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Siemerode - Heilbad Heiligenstadt - Nordhausen

Garageneinbruch, Fahndung, Festnahme

Mittwoch, 04. März 2020, 17:26 Uhr
In der Nacht vom Montag zu Dienstag kurz nach Mitternacht wachte ein Siemeröder von Lärm auf. Dieser Lärm stammte vom Alarm seines hochwertigen E-Bikes. Das stand in seiner Garage und war entsprechend alarmgesichert.....

Bei schnellem Nachsehen entdeckte er, dass gerade in seine Garage eingebrochen worden war. Insgesamt waren, wie sich später herausstellte, sein E-Bike, ein weiteres Fahrrad, Werkzeug und Gartengeräte, wie Vertikutierer und Rasenmäher entwendet worden.

Insgesamt betrug der Schaden etwa 9000 Euro. Also eine recht erhebliche Summe und viel Beutegut. Er hat ein Fahrzeug, womöglich das der Tatverdächtigen, noch wegfahren sehen. Mit dem unmittelbaren Anruf auf der 110 konnte über Funk aus Erfurt eine Fahndung eingeleitet werden. Dabei erreicht solch eine Fahndung alle im Nordthüringer Bereich eingesetzten Polizeibeamten.

Polizeibeamte haben, wenn sie mit dem Dienstfahrzeug unterwegs sind, immer das Funkgerät eingeschaltet. So konnten Polizisten, die ihren Dienst im Eichsfeld beendet hatten und auf der Fahrt nach Nordhausen waren, die Daten aufnehmen, sich in die Fahndung einklinken und wenig später auf der Landstraße kurz vor der Auffahrt auf die A 38 das Fahrzeug entdecken und die Täter festnehmen. Sie wurden samt Fahrzeug und Beutegut erst einmal zur Dienststelle in Nordhausen gebracht und dort in die Gewahrsamzelle eingeschlossen.

Insgesamt sieben Personen waren in dem Klein-LKW mit Anhänger unterwegs - allesamt aus Rumänien und nunmehr auf der Heimfahrt. Sie waren, nach einer ersten Befragung, über mehrere Wochen in Heiligenstadt untergebracht und in einer Baufirma beschäftigt. Durch die Polizeibeamten in Nordhausen wurden zuerst einmal die erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt, um später an Hand zu findender Spuren jedem seine Beteiligung nachweisen zu können.

Im Verlauf des Vormittags fuhren Beamte der Heiligenstädter Inspektion nach Nordhausen und trafen sich dort mit einem Dolmetscher zur Vernehmung der Tatverdächtigen. Parallel dazu nahmen weitere Beamte die Garage in Augenschein und stellten dort gemeinsam mit dem Geschädigten fest, was alles fehlte.

Sie führten auch danach dessen Zeugenvernehmung in der Polizeiinspektion durch. Auch hier wurden zeitgleich die ersten Abstimmungen mit der Staatsanwaltschaft durchgeführt, um dann in der Folge die strafprozessualen Maßnahmen (beispielsweise Sicherheitsleistung oder Haftbefehl) erreichen zu können.

Überaus positiv ist zum jetzigen Zeitpunkt die Tatsache, dass von dem möglicherweise gestohlenen Gut vermutlich alles wieder da ist. Die Ermittlungen zum konkreten Tathergang und den genauen Hintergründen der Motivation und der Beschäftigung der Arbeiter dauern weiter an. Erst danach kann über die folgenden Maßnahmen durch die Staatsanwaltschaft abschließend entschieden werden.
Dietmar Kaiser
Autor: ik

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