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Fitness beim Thüringer HC

Bewegung ist beim Handball alles

Sonntag, 02. August 2020, 12:50 Uhr
Damit die Handballerinnen beim Thüringer HC zu Beginn der Saison gesund und sportlich fit antreten, besteht die sportmedizinische Untersuchung aus drei Säulen. Nach der sportärztlichen Untersuchung im Hufeland-Klinikum Bad Langensalza, wo die Herz-Lungen-Funktion und die Ausdauer auf dem Prüfstand waren, wurde in der vergangenen Woche der Bewegungsapparat unter die Lupe genommen...

Die sportorthopädische Überprüfung fand in der sportklinik.Erfurt statt. Als dritte Säule rückte die körperliche Ertüchtigung und Rehabilitation in den Fokus, wofür sich die sportreha.ERFURT am Kreuz in Erfurt verantwortlich zeichnet. Bewegung ist nunmal beim Handball alles.

Die Gelenke von der Halswirbelsäule bis zu den Zehen unterliegen größten Belastungen. Handball ist bekanntlich ein sehr schneller Sport, mit kurzen Wendungen, abrupten Stopps, Sprüngen, langen Sprints und oftmals schmerzhaften körperlichen Kontakten. Um die Gelenke, die Schulter, Ellenbögen, die Knie, aber auch um Hände und Finger, bis zu den so wichtigen Füßen mit den hoch belasteten Sprunggelenken, kümmert sich schon seit mehr als drei Jahren Dr. Lars Irlenbusch von der sportklinik.Erfurt.

Dr. Lars Irlenbusch bei der sportorthopädischen Untersuchung von Markéta Jerábková (Foto: HaJo Steinbach)
Längst hat Herbert Müller zu dem profilierten Sportmediziner, den er außerordentlich schätzt, einen intensiven Kontakt. Beinahe nach jedem Spiel gibt es kleinere und größere Blessuren, manchmal schlimmere Verletzungen, Bänderrisse oder Hand- und Fingerbrüche. Nur wenige Spitzenhandballerinnen sind von Kreuzbandrissen verschont geblieben, es ist eine häufige Verletzung und eine präzise Diagnostik und Therapieeinleitung ist essentiell für die schnelle Genesung. Gleiches gilt für den Meniskus. Oft wird nach einer Verletzung, oft schon während des Spiels, die sportärztliche Behandlung festgelegt, um die betroffene Spielerin optimal zu betreuen.

Zu Beginn der Saison nimmt Dr. Lars Irlenbusch jede einzelne Spielerin genauestens „unter die Lupe“.
Bei den bekannten Spielerinnen aus dem Kader ist das schnell gemacht, denn diese sind längst „aktenkundig“. Deren Wehwehchen, größere oder kleinere Probleme sind längst bekannt oder noch in Behandlung. Anders bei den Neuzugängen im Team, wovon der Thüringer HC in der beginnenden Saison gleich acht integrieren muss. Die sportorthopädische Untersuchung beginnt mit der Aufnahme der verletzungsbedingten Vorgeschichte und alle Bewegungsorgane unterliegen einer gründlichen Bestandsaufnahme. Mit den ersten Ergebnissen ist Dr. Lars Irlenbusch bisher sehr zufrieden. Bei den untersuchten Spielerinnen ist orthopädisch alles in bester Ordnung, damit kann die Saisonvorbereitung beginnen, und Trainer Herbert Müller blickt optimistisch nach vorn.

Regeneration und Rehabilitation


Die dritte Station der sportmedizinischen Untersuchung ist die sportreha.ERFURT. Seit Jahren ist die sportreha.ERFURT am Urbicher Kreuz eine sportmedizinische Größe im thüringer Spitzensport und langjähriger Unterstützer des Thüringer HC. Herbert Müller ist voll des Lobes, wenn er von den sportmedizinischen, regenerativen oder Trainingsmöglichkeiten in der Rehaeinrichtung spricht. Sein Lob, und sein besonderer Dank geht an das Team um Chefärztin Frau Dr. Heike-Kathrin Gansen.
Zu Saisonbeginn werden die THC-Frauen u. a. durch einen Krafttest hinsichtlich der Bein- und Rumpfmuskulatur überprüft.

Danach werden die individuellen Trainingspläne der Spielerinnen angepasst. Zweimal in der Woche findet ein Gruppentraining mit Stabilisations- und Koordinationsübungen statt. Die Reha steht den Spielerinnen zur Regeneration nach den Spielen und zum Krafttraining zur Verfügung. Auch nach Verletzungen kommen die Spielerinnen des THC zur Behandlung und Rehabilitation in die sportreha.ERFURT und erhalten dort die Unterstützung, um wieder fit zu werden. Koordinator aller Maßnahmen ist der Physiotherapeut Martin Trefflich aus der sportreha.ERFURT, der den THC in der Saison 2020/21 betreut.
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