Neuerscheinungen im Mecke Verlag Duderstadt
Eichsfelder Waffendienstverweigerer
Freitag, 23. November 2018, 18:36 Uhr
"Eichsfelder Waffendienstverweigerer" - Bausoldaten und katholische Kirche im Eichsfeld: Gemeinsames Friedenszeugnis oder einsame Gewissensentscheidung? Ein Buch von Felix Tasch aus Küllstedt. Es ist im Mecke Verlag Duderstadt erschienen. Mehr zum Inhalt hier....
Bausoldaten (Foto: Felix Tasch)
Die DDR hatte als souveräner Staat direkt nach dem Mauerbau die Einführung einer Wehrpflicht aller männlichen Bürger des Landes beschlossen. Dem konnte man sich zunächst nicht entziehen. Mehr noch, für die Staatsführung war der Ehrendienst in der NVA immer auch ein Bekenntnis zum Staat und der Partei.
Dennoch schuf man 1964 eine weltweit einmalige Form der Wehrdienstverweigerung aus Glaubens- und Gewissensgründen: Den Dienst als Bausoldat. Die Bausoldaten hatten auf ihren Schultern einen goldfarbenen Spaten, weshalb sie im Volksmund auch Spatensoldaten oder Spatis genannt wurden. Sie taten ihren Dienst in der NVA, allerdings ohne an der Waffe ausgebildet zu werden.
Bausoldaten waren ein in der DDR-Öffentlichkeit 25 Jahre lang totgeschwiegenes Thema. Zunächst konnte man Informationen dazu nur in innerkirchlichen Kreisen bekommen, vor allem in evangelischen. Die katholische Kirche sah keinen Grund für eine Auseinandersetzung mit dem Thema.
Der Frage, wie es dann um die Gewissensnöte katholischer Wehrpflichtiger vom Eichsfeld bestellt war, ob sie dennoch Hilfe in ihrer Kirche fanden und wie sich das Verhältnis entwickelte, wird in diesem Buch nachgegangen.
Es dokumentiert einen Teil der Geschichte des Eichsfeldes, der so bisher in keiner Veröffentlichung zu lesen ist. Es hilft, die historisch gewachsene Eigenart des Eichsfeldes zu verstehen und auch die Haltung einer Weltkirche, die sich in der DDR zur Überwinterung entschlossen hatte.
Und es handelt von einzelnen Eichsfeldern, die Haltung bewiesen in einer Gewissensfrage, die sich für viele so nicht stellte.
Der Küllstedter Felix Tasch hat darüber geschrieben.
Zum Autor:
Jahrgang 1983, aus Küllstedt. 2001 Abitur am St. Elisabeth Gymnasium Heiligenstadt, 2001 bis 2005 Wehrdienst als Soldat auf Zeit beim Panzerbataillon 64 in Wolfhagen, anschließend Ausbildung zum Bürokaufmann an der Bundeswehrfachschule Kassel, 2006 bis 2015 Studium der Geschichte, Volkskunde und Kulturgeschichte mit den Abschlüssen Bachelor und Master an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in dieser Zeit u.a fünf Jahre gewähltes Mitglied der Studierendenvertretung, Mitglied im Senat der FSU Jena sowie im Verwaltungsrat des Studentenwerk Thüringen, währenddessen Kooperationen mit der Geschichtswerkstatt Jena und dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte Matthias Domaschk, anschließend u.a. tätig als Projektmanager an der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke Leipzig.
Verlag Mecke Duderstadt
ISBN: 978-3-86944-191-7
144 Seiten, Festeinband, Fadenheftung
19,90 Euro
Autor: ik
Bausoldaten (Foto: Felix Tasch)
Die DDR hatte als souveräner Staat direkt nach dem Mauerbau die Einführung einer Wehrpflicht aller männlichen Bürger des Landes beschlossen. Dem konnte man sich zunächst nicht entziehen. Mehr noch, für die Staatsführung war der Ehrendienst in der NVA immer auch ein Bekenntnis zum Staat und der Partei.
Dennoch schuf man 1964 eine weltweit einmalige Form der Wehrdienstverweigerung aus Glaubens- und Gewissensgründen: Den Dienst als Bausoldat. Die Bausoldaten hatten auf ihren Schultern einen goldfarbenen Spaten, weshalb sie im Volksmund auch Spatensoldaten oder Spatis genannt wurden. Sie taten ihren Dienst in der NVA, allerdings ohne an der Waffe ausgebildet zu werden.
Bausoldaten waren ein in der DDR-Öffentlichkeit 25 Jahre lang totgeschwiegenes Thema. Zunächst konnte man Informationen dazu nur in innerkirchlichen Kreisen bekommen, vor allem in evangelischen. Die katholische Kirche sah keinen Grund für eine Auseinandersetzung mit dem Thema.
Der Frage, wie es dann um die Gewissensnöte katholischer Wehrpflichtiger vom Eichsfeld bestellt war, ob sie dennoch Hilfe in ihrer Kirche fanden und wie sich das Verhältnis entwickelte, wird in diesem Buch nachgegangen.
Es dokumentiert einen Teil der Geschichte des Eichsfeldes, der so bisher in keiner Veröffentlichung zu lesen ist. Es hilft, die historisch gewachsene Eigenart des Eichsfeldes zu verstehen und auch die Haltung einer Weltkirche, die sich in der DDR zur Überwinterung entschlossen hatte.
Und es handelt von einzelnen Eichsfeldern, die Haltung bewiesen in einer Gewissensfrage, die sich für viele so nicht stellte.
Der Küllstedter Felix Tasch hat darüber geschrieben.
Zum Autor:
Jahrgang 1983, aus Küllstedt. 2001 Abitur am St. Elisabeth Gymnasium Heiligenstadt, 2001 bis 2005 Wehrdienst als Soldat auf Zeit beim Panzerbataillon 64 in Wolfhagen, anschließend Ausbildung zum Bürokaufmann an der Bundeswehrfachschule Kassel, 2006 bis 2015 Studium der Geschichte, Volkskunde und Kulturgeschichte mit den Abschlüssen Bachelor und Master an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in dieser Zeit u.a fünf Jahre gewähltes Mitglied der Studierendenvertretung, Mitglied im Senat der FSU Jena sowie im Verwaltungsrat des Studentenwerk Thüringen, währenddessen Kooperationen mit der Geschichtswerkstatt Jena und dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte Matthias Domaschk, anschließend u.a. tätig als Projektmanager an der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke Leipzig.
Verlag Mecke Duderstadt
ISBN: 978-3-86944-191-7
144 Seiten, Festeinband, Fadenheftung
19,90 Euro
