FDP Kreistagsfraktion Göttingen
Runder Tisch zum Thema Rettung beantragt
Freitag, 17. Januar 2020, 14:35 Uhr
In der kommenden Woche wird am 23. Januar 2020 im KT-Ausschuss Finanzen und öffentliche Einrichtungen ein Antrag der FDP KT-Fraktion zur Initiierung eines Runden Tisches Rettung diskutiert....
Die neuen Initiativen der Gesetzgebung aus Berlin werden weiter tiefgreifende Veränderungen in die bislang eingelebten Strukturen bringen. Es wird dann sinnvoll sein, nicht mehr nur im eigenen Zuständigkeitsbereich zu denken, sondern den überregionalen Dialog zu suchen.
In der Region Südniedersachen sind die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden in vielen Rettungsfällen das Einzugsgebiet der Uniklinik in Göttingen. Hier sind unterschiedliche lange Rettungswege zu meistern und auch regionale Besonderheiten z.B. im Winter zu bedenken.
Der ambulante Bereitschaftsdienst der Kassenärzte ist seit dem 2.1.2020 niedersachsenweit zentral über 116117 koordiniert. Integrierte Notfallzentren an ausgewählten Kliniken sollen kommen. Um diese Veränderung nicht nur passiv zu antizipieren, kann ein Runder Tisch Rettung auch proaktiv gestalten und eine Chance sein, die Veränderungen zu optimieren.
Wichtig ist, dass hier die Akteure zu Wort kommen sollen, die sonst so nicht zum Austausch zusammenfinden. Die Einzugsbereiche der beiden Göttinger Krankenhäuser dominieren mit ihrem Leistungsangebot und den Versorgungsmöglichkeiten die Rettungswege in Südniedersachsen. Auch wenn die Zuständigkeiten rund um die 112 zunächst wohl unbeeinflusst bleiben werden, wird es durch die TSVG ausgelöste zentralisierte Bereitschaftsdienstnummer 116117 Überschneidungen und Veränderungen geben.
Der übergreifende Austausch ist zudem nützlich, den Rettungsprozess einmal ganzheitlicher zu fassen, um die Vernetzung und die Standards zu optimieren. Die Uniklinik Göttingen ist mittlerweile auch als Cardiac Arrest Center zertifiziert, was ihre zentrale Rolle in der Rettung weiter stärkt.
Somit führen zwar nicht alle Rettungswege nach Göttingen, aber die medizinischen Versorgungsschwerpunkte liegen im Bereich des Landkreises Göttingen, so dass auch hier zum Dialog eingeladen werden sollte. Die Gesundheitsregion Südniedersachen könnte hier ebenfalls ein wichtiger Partner und Promotor sein.
Der gemeinsame Dialog aller Akteure hilft, für die Patienten in Stadt und Land mit unterschiedlichen Wegen und lokalen Besonderheiten die bestmögliche Versorgung unter Optimierung aller Rettungsressourcen inklusive Feuerwehr und Technischem Hilfswerk sicherzustellen.
Im Hinblick auf die Zukunftsszenarien der Gesetzgebung im Gesundheitswesen mit geplantem dritten Sektor Notfallmedizin/ Rettungsmedizin, der vielen schnellen Änderungen im Not- und Bereitschaftsdienst ab 2020 sehen wir Liberalen den sinnvollen Bedarf einen runden Tisch aller Verantwortlichen Akteure einzurichten um den Akteuren das Wort zu geben und die Vernetzung zur Synergie und Kommunikation im Rettungswesen in Südniedersachsen zu fördern.
Dr. med. Thomas Carl Stiller
Fraktionsvorsitzender der FDP KT Fraktion
Autor: ikDie neuen Initiativen der Gesetzgebung aus Berlin werden weiter tiefgreifende Veränderungen in die bislang eingelebten Strukturen bringen. Es wird dann sinnvoll sein, nicht mehr nur im eigenen Zuständigkeitsbereich zu denken, sondern den überregionalen Dialog zu suchen.
In der Region Südniedersachen sind die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden in vielen Rettungsfällen das Einzugsgebiet der Uniklinik in Göttingen. Hier sind unterschiedliche lange Rettungswege zu meistern und auch regionale Besonderheiten z.B. im Winter zu bedenken.
Der ambulante Bereitschaftsdienst der Kassenärzte ist seit dem 2.1.2020 niedersachsenweit zentral über 116117 koordiniert. Integrierte Notfallzentren an ausgewählten Kliniken sollen kommen. Um diese Veränderung nicht nur passiv zu antizipieren, kann ein Runder Tisch Rettung auch proaktiv gestalten und eine Chance sein, die Veränderungen zu optimieren.
Wichtig ist, dass hier die Akteure zu Wort kommen sollen, die sonst so nicht zum Austausch zusammenfinden. Die Einzugsbereiche der beiden Göttinger Krankenhäuser dominieren mit ihrem Leistungsangebot und den Versorgungsmöglichkeiten die Rettungswege in Südniedersachsen. Auch wenn die Zuständigkeiten rund um die 112 zunächst wohl unbeeinflusst bleiben werden, wird es durch die TSVG ausgelöste zentralisierte Bereitschaftsdienstnummer 116117 Überschneidungen und Veränderungen geben.
Der übergreifende Austausch ist zudem nützlich, den Rettungsprozess einmal ganzheitlicher zu fassen, um die Vernetzung und die Standards zu optimieren. Die Uniklinik Göttingen ist mittlerweile auch als Cardiac Arrest Center zertifiziert, was ihre zentrale Rolle in der Rettung weiter stärkt.
Somit führen zwar nicht alle Rettungswege nach Göttingen, aber die medizinischen Versorgungsschwerpunkte liegen im Bereich des Landkreises Göttingen, so dass auch hier zum Dialog eingeladen werden sollte. Die Gesundheitsregion Südniedersachen könnte hier ebenfalls ein wichtiger Partner und Promotor sein.
Der gemeinsame Dialog aller Akteure hilft, für die Patienten in Stadt und Land mit unterschiedlichen Wegen und lokalen Besonderheiten die bestmögliche Versorgung unter Optimierung aller Rettungsressourcen inklusive Feuerwehr und Technischem Hilfswerk sicherzustellen.
Im Hinblick auf die Zukunftsszenarien der Gesetzgebung im Gesundheitswesen mit geplantem dritten Sektor Notfallmedizin/ Rettungsmedizin, der vielen schnellen Änderungen im Not- und Bereitschaftsdienst ab 2020 sehen wir Liberalen den sinnvollen Bedarf einen runden Tisch aller Verantwortlichen Akteure einzurichten um den Akteuren das Wort zu geben und die Vernetzung zur Synergie und Kommunikation im Rettungswesen in Südniedersachsen zu fördern.
Dr. med. Thomas Carl Stiller
Fraktionsvorsitzender der FDP KT Fraktion
