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Leinefelde-Worbis tritt Netzwerkinitiative bei

„Innenstädte erfolgreich machen“

Dienstag, 10. September 2019, 11:11 Uhr
„Thüringens Innenstädte sollen weiter an Attraktivität gewinnen. Dafür benötigen sie nicht nur bauliche Verbesserungen, sondern Ideen und Konzepte, wie die Innenstädte attraktiver und wieder stärker zu Orten der Begegnung werden“, sagte der Staatssekretär Dr. Klaus Sühl heute in Bad Langensalza. Leinefelde-Worbis macht mit....

In Bad Langensalza waren Vertreter des Thüringer Innenstadtnetzwerkes zusammengekommen, um die Netzwerkinitiative „Innenstädte erfolgreich machen“ zu erweitern.

Das von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt initiierte und gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft geförderte erste Thüringer Innenstadtnetzwerk von Apolda, Sömmerda, Bad Langensalza und Heilbad Heiligenstadt wird durch die Stadt Leinefelde-Worbis erweitert. Zugleich übernimmt nach erfolgreicher Arbeit durch die Stadt Sömmerda nun Bad Langensalza die Koordinierung der damit verbundenen Initiativen unter den Städten. Beides war Anlass, den Letter of Intent zu erneuern und zu erweitern. Neben den beteiligten Kommunen unterzeichneten auch die IHK Erfurt und das TMIL die Vereinbarung.

Die Ziele der Innenstadtinitiative sind, ein Städtenetzwerk zur Stabilisierung Thüringer Innenstädte zu etablieren und dabei die interkommunale Zusammenarbeit zu vertiefen, den wechselseitigen Erfahrungsaustausch zu intensivieren und konkrete stadtspezifisch anwendbare Lösungsansätze zu erarbeiten. Dabei sollen Erfolgsfaktoren eines attraktiven und vitalen Einzelhandels- und Dienstleistungsstandortes „Innenstadt“ identifiziert werden. Dass sich im Februar 2019 ein zweites Städtenetzwerk mit den Städten Eisenach, Mühlhausen, Sondershausen und Gotha bildete, zeigt den Erfolg dieser Initiative.

Hintergrund dieser Aktivitäten ist der allgemein festzustellende Attraktivitätsverlust der Innenstädte durch die Verlagerung von Einzelhandelskapazitäten an die Peripherie der Städte, neue Konsumgewohnheiten vor allem der jüngeren Generationen sowie der stetig zunehmende Konkurrenzdruck durch den boomenden Online-Handel.

Durch die damit verbundenen negativen Auswirkungen besteht die Gefahr, dass die umfangreichen investiven Leistungen der Städtebauförderung zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums in den Thüringer Innenstädten ihre positive Wirkung nicht entfalten können. „Dem wirkt die Netzwerkinitiative mit einem neuen, ganzheitlichen Ansatz entgegen, der alle relevanten Akteure der Innenstadt einbezieht, um gemeinsam Projekte ins Leben zu rufen, die beispielhafte Impulse für deren Stärkung geben können“, sagte Sühl.
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