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Neue Bücher

Sebastian Niedlich und ein "Dicker Teufel..."

Sonntag, 10. Dezember 2017, 16:10 Uhr
Bestsellerautor Sebastian Niedlich wurde im Jahr 1975 in Berlin-Spandau geboren. Zum Zeitpunkt seiner Geburt so sagt die Legende, galt er wie viele andere Säuglinge auch, als schriftstellerisch total unbegabt. Aber das sollte sich im Laufe der Jahre und seiner Entwicklung ändern....

Bucheinband (Foto: Schwarzkopf Verlag) Bucheinband (Foto: Schwarzkopf Verlag)
Denn bereits als er zu lesen und schreiben begann, erfreute er seine Grundschullehrerin mit einfallsreichen Geschichten und seine Mitschüler mit kreativen Comics. Eine Leidenschaft, die er bis heute beibehalten hat. Er schieb mit an Drehbüchern, bevor er sich dazu entschloss sein Talent für komische Situationen, schlaubergerischen Wortwitz und einem Hauch Bösartigkeit und Sarkasmus in wunderbar unterhaltenden und kurzweiligen Romanen festzuhalten. In seinem neuen Roman „Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben“, geht der Autor diesen Weg konsequent weiter.

So ist diesmal niemand geringeres als der Teufel Mephistopheles oder einfach nur Mephy der „Held“ seines neuesten Werkes. ​Beim großen Chef auch Gott genannt, ist er schon vor Jahren in Ungnade gefallen, als er einst versuchte einen himmlischen Betriebsrat zu gründen, Strafversetzt kümmert sich der Fürst der Finsternis seitdem um die ordnungsgemäße und formvollendete Behandlung der ihm anvertrauten Seelen.

Und trotz widriger Umstände und nicht gerade erstrebenswerter Arbeitsbedingungen, wie permanenter Schwefelduft, ständiges Gejammer seiner „Gäste“ und Mitarbeiter, dazu noch Unmengen von Überstunden ist Mephy ein hochmotivierter Angestellter. Doch kann das alles sein, was sein Jahrhunderte überdauerndes Leben für ihn bereit hält? Immer nur Arbeit, nein, das ist es nicht. Oder?. Da muss doch noch mehr sein – klar das ist es - ein Frau könnte sein Leben verschönern. Aber wie eine solche finden - in der Hölle wohl kaum? Die Erde, das könnte der richtige Ort sein, um seine Wünsche nach Zweisamkeit zu erfüllen. Also gesagt getan.

Mephy bekommt von seinem Chef 66 Tage Sonderurlaub, um eine schöne Sterbliche für sich auf Erden zu finden. Dort angekommen, merkt er schnell, dass Partnersuche inzwischen die Hölle auf Erden ist … Internetparnersuche, Discos, Speeddating oder Flohmarkt, wo suchen und dann sind da noch die Emanzipation, Veganerinnen usw.….irgendwie hatte sich Mephy, das anders und viiiiel leichter vorgestellt.

Davon erzählt nun Sebastian Niedlich in seinem neuem Roman, aber auch von kleinen Gemeinheiten und großen Gefühlen gepaart mit kuriosen Verwicklungen zwischen dem Jenseits und dem Heute, Männern – (Entschuldigung) Teufeln und Frauen. Ob und wie es unserm kummerspeckgeplagtem „Helden“ gelingt eine Frau für sich zu begeistern und welche Hürden er hierbei überwinden muss, welche Rolle sein Butler und Suse und Klaus dabei spielen, soll hier nicht verraten werden.

Nur soviel, wer Spaß an Situationskomik hat, lachen kann über schrägen und schwarzen Humor, wird an diesem kurzweiligen Roman, seine helle Freude haben und ihn so schnell nicht mehr aus der Hand legen - bis die letzte Seite erreicht ist. Mit anderen Worten ein „teuflisch“ lustiges lesenswertes Buch.
Stefan Peter
Autor: en

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