Neues aus dem Eichsfeld Klinikum
Dr. Lutz Pickart verstärkt als Chefarzt das Team
Freitag, 07. Juli 2017, 14:17 Uhr
Im Eichsfeld Klinikum hat es einen Wechsel gegeben. Seit dem 1. Juli ist Dr. Lutz Pickart neuer Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie. Der 55jährige gilt als Experte auf diesem Gebiet. Wir konnten ihn persönlich kennenlernen....
v.li. Dr. Uwe Schotte, Ärzlicher Direktor, Dr. Lutz Pickart, Chefarzt Allgemein- und Visceralchirurgie und Geschäftsführer Franz Klöckner. (Foto: Ilka Kühn)
v.li. Dr. Uwe Schotte, Ärzlicher Direktor, Dr. Lutz Pickart, Chefarzt Allgemein- und Visceralchirurgie und Geschäftsführer Franz Klöckner
Jetzt ist Dr. Lutz Pickart die erste Woche am Eichsfeld Klinikum. Sicher ist noch vieles neu für ihn an seiner Wirkungsstätte in Reifenstein, aber das triff eher nur auf das Gebäude und das Team zu. In der Visceralchirurgie/Proktokologie (alles, was mit dem Bauchraum und Darm zu tun hat) gilt er als Spezialist. Deshalb freut es Franz Klöckner ganz besonders, dass Dr. Pickart für das Eichsfeld Klinikum gewonnen werden konnte.
Dr. Uwe Schotte hatte seit 2003 die Allgemein und Visceralchirurgie geleitet und war seit 2007 als Ärztlicher Direktor im Nebenamt tätig. Er ist froh über die Änderung, weil sie Freiräume schafft für das wichtige Amt eines ärztlichen Direktors.In einem Unternehmen mit drei Betriebsstätten, zehn Fachabteilungen und 1000 Mitarbeitern sind die Aufgaben sehr umfangreich.
In den letzten Jahren gab es viele Strukturveränderungen, die auch dazu beigetragen haben, dass das Eichsfeld Klinikum einen sicheren Stand in der Region und in Thüringen hat. Fast 100 Ärzte sind hier tätig. Mit einem hauptamtlichen Ärztlichen Direktor kann man so dem gesamten Team besser den Rücken stärken, erklärt Geschäftsführer Franz Klöckner.
Thüringen hebe sich auch hervor mit Qualitätskriterien, die in anderen Teilen Deutschlands noch gar nicht so üblich sind und deshalb auch das Eichsfeld Klinikum vor immer neue Veränderungen stelle und auch weiterhin gut aufgestellt sein möchte, fügte er an.
Fachkräftemangel auch bei Ärzten ist nicht neu, das Eichsfeld Klinikum möchte deshalb schon rechtzeitig junge Ärzte für das Haus begeistern.
Der Neue im Team sieht seine Herausforderung in einer optimalen, spezialisierten und individuellen Betreuung des anvertrauten Patienten. Die Aufgaben sind sehr vielfältig, auch wenn es viel Verwaltungstätigkeit gibt, im Mittelpunkt steht der Patient. Dr. Pickart war langjährig als Chirurg am Hufeland Klinikum in Bad Langensalza tätig.
Er ist Facharzt für Chirurgie und Visceralchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Visceralchirurgie sowie Proktologie und verfügt über das Fortbildungszertifikat für Ärzte der Landesärztekammer Thüringen. Im Rahmen der Facharztausbildungen war er am Klinikum Erfurt und an der O.-v.-Guericke-Universität Magdeburg tätig.
Zusätzlich zur Funktion als Leitender Oberarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie/Proktologie in Bad Langensalza wurde er dort 2006 zum Chefarzt der OP-Abteilung berufen. Erfolgreich konnte er das Zertifikat Zertifizierter OP-Manager VOPM erlangen. Dr. Pickart ist Gründungsmitglied des Verbandes für OP-Management e.V. (VOPM) und seit 2007 im Bundesvorstand.
Das Eichsfeld Klinikum und hier speziell die komplexe Tumorchirurgie hat sich zum Ziel gesetzt, zertifiziertes Darmkrebszentrum für die Behandlung von Tumoren des Dick- und Mastdarmes zu werden. Der Weg dahin ist bereits von Dr. Schotte vorbereitet worden. Für Dr. Pickart bedeutet es jetzt, die weiterführende Phase umzusetzen. Er hat bereits diesen aufwändigen Zertifizierungsprozess in Bad Langensalza mitgemacht und ein Darmkrebszentrum aufgebaut.
