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Unfall auf der A38

Besonderer Einsatz für 70 Feuerwehrleute

Mittwoch, 28. März 2018, 20:58 Uhr
In der vergangenen Woche, am Donnerstag, ist ein Tiertransporter auf der A38 verunglückt. Feuerwehren aus Heiligenstadt, Uder, Arenshausen, Leinefelde, Schachtebich und Burgwalde waren im Einsatz. Von den 700 Ferkeln konnten nur 98 Tiere gerettet werden....

Die anderen rund 600 Ferkel verendeten bei dem Unglück. Fahrer und Beifahrer des Lkws wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt) Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Der Unfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr auf der Autobahn 38 in Richtung Göttingen Höhe der Anschlussstelle Arenshausen. Fahrer und Beifahrer des Lkws konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurden durch den Rettungsdienst versorgt.

Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt) Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Die Polizei Niedersachsen richtete eine Vollsperrung der Autobahn in beide Fahrtrichtungen sowie eine Ableitung des Verkehrs über die Autobahnabfahrt Arenshausen ein. Die Feuerwehr Heiligenstadt, welche als erste Feuerwehr an der Unfallstelle eintraf, stellte zunächst den Brandschutz sicher und fing aus dem Lkw laufenden
Diesel auf.

Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt) Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Parallel dazu wurden die für den Autobahnabschnitt zuständigen Feuerwehren Arenshausen und Uder nachalarmiert. Nach Eintreffen übernahm Ricardo Jecht von der Arenshäuser Wehr die Einsatzleitung.

Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt) Unfall (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Die Priorität lag nun darin so viele wie möglich der im Sattelauflieger gefangenen Ferkel zu retten. Dazu wurden sowohl die Hecktüren als auch Seitenklappen geöffnet. Auf Grund einer erhöhten Konzentration explosionsfähiger Gase im Bereich des verunfallten Lkws mussten diese Arbeiten unter Atemschutz durchgeführt werden.

Anschließend holten Einsatzkräfte zusammen mit Mitarbeitern des Veterinäramtes die noch lebenden Tiere aus dem Auflieger. Weiterhin wurde im hinteren Bereich des Aufliegers ein provisorisches Gatter aus Leitern und Schläuchen errichtet, um die überlebenden Ferkel in einen anderen Tiertransporter zu leiten.

Nachdem in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt ein Sichtschutz aus Bauzäunen und Planen zur Fahrspur in Richtung Leipzig errichtet worden war, konnte diese wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zum Abtransport der verendeten Ferkel kam auch ein Teleskoplader des THWs Northeim zu Einsatz.

Um den langen und personalintensiven Einsatz zu bewältigen kamen neben den Feuerwehren aus Heiligenstadt, Uder, Arenshausen und Leinefelde auch die Feuerwehren Schachtebich und Burgwalde zum Einsatz. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte, darunter 13 aus Heiligenstadt vor Ort.
Franz Bierschenk
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