Teistungen
Bürgerinitiative gegen Schweinemastanlage
Dienstag, 11. Juli 2017, 16:05 Uhr
Heute gründeten Hendrik Kahl, Holger Kahl und Marcel Schwetschenau in Teistungen die Bürgerinitiative Pro Teistungen. Anlass der Gründung ist die geplante Wiederinbetriebnahme der Schweinemastanlage in Teistungen, welche noch zu DDR-Zeiten im Jahr 1973 errichtet wurde und bis zu 10.000 Schweine zählte.....
Vom Betreiber wurde ein Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung beantragt, welches vom Landesverwaltungsamt genehmigt wurde. Daraus folgt, dass die Anwohner und Unternehmer, welche in unmittelbarer Entfernung der Anlage im Gewerbegebiet wohnen, nicht angehört werden.
Dazu äußert sich der Sprecher der Initiative Marcel Schwetschenau, der auch Gemeinderat in Teistungen ist, wie folgt: Zu Zeiten des Betriebs der Anlage, war der Geruch in großen Teilen des Ortes unerträglich – und das bei nur 2000 Schweinen. Jetzt soll die Anlage viermal mehr Schweine fassen. Das bedeutet auch viermal mehr Gülle, die auf die Felder gebracht werden muss. Wer glaubt, es wird nicht so schlimm, verschließt die Augen vor der Realität! Zu den ohnehin anfallenden Fäkalien kommen noch zusätzliche Güllelieferungen, die die Agrargesellschaft annehmen möchte.
Teistungen ist seit Jahren staatlich anerkannter Erholungsort und daher bei Touristen sehr beliebt. Außerdem ist es für die Gemeinde so einfacher, an Fördermittel zu gelangen. Ausschlaggebend für dieses Prädikat ist die Luftqualität in einem Ort. Wenn die Anlage mit 9000 Tieren wirklich in Betrieb geht, kann sich Teistungen von diesem Titel verabschieden, so Hendrik Kahl von der Initiative.
9000 Tiere bedeutet auch Massentierhaltung. Diese lehnt die Initiative konsequent ab.
Schweinemastanlagen sollten in größerer Entfernung zu bewohnten Gebieten und mit geringerem Tierbestand errichtet werden, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, so die gemeinsame Position.
Die Initiative fordert eine umfassende Bewertung der anfallenden Belastungen für Umwelt und Mensch in der Gemeinde Teistungen sowie in den angrenzenden Ortschaften, auch unter Berücksichtigung dessen, was in den letzten 45 Jahren entwickelt wurde. Wir haben uns seit der Wende prächtig entwickelt. Aufgrund der Nachfrage ist ein zweites, großes Gewerbegebiet in Planung. Diese positive Entwicklung steht auf dem Spiel, so Schwetschenau.
Unterstützt werden kann die Initiative durch Unterschriften der Bewohner. Bis zum 25. Juli hat der Gemeinderat Zeit, seine Stellungnahme abzugeben. Wir legen Listen in vielen Geschäften aus, auf denen die Bewohner unser Vorhaben unterstützen können. Auch werden wir von Haustür zu Haustür gehen und Unterschriften sammeln. Jetzt geht der Kampf für unseren Ort erst richtig los, so Schwetschenau abschließend.
Autor: enVom Betreiber wurde ein Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung beantragt, welches vom Landesverwaltungsamt genehmigt wurde. Daraus folgt, dass die Anwohner und Unternehmer, welche in unmittelbarer Entfernung der Anlage im Gewerbegebiet wohnen, nicht angehört werden.
Dazu äußert sich der Sprecher der Initiative Marcel Schwetschenau, der auch Gemeinderat in Teistungen ist, wie folgt: Zu Zeiten des Betriebs der Anlage, war der Geruch in großen Teilen des Ortes unerträglich – und das bei nur 2000 Schweinen. Jetzt soll die Anlage viermal mehr Schweine fassen. Das bedeutet auch viermal mehr Gülle, die auf die Felder gebracht werden muss. Wer glaubt, es wird nicht so schlimm, verschließt die Augen vor der Realität! Zu den ohnehin anfallenden Fäkalien kommen noch zusätzliche Güllelieferungen, die die Agrargesellschaft annehmen möchte.
Teistungen ist seit Jahren staatlich anerkannter Erholungsort und daher bei Touristen sehr beliebt. Außerdem ist es für die Gemeinde so einfacher, an Fördermittel zu gelangen. Ausschlaggebend für dieses Prädikat ist die Luftqualität in einem Ort. Wenn die Anlage mit 9000 Tieren wirklich in Betrieb geht, kann sich Teistungen von diesem Titel verabschieden, so Hendrik Kahl von der Initiative.
9000 Tiere bedeutet auch Massentierhaltung. Diese lehnt die Initiative konsequent ab.
Schweinemastanlagen sollten in größerer Entfernung zu bewohnten Gebieten und mit geringerem Tierbestand errichtet werden, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, so die gemeinsame Position.
Die Initiative fordert eine umfassende Bewertung der anfallenden Belastungen für Umwelt und Mensch in der Gemeinde Teistungen sowie in den angrenzenden Ortschaften, auch unter Berücksichtigung dessen, was in den letzten 45 Jahren entwickelt wurde. Wir haben uns seit der Wende prächtig entwickelt. Aufgrund der Nachfrage ist ein zweites, großes Gewerbegebiet in Planung. Diese positive Entwicklung steht auf dem Spiel, so Schwetschenau.
Unterstützt werden kann die Initiative durch Unterschriften der Bewohner. Bis zum 25. Juli hat der Gemeinderat Zeit, seine Stellungnahme abzugeben. Wir legen Listen in vielen Geschäften aus, auf denen die Bewohner unser Vorhaben unterstützen können. Auch werden wir von Haustür zu Haustür gehen und Unterschriften sammeln. Jetzt geht der Kampf für unseren Ort erst richtig los, so Schwetschenau abschließend.
