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Worbis

Viele Dinge angeschoben

Mittwoch, 22. August 2018, 17:47 Uhr
Freie Plätze gab es kaum noch, der Raum war auch kleiner als gewöhnlich. Die Sitzung des Ortsteilrates in Worbis musste im Rentamt und nicht wie gewohnt im Gülden Creutz stattfinden. Der Worbiser Bürgermeister erklärte auch warum....

Othmar Stadermann informiert (Foto: Ilka Kühn) Othmar Stadermann informiert (Foto: Ilka Kühn)


Ortsteilbürgermeister Thomas Rehbein verwies darauf, dass die Brauerei Neunspringe das Gülden Creutz umbaue und die Gastronomie dort im April nächsten Jahres eröffnen möchte. Doch bis dahin gibt es mehr zu tun als gedacht. Entsprechende Auflagen für den Brandschutz sind eine der Gründe.

Und wie immer in Worbis waren natürlich auch Gäste zur Sitzung gekommen. Stark vertreten Familie Kulle, die den ehemaligen Kreisbaubetrieb (später dann Gerichtsgebäude) in Worbis zu einem Haus für Betreutes Wohnen mit Tagespflege umbaut. Es gab einen Änderungsantrag, den Architekt Othmar Stadermann im Detail vorstellte.

Ortsteilratsitzung in Worbis (Foto: Ilka Kühn) Ortsteilratsitzung in Worbis (Foto: Ilka Kühn)

So soll im ehemaligen Kreisbaubetrieb nun auch das Dachgeschoss ausgebaut werden. Damit schafft Familie Kulle Platz für 66 Wohnungen und etwa 90 Bewohner. Das "Wohnen am Ohmberg" zeichne sich vor allem durch seine gute Lage aus, es befindet sich unmittelbar am Waldrand, erklärte der Architekt. Der Ortsteilrat konnte sich auch einen visuellen Eindruck vom neuen Gebäude durch die jeweiligen Bilder und Zeichnungen verschaffen. Für Fragen stand Familie Kulle bereit.

Schließlich stimmten alle für die Bebauung des Dachgeschosses, da sich dadurch nicht die Höhe des Gebäudes ändert. Auch die Anwohner kamen zu Wort. Bürgermeister Marko Grosa und Ortsbürgermeister Thomas Rehbein betonten, dass die Stadt froh ist, dass sich ein Investor gefunden hat, dieses Projekt zu stemmen. Die Stadt hätte es nicht gekonnt. Bis das Gebäude umgebaut ist und die Wege, Stellflächen und das gesamte Areal so aussieht, wie auf den Bildern, wird noch eine Weile vergehen. Aber eins steht fest: Worbis wird bald von einer Industriebrache befreit.

Thomas Rehbein ging in seinen Ausführungen nochmal auf die Einwohnerversammlung ein, dankte dafür dem Bürgermeister und sagte, das solche Versammlungen in der Vergangenheit nicht selbstverständlich gewesen seien. In Bezug auf das Kinderparlament stellt er Pläne für die von Kindern favorisierten neuen Spielgeräte vor, berichtete in diesem Zusammenhang vom Besuch des Gutes Herbigshagen, wo man solche Spielgeräte sich anschauen konnte.

Es ging in der Versammlung noch um viele Themen, u.a. die Maßnahmen die im nächsten Haushaltsplan verankert werden sollen. Ob sie alle durchkommen, ist allerdings fraglich.

Narürlich war auch die Wipperwelle wieder Thema. Bürgermeister Marko Grosa sagte dazu einige Worte. Niemand wolle das Bad schließen. Aber man müsse sich auch die Zahlen mal vor Augen halten. 70 Prozent der Badegäste sind die Schüler. Das ist Sache des Landkreises. Aber der übernimmt das Bad auch nicht. Aktuell kostet die Reparatur zusätzlich 75 000 Euro. In den vergangenen Jahren wurde nicht in das Bad investiert, ergänzte Thomas Rehbein.

Fahne (Foto: Ilka Kühn) Fahne (Foto: Ilka Kühn)

In der Sitzung präsentierte Thomas Rhebein dann noch ein Geschenk von der Partnerstadt Annoeullin in Frankreich. Die Franzosen hatten bemerkt, dass bei Festlichkeiten von ihrer Stadt eine recht kleine Fahne hing, die so gar nicht zu den anderen passte. Das haben sie natürlich geändert und nun diese große Fahne geschickt. Ein Foto davon geht jetzt nach Annoeullin, damit dort auch alle wissen, die Fahne ist angekommen.

Die nächsten Höhepunkte in Worbis sind im September das Stadtfest, das in diesem Jahr mal nicht mit Festzelt gefeiert wird.

Über weitere, angesprochene Themen werden wir gesondert berichten.
Ilka Kühn
Autor: ik

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