Er weiß, wie vielschichtig dieses Thema ist. Für die Patienten und ihre Angehörigen ist es dann sicher auch zum Vorteil, wenn sie in Reifenstein operiert werden können. Radiologie, Strahlentherapie, ein speziell ausgebildeter Onkologe, psychologische Betreuung - die Voraussetzungen sind bereits da.
Dr. Pickart freut es besonders, dass das Eichsfeldklinikum schon über ein sogenanntes Tumorboard verfügt, das bedeutet, das sich alle Kollegen der unteerschiedlichen Fachschaften treffen und die jeweiligen Fälle gemeinsam besprechen und vor allem auch gemeinsam die Therapie absprechen, erklärt der neue Chefarzt. Es gibt klare Leit- und Richtlinien, nach denen die Patienten behandelt werden.
Ein Darmkrebszentrum sei mehr, als ins Krankenhaus zu kommen, sich operieren zu lassen und zu hoffen, dass alles gut geht. Der Patient muss davor und auch danach begleitet werden, sagt Dr. Lutz Pickart. Was uns allen sehr am Herzen liegt ist, dass die Ärzte in der Region wissen, dass der ärztliche Kontakt auch untereinander für das Wohl des Patienten besteht, betont er.
Das angestrebte Qualitätssiegel - die Zertifizierung - schließt einen über Jahre dauernden Prozess ab. Dem Patienten wird damit auch offiziell bescheinigt, dass er hier eine optimale Betreuung vorfindet. Wir wollen also von außen überprüfen lassen, ob wir alle Voraussetzungen erfüllt haben, ergänzt Franz Klöckner. Letztlich ist es nur die Bestätigung. Das, was ein Darmzentrum ausmacht, wird bereits in Reifenstein praktiziert. Die Patienten werden schon nach den Kriterien behandelt.
Zu einem Darmkrebszentrum gehören auch Informationsveranstaltungen, um mit dem Thema vertraut und auch darauf aufmerksam zu machen, welche Möglichkeiten beispielsweise der Früherkennung bestehen. Es ginge aber auch darum, dass die Patienten mit Darmkrebs nach der Behandlung sich nicht selbst überlassen sind, dass der Kontakt zum Klinikum bestehen bleibt.
Ilka Kühn
Autor: en
v.li. Dr. Uwe Schotte, Ärzlicher Direktor, Dr. Lutz Pickart, Chefarzt Allgemein- und Visceralchirurgie und Geschäftsführer Franz Klöckner. (Foto: Ilka Kühn)
v.li. Dr. Uwe Schotte, Ärzlicher Direktor, Dr. Lutz Pickart, Chefarzt Allgemein- und Visceralchirurgie und Geschäftsführer Franz Klöckner
Jetzt ist Dr. Lutz Pickart die erste Woche am Eichsfeld Klinikum. Sicher ist noch vieles neu für ihn an seiner Wirkungsstätte in Reifenstein, aber das triff eher nur auf das Gebäude und das Team zu. In der Visceralchirurgie/Proktokologie (alles, was mit dem Bauchraum und Darm zu tun hat) gilt er als Spezialist. Deshalb freut es Franz Klöckner ganz besonders, dass Dr. Pickart für das Eichsfeld Klinikum gewonnen werden konnte.
Dr. Uwe Schotte hatte seit 2003 die Allgemein und Visceralchirurgie geleitet und war seit 2007 als Ärztlicher Direktor im Nebenamt tätig. Er ist froh über die Änderung, weil sie Freiräume schafft für das wichtige Amt eines ärztlichen Direktors.In einem Unternehmen mit drei Betriebsstätten, zehn Fachabteilungen und 1000 Mitarbeitern sind die Aufgaben sehr umfangreich.
In den letzten Jahren gab es viele Strukturveränderungen, die auch dazu beigetragen haben, dass das Eichsfeld Klinikum einen sicheren Stand in der Region und in Thüringen hat. Fast 100 Ärzte sind hier tätig. Mit einem hauptamtlichen Ärztlichen Direktor kann man so dem gesamten Team besser den Rücken stärken, erklärt Geschäftsführer Franz Klöckner.
