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Eichsfeld Klinikum investiert in die Zukunft

Patientenzimmer mit Balkon

Dienstag, 16. Oktober 2018, 09:56 Uhr
Wenn man am Haupteingang des Eichsfeld Klinikums in Reifenstein steht, bemerkt man nicht, was sich hinter dem alten Klostergebäude schon getan hat. Die Presse war gestern zu einer Inforunde mit Baustellenbegehung eingeladen....

Baustellenbegehung (Foto: Ilka Kühn) Baustellenbegehung (Foto: Ilka Kühn)


Und das war sehr interessant. Nicht nur der Rundgang auf der Baustelle, in dem künftigen OP-Zentrum, den Patientenzimmern, sondern auch die Informationen von der Leitung des Eichsfeld Klinikums und von Architekt Thomas Georg vom RJ Planungsbüro, das in Kassel und Erfurt ansässig ist.

Franz Klöckner, Geschäftsführer des Eichsfeld Klinikums, erklärte zu Beginn, warum ein Umbau des einstigen Ambulanzgebäudes nicht in Frage kam. Rund vier Millionen Euro hätte ein Umbau verschlungen, der letztlich das nicht hätte bieten können, was der Neubau kann. Investiert werden dort sieben Millionen. Dafür erhält das Eichsfeld Klinikum aber ein Gebäude, das von der Funktion her fast keine Wünsche übrig lässt.

Neubau im Entstehen (Foto: Ilka Kühn) Neubau im Entstehen (Foto: Ilka Kühn)

Das Haus Reifenstein wird künftig über eine neue Liegendanfahrt und ein Ambulantes OP-Zentrum mit Röntgenabteilung verfügen. Der Rohbau des Gebäudeteils wird Ende diesen Jahres stehen. Für Herbst 2019 ist die Inbetriebnahme vorgesehen.

Der Ersatzneubau war nötig geworden, weil Mängel in Statik, Wärmedämmung und Brandschutz des alten Gebäudes festgestellt wurden. „Der Umbau ist eine Investition in die Zukunft und in unsere Standortstabilität. Mit aktuell 352 Planbetten sind wir mit unseren drei Betriebsstätten in Heiligenstadt, Reifenstein und Worbis das Zentrum der stationären Versorgung im Landkreis Eichsfeld“, betont Franz Klöckner, Geschäftsführer des Eichsfeld Klinikums.

Mit dem Ersatzneubau des Ambulanzgebäudes wird in Reifenstein ein Ambulantes OP-Zentrum mit neuer Röntgenabteilung etabliert, die Liegendanfahrt wird komplett erneuert und es entstehen insgesamt 19 Zimmer mit 37 Betten.

Im oberen Stockwerk (Foto: Ilka Kühn) Im oberen Stockwerk (Foto: Ilka Kühn)

Alle Patientenzimmer, vorwiegend Zweibettzimmer, verfügen künftig über einen Balkon mit Blick auf den Patientengarten und den angrenzenden Wald. Im Erdgeschoss entstehen eine räumlich geschlossene Liegendkrankenvorfahrt für Rettungswagen, ein Schock-und Eingriffsraum, Röntgen und CT sowie eine Anmeldung für das Ambulante OP-Zentrum. Außerdem wird die Kapelle einen würdigen Platz bekommen. In den Obergeschossen werden sich zwei Bettenstationen mit insgesamt 37 Betten sowie zugehörige Funktions- und Verwaltungsräumen befinden.

Franz Klöckner: „Zudem werden wir durch den Ersatzneubau endlich die bisher vorhandenen unterschiedlichen Gebäudeebenen angleichen und damit zukünftig eine deutliche Verbesserung in der Orientierung sowie der barrierefreien Erreichbarkeit innerhalb der unterschiedlichen historischen und neuen Gebäudeteile schaffen.“

Die Ausführung der Baugewerke erfolgt mit regional ansässigen Unternehmen. Ende des Jahres wird der Rohbau fertiggestellt sein und der Innenausbau kann beginnen. Neben dem Fenster- und Heizungsbau sowie der Belüftung halten dann schon mal das Sanitär- und Elektrogewerk „Einzug“. Für den weiteren Baufortschritt wünscht sich Franz Klöckner einfach gute Witterungsverhältnisse.

Aus der Chronik:
Juni 2017: temporärer Umzug der Notfallambulanz
November 2017: Beginn der Abrissarbeiten
Januar 2018: Beginn der Tiefbauarbeiten
März 2018: Start des Rohbaus
Dezember 2018: geplante Fertigstellung des Rohbaus, Innenausbau
Herbst 2019: Inbetriebnahme

Ein Film vom Eichsfeld Klinikum im Zeitraffer zeigte das Baugeschehen von Beginn bis zum jetzigen Zeitpunkt. Das war selbst für den Architekten gestern interessant, der ihn noch nicht gesehen hatte. Das Planungsbüro feiert mit dem Projekt in Reifenstein sozusagen Premiere im Eichsfeld. Thomas Georg berichtete auch von der schwierigen Pfahlgründung zu Beginn. Die Baustelle wird jetzt winterfest gemacht, dann beginnen die Innenarbeiten, für die noch Ausschreibungen erfolgen.

Architekt Thomas Georg (Foto: Ilka Kühn) Architekt Thomas Georg (Foto: Ilka Kühn)

An den Plänen und Zeichnungen erklärte er, wie das künftige Gebäude strukturiert ist.

Aussicht vom Patientenzimmer (Foto: Ilka Kühn) Aussicht vom Patientenzimmer (Foto: Ilka Kühn)

Den Ausblick aus den oberen Etagen mit den 19 Patientenzimmern konnten wir gestern schon einmal genießen. Ein fantastischer Ausblick auf den Park des Eichsfeld Klinikums und auf den derzeit sich in bunten Farben präsentierenden Herbstwald wird zum Wohle der Patienten beitragen.


Die Kapelle des Eichsfeld Klinikums in Reifenstein wird ebenfalls in das neue Gebäude umziehen. Der große Raum neben der Einfahrt ist dann auch behindertengerecht zu erreichen.

Im Eichsfeld Klinikum werden jährlich etwa 18.000 Patienten stationär und über 25.000 ambulant behandelt.
Jana Vogt/Ilka Kühn
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