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Aus der Musikszene

Hey Jetmen "I Go Out"

Sonntag, 25. Februar 2018, 21:25 Uhr
Hey Jetman, eine Band aus Berlin, bringt mit "I Go Out" ein richtig interessantes musikalisches Werk auf den Markt. Kopf und Ideengeber ist Schlagzeuger Martin Krümmling…..

Hetman (Foto: Agentur) Hetman (Foto: Agentur)

Sein Projekt ist eine Band, die ihre Virtuosität stets in den Dienst des Augenblicks stellt und im kleinen, schmuckvollen Rahmen ihre Spielfreude findet. Mit dem noch jungen Jahrhundert, begann Martin Krümmling Musik zu schreiben, aufzuführen, zu veröffentlichen. Er war und ist Gestaltender und ausführender Teil verschiedenster musikalischer Projekte.

Hey Jetman ist dabei sicherlich das persönlichste und zugleich und vielleicht genau deshalb, das Lieblingsprojekt, des Musikers. Ohne Druck gibt Krümmling seinem musikalischen „Baby“ Raum, lässt Harmonien, Melodien, Rhythmen ihren eigenen Fluss finden. Zwar können und wollen Hey Jetman ihre Jazzwurzeln nicht verleugnen, was den neuen Stücken aber nicht wirklich schadet, sondern das musikalische Spektrum eher noch erweitert.

So nimmt die Band bereits nach den ersten Akkorden des Stückes „The Orbiter“ den Druck aus der Zeit und öffnet Türen zu interessanten musikalischen Räumen.
Trotzdem klingen die verschiedenen handgemachten und besonders, der sehr poppige und New Wave angehauchten Song, „Tinder and Tears“ sehr hitverdächtig und lässt aufhorchen.

Hey Jetman, aus einer Idee zur Band gewachsen, debütieren mit fantasievollem Songwriting gepaart mit eleganten Piano und Gitarrenpassagen. So erklingen handgemachte und mit dem Kopf erdachte Arrangements in einnehmender und selbstbewusster Popmusik.

Krümmling hat so mit seiner Berliner Band eine ganz eigene hörenswerte Songwelt geschaffen, deren Stücke zum Zuhören und mitwippen einladen und rein gar nichts mit der Hektik dieser Zeit zu tun haben. So unterscheiden sich die Hey Jetman Songs wunderbar vom täglichen Radioeinheitspop und sind doch harmonisch und hörenswert.

Auch, wenn sie manchmal und das ganz bewusst so klingen, (und das ist bei weitem kein Manko) als wären sie aus den 70er oder 80er Jahren in die die heutige Zeit importiert.

Aber wie das Beispiel „Monday People” zeigt, das sich äußerst kritisch mit PEGIDA, AFD und Co. beschäftigt, ist die Band voll auf der Höhe der Zeit.

Fazit: Hey Jetman sind eine der ersten interessanten musikalischen Entdeckungen dieses noch recht jungen Jahres. Sie zeigen das Ideevielfalt und handgemachte Musik noch lange nicht ausgestorben sind. Zwar erschließt sich nicht jeder Song beim ersten Hören und findet den Weg in die Gehörgänge, aber das Gesamtwerk ist mit der ein oder anderen musikalischen Perle durchaus Empfehlens - und Hörenswert.
Stefan Peter, Änne Wetzel
Autor: en

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