Thüringen hebe sich auch hervor mit Qualitätskriterien, die in anderen Teilen Deutschlands noch gar nicht so üblich sind und deshalb auch das Eichsfeld Klinikum vor immer neue Veränderungen stelle und auch weiterhin gut aufgestellt sein möchte, fügte er an.
Fachkräftemangel auch bei Ärzten ist nicht neu, das Eichsfeld Klinikum möchte deshalb schon rechtzeitig junge Ärzte für das Haus begeistern.
Der Neue im Team sieht seine Herausforderung in einer optimalen, spezialisierten und individuellen Betreuung des anvertrauten Patienten. Die Aufgaben sind sehr vielfältig, auch wenn es viel Verwaltungstätigkeit gibt, im Mittelpunkt steht der Patient. Dr. Pickart war langjährig als Chirurg am Hufeland Klinikum in Bad Langensalza tätig.
Er ist Facharzt für Chirurgie und Visceralchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Visceralchirurgie sowie Proktologie und verfügt über das Fortbildungszertifikat für Ärzte der Landesärztekammer Thüringen. Im Rahmen der Facharztausbildungen war er am Klinikum Erfurt und an der O.-v.-Guericke-Universität Magdeburg tätig.
Zusätzlich zur Funktion als Leitender Oberarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie/Proktologie in Bad Langensalza wurde er dort 2006 zum Chefarzt der OP-Abteilung berufen. Erfolgreich konnte er das Zertifikat Zertifizierter OP-Manager VOPM erlangen. Dr. Pickart ist Gründungsmitglied des Verbandes für OP-Management e.V. (VOPM) und seit 2007 im Bundesvorstand.
Das Eichsfeld Klinikum und hier speziell die komplexe Tumorchirurgie hat sich zum Ziel gesetzt, zertifiziertes Darmkrebszentrum für die Behandlung von Tumoren des Dick- und Mastdarmes zu werden. Der Weg dahin ist bereits von Dr. Schotte vorbereitet worden. Für Dr. Pickart bedeutet es jetzt, die weiterführende Phase umzusetzen. Er hat bereits diesen aufwändigen Zertifizierungsprozess in Bad Langensalza mitgemacht und ein Darmkrebszentrum aufgebaut.
Er weiß, wie vielschichtig dieses Thema ist. Für die Patienten und ihre Angehörigen ist es dann sicher auch zum Vorteil, wenn sie in Reifenstein operiert werden können. Radiologie, Strahlentherapie, ein speziell ausgebildeter Onkologe, psychologische Betreuung - die Voraussetzungen sind bereits da.
Dr. Pickart freut es besonders, dass das Eichsfeldklinikum schon über ein sogenanntes Tumorboard verfügt, das bedeutet, das sich alle Kollegen der unteerschiedlichen Fachschaften treffen und die jeweiligen Fälle gemeinsam besprechen und vor allem auch gemeinsam die Therapie absprechen, erklärt der neue Chefarzt. Es gibt klare Leit- und Richtlinien, nach denen die Patienten behandelt werden.
Ein Darmkrebszentrum sei mehr, als ins Krankenhaus zu kommen, sich operieren zu lassen und zu hoffen, dass alles gut geht. Der Patient muss davor und auch danach begleitet werden, sagt Dr. Lutz Pickart. Was uns allen sehr am Herzen liegt ist, dass die Ärzte in der Region wissen, dass der ärztliche Kontakt auch untereinander für das Wohl des Patienten besteht, betont er.
Das angestrebte Qualitätssiegel - die Zertifizierung - schließt einen über Jahre dauernden Prozess ab. Dem Patienten wird damit auch offiziell bescheinigt, dass er hier eine optimale Betreuung vorfindet. Wir wollen also von außen überprüfen lassen, ob wir alle Voraussetzungen erfüllt haben, ergänzt Franz Klöckner. Letztlich ist es nur die Bestätigung. Das, was ein Darmzentrum ausmacht, wird bereits in Reifenstein praktiziert. Die Patienten werden schon nach den Kriterien behandelt.
Zu einem Darmkrebszentrum gehören auch Informationsveranstaltungen, um mit dem Thema vertraut und auch darauf aufmerksam zu machen, welche Möglichkeiten beispielsweise der Früherkennung bestehen. Es ginge aber auch darum, dass die Patienten mit Darmkrebs nach der Behandlung sich nicht selbst überlassen sind, dass der Kontakt zum Klinikum bestehen bleibt.
Ilka Kühn
