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Ecklingerode pflegt Tradition

Pfarrer und Bürgermeister bei den Plattdeutschen

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 13:01 Uhr
Ohne Kaldaunensuppe und Leberkässemmel ist seit Jahren ein Plattdeutscher Abend in Ecklingerode nicht mehr denkbar. Nach bewährter Art und Weise war beides anlässlich der 35. Kirmes von Pfarrer Bernhard Streicher persönlich hergerichtet und an die Gäste des Abends ausgeteilt. Das Interesse am Eichsfelder Platt ist nach wie vor ungebrochen. Somit konnten Bürgermeister René Sieber und im Namen der Kirmesburschen Henry Sehnert mehr als zweihundert Freunde der plattdeutschen Muttersprache im Dorfgemeinschaftshaus willkommen heißen.

ecklingerode (Foto: Germeshausen) ecklingerode (Foto: Germeshausen)
Monika Müller und Werner Grobecker

Überhaupt sind die örtlichen Kirmesburschen mit Organisation und Durchführung der mehrtägigen Festivitäten befasst. So wurde im Vorhinein für den geplanten Kindergartenneubau ein Förderverein ins Leben gerufen. Zum Auftakt zeigten sich die Anwesenden spontan bereit, einen Obolus mit 198 Euro ins Leben zu rufen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein dreistündiges Unterhaltungs- und Mitmachprogramm vom Feinsten. Den musikalischen Start bot Alfred Haase, der den ganzen Abend mit Lieddarbietungen begleitete. Dabei hatten die Stars das Sagen: lustig und besinnlich, so Frünne-Präsident Werner Grobecker, sollte es werden.

Das war den Akteuren in vollem Umfang gelungen. Albert Behrens erzählte vom „Arnedank“, bevor Brigitte Jung von Beerdigung, veranlasst durch Hundebiss, berichtete. Dem Junggesellen-Dasein brach Paul Sommerfeld eine Lanze, und die Betschwestern Steffi Kienemund und Elisabeth Arend hatten Kuriositäten auf Lager.

ecklingerode (Foto: Germeshausen) ecklingerode (Foto: Germeshausen)
Zu den Dauer-Stars zählt Lydia Langenohl

Erstere konnte am Abend noch einmal mit Beate Nickel glänzen, bevor Raphaela Annuseit mit der Überraschung „Ek häwwe mek jo so frat“ die Lacher und den Applaus auf ihrer Seite hatte. Einen der Schwerpunkte des Abends brachte ein großer „Chor“ in Wort und Bild mit einer „Prozession“, in der vor allem Werner Grobecker auf die Prozessionsfahne oder besser „auf die Schippe“ genommen wurde. Aber auch die Senioren des Plattdeutschen aus Ost und West kamen, wie immer, zu Wort: So gaben Lydia Langenohl, Rita Maulhardt, Monika Müller Adolf Schmidt, Elisabeth Krone und nicht zuletzt „Altmeister des Humors“ Willi Koch ihr Bestes. Stehend, mit Textvorlage und ohne, verabschiedete man mit dem gemeinsamen „Bist du gewandert durch die Welt...“ den Abend.
Autor: red

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