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Heilbad Heiligenstadt

Bischof Dr. Ulrich Neymeyr zu Gast im Landratsamt

Freitag, 22. Februar 2019, 14:40 Uhr
Im Rahmen eines Eichsfeldbesuchs informierte sich Bischof Dr. Ulrich Neymeyer am heutigen Tag über Strukturen und Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld....

Bischof zu Besuch (Foto: Landratsamt) Bischof zu Besuch (Foto: Landratsamt)
Propst Hartmut Gremler, Bischoff Dr. Ulrich Neymeyer, Landrat Dr. Werner Henning (v. l.). Foto: Stabsstelle Landratsamt

Zunächst wurde der Bischof in Begleitung von Propst Hartmut Gremler und seinem Sekretär, Martin Hoffmeier, durch Landrat Dr. Werner Henning herzlich im Roten Saal des Landratsamtes begrüßt. Mit einem Rückblick auf die Geschichte des Heiligenstädter Schlosses betonte der Landrat, dass Visitationen von Landesherren und Kirchenoberen für das Eichsfeld schon immer von großer Bedeutung waren und auch er sich geehrt fühle, dass der Landkreis Eichsfeld in Augenschein genommen werde.

Bischoff Dr. Neymeyer verwies auf vielfältige Verbindungen zwischen dem Bistum Erfurt und dem Eichsfeld, insbesondere auf die Schnittstellen in den Bereichen Soziales und Bildung. Die Wirkung der Kirche in die Gesellschaft sei wichtig, um diese aus christlichen Anspruch heraus mit zu gestalten, so der Bischof.

Nachdem der Landrat die Strukturen des Landkreises vorgestellt hatte, erklärte der Leiter des Finanzverwaltungsamtes, Karl Heinrich Wagener, auf das Leitbild des Landkreises Eichsfeld und die darunter definierten Ziele. So werde das Ziel „Junge Familien sind unsere Zukunft“ z. B. dadurch untermauert, dass der Landkreis das Schulessen seit vielen Jahren aus eigenen Mitteln fördere und dieses den Eltern trotz Preiserhöhungen lediglich 1,50 Euro pro Essen koste.

Anschließend berichtete Martin Henning, Leiter des Schulverwaltungsamtes, über die Umsetzung des Religionsunterrichts in den Schulen des Landkreises Eichsfeld. Hierzu wurden dem Bischof Selbseinschätzungen der Schulen übergeben, worin Unterrichtsinhalte, Möglichkeiten und Bedarfe niedergeschrieben wurden.

Der Bischof nahm diese Zusammenstellung gern entgegen und versicherte, diese an die verantwortlichen Mitarbeiter des Ordinariates weiterzuleiten. Er verwies darauf, dass die Religionslehrer regelmäßige Fortbildungen besuchen und auch die Schulleiter den katholischen Religionsunterricht gut begleiten. Er erklärte, dass für die Zukunft ein kooperativer kofessioneller Unterricht angestrebt werde, um Kinder unterschiedlicher Konfessionen im Unterricht zu erreichen.

Ebenso würden die Pfarrer der Kirchengemeinden ermutigt, die Kontakte zu den Schulen im Landkreis zu halten und Zusammenarbeit anzubieten. Bischof Dr. Neymeyer betonte, dass Schulen und Kindergärten den Glauben nur durch Wissensvermittlung unterstützen können, aber die christliche Erziehung im Elternhaus nicht ersetzen können.

Ilona Helbing, Dezernentin und Leiterin des Jugendamtes, überreichte dem Gast eine Übersicht der Kindergärten in katholischer Trägerschaft und ging kurz auf die Fachberatung ein, die zwar in der Geasamtverantwortung des Landkreises liege, für die katholischen Kindergärten jedoch von der Cariats durchgeführt werde. Sie lobte die gute Zusammenarbeit, bat aber darum, noch bestehende Defizite alsbald abzubauen.

Zum Abschied überreichte Dr. Henning dem Bischof das Papstbuch „Die Herzen sind einander zugewandt“ mit den darin enthaltenen Worten, die Menschen so zu belassen, wie sie sind. Bischof Dr. Neymeyer bedankte sich dafür sowie für die ihm übergebenen Sachstandsberichte und für das sehr offen geführte Gespäch.

Autor: ik

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