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30 Jahre Gottesdienst Plattdeutsch und Ökumenisch

Das Motto in diesem Jahr „Dä Schöpfunge“

Montag, 09. September 2019, 18:18 Uhr
Die „Plattdütschen Kerken“ auf dem Höherberg bei Wollbrandshausen erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Im Eichsfeld wird seit Generationen noch gern und oft Platt gesprochen....

In diesem Jahr waren an die 300 Gläubige aus dem Ober- und Untereichsfeld, aber auch aus Orten des nahegelegenen Harzes zu einem gemeinsamen Gottesdienst auf den Höherberg gekommen, um in der Muttersprache zu singen und zu beten.

Auch die Predigt von Pfarrer Franz Konradi, ebenfalls ein Eichsfelder (Uder), kam in Plattdeutsch an. In seiner Predigt ging er auf Gottes Schöfung ein, die sowohl für die Menschen als auch für die Tiere gemacht sei. „Wir sind heute hier, um unserem Herrgott dafür zu danken“, sagte er. Gleichzeitig sei die Anwesenheit für alle Verpflichtung, sich auch stets für Pflege und Erhalt der Schöpfung einzusetzen, denn: „Wer mit offenen Augen und wachen Sinnen durch die Welt geht, kann überall die Spuren Gottes entdecken.“

Der Prediger wörtlich: „Die Wunder der Natur und die Herrlichkeit der Schöpfung laden zum Leben mit Gott ein.“ Sie erinnern daran, so der Geistliche weiter, dass der, der diese Welt so einzigartig gemacht hat, auch unser Leben gewollt hat und uns liebt. Frünne-Präsident Werner Grobecker ging auf die vergangenen dreißig Jahre „hier uppen Heuerbarje“ ein. Dabei fand er ehrende Worte für Rudi Herzberg aus Worbis, der zum 29. Mal bei der Plattdütschen Kerken dabei war.

Die musikalische Umrahmung hat seit Jahren der Posaunenchor Lerbach unter Leitung von Andreas Bücher übernommen. In diesem Jahr wurden die Bläser vom Männergesangverein Bilshausen unterstützt. Initiator der besonderen Andacht war Werner Grobecker aus Gieboldehausen.
G. Germeshausen
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