Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik
Hochmoderne Infrastruktur für Life-Science-Forschung
Dienstag, 18. Dezember 2018, 14:04 Uhr
Das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (iba) e.V. in Heiligenstadt ist als innovativer Forschungsstandort in Thüringen bekannt. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, daß das iba an aktuellen Themen der Biomedizin forscht, die vielen Patienten mit Krebs-, Stoffwechsel- und orthopädischen Erkrankungen Linderung versprechen. Dies erfordert moderne Labore und wissenschaftliche Geräte....
Labor (Foto: iba)
Die Infrastruktur im iba Heiligenstadt wurde grundlegend modernisiert. Für die Forschungsarbeiten stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie hier Anika Hartleib (links) und Juliane Papra komfortable Arbeitsbedingungen zur Verfügung.
Nun wurde im Institut, das seit seiner Gründung 1992 eine kontinuierlich steigende Bedeutung als außeruniversitärer Forschungsstandort in Thüringen mit einem einzigartigen Forschungsprofil erlangt hat, seit 2016 die Laborinfrastruktur grundlegend saniert.
Die umfangreichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wurden unter Aufrechterhaltung des laufenden Forschungsbetriebes realisiert, was sowohl für die Mitarbeiter des Institutes wie auch die ausführenden Firmen nicht immer leicht war und erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel erfordert hat. So mussten empfindliche Messgeräte wie Hochleistungsmikroskope und Laseranlagen, aber auch biologische Sicherheitslabore für mehr als zwei Jahre zeitweilig ausgelagert werden, um eine störungsfreie Forschungsarbeit zu gewährleisten.
Durch die völlige Neugestaltung der Klima- und Lüftungstechnik, die Versorgung mit Reinstgasen für chemische und biologische Reaktionen und ein modernes Alarmierungs- und Notfallsystem ist jetzt jedoch ein noch sicherer Umgang mit empfindlichen Zellen und Mikroorganismen möglich. Für die Mitarbeiter bedeutet dies sehr komfortable und sichere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig wurde die Gebäudeinfrastruktur in wesentlichen Teilen wie dem Dach des Laborgebäudes und die Brücke über die Geislede auf dem Institutsgelände erneuert. Die Bauausführung erfolgte während der gesamten Rekonstruktionsphase überwiegend durch Firmen aus der Region.
Mehr als 1,5 Mio. € aus Landesmitteln flossen in die Baumaßnahmen. Wie der Institutsdirektor Prof. Dieter Beckmann unterstreicht, zeigt dies die hohe Wertschätzung des Freistaates Thüringen, die dem Standort Heiligenstadt und seinem Institut als Zentrum der Forschung im Eichsfeld und in Nordthüringen entgegengebracht wird. Die Infrastrukturerneuerung wird ergänzt durch neue Forschungstechnik im Wert von über 1,3 Mio. €, die durch weitere Fördergelder aus Thüringen bereitgestellt werden. Durch die grundlegende Modernisierung der Infrastruktur und des Geräteparks wurde nunmehr die Basis für eine nachhaltige Etablierung und langfristige Sicherung des Standortes für die interdisziplinäre Forschung zu Grenzflächen in der Biomedizin und Biotechnologie gelegt.
Das Engagement des Freistaates Thüringen gibt uns die Möglichkeit, auch in Zukunft an interessanten Themen forschen zu können, die vielen Menschen letztlich bessere Heilungschancen bei Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder orthopädischen Defekten versprechen sagt Beckmann. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten stehen dabei aktuelle Forschungsthemen wie das Disease Modelling. Darunter versteht man die Simulation von Geweben und Gewebereaktionen im Labor, um die Ursachen und den Verlauf von Krankheiten besser einschätzen und patientenangepasste Therapien entwickeln zu können.
Miniaturisierte Kultivierungssysteme mit vielfältigen Möglichkeiten zur gezielten Beeinflussung künstlicher Gewebe gehören dazu, wie auch elektrische und mikroskopische Verfahren zur Messung der Zellreaktionen stellt Dr. Gunter Gastrock, Leiter des Fachbereiches Bioprozesstechnik, fest. Das Institut hat darüber hinaus in den letzten Jahren mit Hilfe von Hochleistungslasertechnik ein 3D-Druckverfahren entwickelt, das es ermöglicht, dreidimensionale Trägerstrukturen für die Zellkultivierung nach Maß herzustellen.
Zellen aus dem menschlichen Körper finden hier Gerüststrukturen vor, deren Wandstärken ca. 10-mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares sind. Diese Technik ermöglicht es den Forschern, künstliche Gewebe im miniaturisierten Labormaßstab zu kultivieren erläutert Prof. Klaus Liefeith, Leiter des Fachbereiches Biowerkstoffe.
Mit der nunmehr zur Verfügung stehenden labor- und gerätetechnischen Ausstattung wird das Institut in die Lage versetzt, wichtige Erkenntnisse zu drängenden biomedizinischen Problemen liefern zu können. Damit kann das iba in Heiligenstadt langfristig seine Position in der internationalen Forschung und damit seinen Standort im Eichsfeld ausbauen.
Für Thüringen ist das Institut ein Motor der regionalen Entwicklung mittelständischer Unternehmen und gleichzeitig Vermittler wissenschaftlicher Themen der Life Sciences in der Region.
