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Duderstadt - 28. Juli bis 6. August

Holzbildhauersymposium auf Gut Herbigshagen

Mittwoch, 26. Juli 2017, 10:22 Uhr
Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze werden vormalige Grenzanlagen und Naturflächen des „Grünen Bandes“ erhalten, beides einzigartige Zeugnisse der früheren deutschen und auch europäischen Teilung. Zwischen 28. Juli bis 6. August 2017 findet wiederholt ein Holzbildhauersymposium im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen statt....

Platzhirsch (Foto: Gut Herbigshagen) Platzhirsch (Foto: Gut Herbigshagen)

Für alle Besucher gilt: Zuschauen und interessante Gespräche mit Holzbildhauern führen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Grundidee und „Denklandschaft“: Es soll die bereits 2010 mit dem Grenzmuseum Schifflersgrund umgesetzte Idee wieder aufgenommen werden, an der ehemaligen Grenzlinie „Kulturdenkmäler“ zu schaffen. Sie sollen einerseits im Sinne der Heinz Sielmann Stiftung die im Grünen Band beheimateten „Tiere im Schatten der Grenze“ sicht- und erlebbar machen, die auf ihren Wanderungen diese Grenze überqueren wollten oder sich im „Lebensraum des Todesstreifens“ ansiedeln konnten.

Andererseits sollen sie die Freiheit und den Dialog versinnbildlichen, die entstehen, wenn Grenzen – in uns wie zwischen uns – sich auflösen, jenseits und diesseits liegende Natur- und Kulturräume sich begegnen, Barrieren überwunden werden, Gemeinsamkeiten sich weiterentwickeln.

27 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Grenze soll die Kunst in der aktuellen Situation weltweit zunehmender Konflikte, Kriege und Flüchtlingsströme die Hoffnung stärken und „den Blick schärfen“ dafür, dass Grenzen friedlich und frei überwunden werden können.

Format „Symposium im öffentlichen Raum“:
Ziel ist, Besuchern ein spektakuläres Event zu bieten, indem sie die Künstler bei ihrer Arbeit erleben und die Entstehung der Werke aus nächster Nähe mitverfolgen können. Die so in direktem Bezug zum Ort entstehenden Skulpturen sind von bleibendem Wert, sie können von den Menschen unmittelbar genutzt – besessen – bespielt werden und ihnen direkt ästhetische und sinnliche Erfahrungen vermitteln.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Es wurde aus einem europäischen und internationalen Bildhauernetzwerk heraus in den letzten Jahren bei unterschiedlichsten Projekten und Symposien der Herausforderung der sowohl figürlichen als auch abstrakten Darstellung Raum gegeben, indem sie spielerisch aufgenommen und in einen modernen Kontext gebracht wurde. Dabei wird der öffentliche Raum in Städten, in Dörfern und in Landschaften genutzt.

Es nehmen zehn international aktive Bildhauer und Bildhauerinnen teil, die Erfahrung haben mit Großskulpturen und speziell der Arbeit im öffentlichen Raum und unter Miteinbeziehung des Publikums.
Der überwiegende Teil der Großskulpturen wird in beständigem Eichenholz ausgeführt, ein kleinerer in Eisen/Stahl.
Autor: en

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