor: enEin 86 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Gotha hat nach ersten Ermittlungen am Sonntagabend gegen 20.15 Uhr auf der A 7 in Fahrtrichtung Kassel mit seinem PKW gewendet und ist anschließend rund fünf Kilometer als Geisterfahrer in Richtung Göttingen gefahren.
Dabei soll es nach Zeugenaussagen zu mehreren brenzligen Gefahrensituationen gekommen sein. Wie durch ein Wunder ereigneten sich aber keine Unfälle. Zu verdanken dürfte dies der schnellen Reaktion der anderen Autofahrer gewesen sein. Auf dem betroffenen Streckenabschnitt besteht keine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen fuhr der Senior mit
seinem BMW im Autobahndreieck Drammetal zunächst ordnungsgemäß von
der A 38 auf die A 7 in Richtung Kassel auf. Zeugen berichteten, dass
der 86-Jährige dann plötzlich wendete. Trotz zahlreicher Versuche
anderer Autofahrer, dieses Vorhaben durch Warnen mit Lichtzeichen zu
verhindern, setzte der Mann seine Fahrt danach unbeirrt mit zügigem
Tempo und ohne Licht auf dem Überholfahrstreifen in Richtung
Göttingen fort. Ihm dabei mit Geschwindigkeiten von teilweise 160 bis
zu 180 km/h entgegenkommende Fahrzeuge konnten nach derzeit
vorliegenden Informationen in mehreren Fällen dem Auto des Mannes
nur im allerletzten Moment ausweichen, darunter auch eine vierköpfige
Familie aus Süddeutschland.
In der Folge gingen bei Polizei und Feuerwehr innerhalb kürzester
Zeit rund 40 Notrufe ein.
Aufgrund von Benzinmangel blieb der PKW des 86-Jährigen zum Glück
bereits wenige Minuten später in Höhe der Gemarkung
Mengershausen/Tiefenbrunn auf dem linken Fahrstreifen liegen. Eine
auf die Situation zukommende Rettungswagenbesatzung sicherte die
Gefahrenstelle sofort ab. Der BMW wurde anschließend auf den
Standstreifen umgesetzt und später abgeschleppt.
Eine Funkstreife der Autobahnpolizei kümmerte sich um den Fahrer
des Wagens und brachte ihn zum nahegelegenen Stützpunkt in
Mengershausen. Hier machte der Thüringer während seiner Befragung
einen zeitlich und räumlich desorientierten Eindruck auf die Beamten.
Der Führerschein des 86-Jährigen wurde beschlagnahmt. Verständige
Angehörige nahmen in am Abend mit nach Hause.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