Die offizielle Einweihung der neuen Labor- und Infrastruktur durch die Landesregierung erfolgt im Frühjahr 2019 anlässlich eines Tages der Offenen Tür im iba. Hierzu wird rechtzeitig in den Medien eine Einladung an alle Interessierten der Region erscheinen.
Autor: ik
Labor (Foto: iba)
Die Infrastruktur im iba Heiligenstadt wurde grundlegend modernisiert. Für die Forschungsarbeiten stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie hier Anika Hartleib (links) und Juliane Papra komfortable Arbeitsbedingungen zur Verfügung.
Nun wurde im Institut, das seit seiner Gründung 1992 eine kontinuierlich steigende Bedeutung als außeruniversitärer Forschungsstandort in Thüringen mit einem einzigartigen Forschungsprofil erlangt hat, seit 2016 die Laborinfrastruktur grundlegend saniert.
Die umfangreichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wurden unter Aufrechterhaltung des laufenden Forschungsbetriebes realisiert, was sowohl für die Mitarbeiter des Institutes wie auch die ausführenden Firmen nicht immer leicht war und erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel erfordert hat. So mussten empfindliche Messgeräte wie Hochleistungsmikroskope und Laseranlagen, aber auch biologische Sicherheitslabore für mehr als zwei Jahre zeitweilig ausgelagert werden, um eine störungsfreie Forschungsarbeit zu gewährleisten.
Durch die völlige Neugestaltung der Klima- und Lüftungstechnik, die Versorgung mit Reinstgasen für chemische und biologische Reaktionen und ein modernes Alarmierungs- und Notfallsystem ist jetzt jedoch ein noch sicherer Umgang mit empfindlichen Zellen und Mikroorganismen möglich. Für die Mitarbeiter bedeutet dies sehr komfortable und sichere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig wurde die Gebäudeinfrastruktur in wesentlichen Teilen wie dem Dach des Laborgebäudes und die Brücke über die Geislede auf dem Institutsgelände erneuert. Die Bauausführung erfolgte während der gesamten Rekonstruktionsphase überwiegend durch Firmen aus der Region.
Mehr als 1,5 Mio. € aus Landesmitteln flossen in die Baumaßnahmen. Wie der Institutsdirektor Prof. Dieter Beckmann unterstreicht, zeigt dies die hohe Wertschätzung des Freistaates Thüringen, die dem Standort Heiligenstadt und seinem Institut als Zentrum der Forschung im Eichsfeld und in Nordthüringen entgegengebracht wird. Die Infrastrukturerneuerung wird ergänzt durch neue Forschungstechnik im Wert von über 1,3 Mio. €, die durch weitere Fördergelder aus Thüringen bereitgestellt werden. Durch die grundlegende Modernisierung der Infrastruktur und des Geräteparks wurde nunmehr die Basis für eine nachhaltige Etablierung und langfristige Sicherung des Standortes für die interdisziplinäre Forschung zu Grenzflächen in der Biomedizin und Biotechnologie gelegt.
Das Engagement des Freistaates Thüringen gibt uns die Möglichkeit, auch in Zukunft an interessanten Themen forschen zu können, die vielen Menschen letztlich bessere Heilungschancen bei Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder orthopädischen Defekten versprechen sagt Beckmann. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten stehen dabei aktuelle Forschungsthemen wie das Disease Modelling. Darunter versteht man die Simulation von Geweben und Gewebereaktionen im Labor, um die Ursachen und den Verlauf von Krankheiten besser einschätzen und patientenangepasste Therapien entwickeln zu können.
Miniaturisierte Kultivierungssysteme mit vielfältigen Möglichkeiten zur gezielten Beeinflussung künstlicher Gewebe gehören dazu, wie auch elektrische und mikroskopische Verfahren zur Messung der Zellreaktionen stellt Dr. Gunter Gastrock, Leiter des Fachbereiches Bioprozesstechnik, fest. Das Institut hat darüber hinaus in den letzten Jahren mit Hilfe von Hochleistungslasertechnik ein 3D-Druckverfahren entwickelt, das es ermöglicht, dreidimensionale Trägerstrukturen für die Zellkultivierung nach Maß herzustellen.
Zellen aus dem menschlichen Körper finden hier Gerüststrukturen vor, deren Wandstärken ca. 10-mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares sind. Diese Technik ermöglicht es den Forschern, künstliche Gewebe im miniaturisierten Labormaßstab zu kultivieren erläutert Prof. Klaus Liefeith, Leiter des Fachbereiches Biowerkstoffe.
Mit der nunmehr zur Verfügung stehenden labor- und gerätetechnischen Ausstattung wird das Institut in die Lage versetzt, wichtige Erkenntnisse zu drängenden biomedizinischen Problemen liefern zu können. Damit kann das iba in Heiligenstadt langfristig seine Position in der internationalen Forschung und damit seinen Standort im Eichsfeld ausbauen.
Für Thüringen ist das Institut ein Motor der regionalen Entwicklung mittelständischer Unternehmen und gleichzeitig Vermittler wissenschaftlicher Themen der Life Sciences in der Region.
Die offizielle Einweihung der neuen Labor- und Infrastruktur durch die Landesregierung erfolgt im Frühjahr 2019 anlässlich eines Tages der Offenen Tür im iba. Hierzu wird rechtzeitig in den Medien eine Einladung an alle Interessierten der Region erscheinen.
