Auch GEW Thüringen sieht kindgerechte Betreuung in Gefahr
Großer Wurf statt Trippelschritte
Dienstag, 25. August 2020, 15:23 Uhr
Für kindgerechte Kitas braucht es einen großen Wurf statt vieler Trippelschritte, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen. Die Bildungsgewerkschaft mit einem Statement zum Thüringer Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung...
Die Frühkindliche Bildung in Thüringen ist gut aufgestellt: Hohe Quoten bei der Bildungsbeteiligung und umfangreiche Betreuungszeiten zeigen, dass es Thüringen auf quantitativer Ebene gelingt, ein umfassendes Angebot vorzuhalten. Ergänzt wird dieses um hohe Qualitätsstandards, die durch die Arbeit mit dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre, ein hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten und kindgerechte Gruppengrößen ermöglicht werden.
Dem Frühkindlichen Bildungssystem in Thüringen mangelt es aber an etwas sehr Entscheidendem: Die hohen Qualitätsstandards sind in der Praxis erst dann wirklich umsetzbar, wenn ausreichend Personal zur Verfügung steht. An dieser Stelle gibt es nicht nur einen deutlichen Aufholbedarf, sondern mit den steigenden Kinderzahlen hat sich die Personalausstattung bei den älteren Kindern sogar verschlechtert, bei den jüngeren Kindern stagniert sie seit Jahren. Dass für 95 Prozent der betreuten Kinder nicht genügend Fachpersonal zur Verfügung steht, ist ein Skandal.
Bedürfnisorientierte und individuelle Bildung und Förderung von Kindern sind nur mit ausreichend Personal realisierbar, ansonsten bleiben die anderen qualitativen Vorteile des Thüringer Bildungssystems blanke Theorie.
Die Bemühungen der Thüringer Landesregierung in den letzten Jahren, über kleinschrittige Personalschlüsselanpassungen die Bildungspraxis in den Kindertageseinrichtung zu verbessern, müssen nun endlich in einer Gesamtstrategie und verbindlichen Stufen zur Personalschlüsselverbesserung münden.
Autor: redDie Frühkindliche Bildung in Thüringen ist gut aufgestellt: Hohe Quoten bei der Bildungsbeteiligung und umfangreiche Betreuungszeiten zeigen, dass es Thüringen auf quantitativer Ebene gelingt, ein umfassendes Angebot vorzuhalten. Ergänzt wird dieses um hohe Qualitätsstandards, die durch die Arbeit mit dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre, ein hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten und kindgerechte Gruppengrößen ermöglicht werden.
Dem Frühkindlichen Bildungssystem in Thüringen mangelt es aber an etwas sehr Entscheidendem: Die hohen Qualitätsstandards sind in der Praxis erst dann wirklich umsetzbar, wenn ausreichend Personal zur Verfügung steht. An dieser Stelle gibt es nicht nur einen deutlichen Aufholbedarf, sondern mit den steigenden Kinderzahlen hat sich die Personalausstattung bei den älteren Kindern sogar verschlechtert, bei den jüngeren Kindern stagniert sie seit Jahren. Dass für 95 Prozent der betreuten Kinder nicht genügend Fachpersonal zur Verfügung steht, ist ein Skandal.
Bedürfnisorientierte und individuelle Bildung und Förderung von Kindern sind nur mit ausreichend Personal realisierbar, ansonsten bleiben die anderen qualitativen Vorteile des Thüringer Bildungssystems blanke Theorie.
Die Bemühungen der Thüringer Landesregierung in den letzten Jahren, über kleinschrittige Personalschlüsselanpassungen die Bildungspraxis in den Kindertageseinrichtung zu verbessern, müssen nun endlich in einer Gesamtstrategie und verbindlichen Stufen zur Personalschlüsselverbesserung münden.
