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Ortsteilrat in Leinefelde

Beschlüsse gabs keine, aber viele Informationen

Mittwoch, 26. August 2020, 18:50 Uhr
Beschlüsse wurden gestern keine gefasst, aber die Mitglieder des Ortsteilrates von Leinefelde und Gäste bekamen in der Sitzung eine ganze Menge an Informationen. Die Sitzung fand corona-bedingt im großen Sitzungssaal im Wasserturm statt…

Natalie Hünger, Dirk Moll und Roland Senft bei der Ortsteilratsitzung (Foto: Ilka Kühn) Natalie Hünger, Dirk Moll und Roland Senft bei der Ortsteilratsitzung (Foto: Ilka Kühn)

Da hatten alle viel Platz und auch bei der Bildpräsentation musste sich niemand verdrehen. Leinefeldes Bürgermeister Dirk Moll begrüßte die Mitglieder des Ortsteilrates und die Gäste. Gleich zu Beginn vollzog er eine Amtshandlung und vereidigte einen sogenannten Nachrücker. Petra Brodmann war aus dem Ortsteilrat ausgeschieden, ihr Nachfolger hier ist jetzt Felix Birkefeld, 25 Jahre jung. Erfreulich zu sehen, dass junge Leute in städtischen Gremien Posten beziehen. Felix Birkefeld freut sich auf dieses Aufgabenfeld. Dirk Moll hatte ihn und weitere Jugendliche mal angesprochen, ob sie nicht im Ortsteilrat mitmachen wollen.

Neu im Ortsteilrat: Felix Birkefeld (Foto: Ilka Kühn) Neu im Ortsteilrat: Felix Birkefeld (Foto: Ilka Kühn)


Dirk Moll berichtete dem Ortsteilrat zu aktuellen Dingen und auch darüber, was sich in den vergangenen Wochen getan hat. So war Thüringens Landwirtschaftsminister Benjamin Immanuel Hoff in Leinefelde und hat sich zur Landesgartenschau 2024 informieren lassen. Dirk Moll sprach die derzeit entstehende Stützmauer an der Mühlhäuser Chausee an, die vielleicht zu einem Hingucker werden soll. Zur Bahnhofstraße hatte er von Anwohnern des öfteren gehört, dass einige Autos hier rasen und man solle doch Tempo 30 anvisieren.

Lobend wurde die neu aufgestellten Bänke von Bürgern angesprochen. und dass noch in der Hertzstraße eine hingestellt werden sollte. Weiterhin ging es um Baumaßnahmen am Eichsfelder Hof und dem evtl. Verkauf des Saales. Der Saal gehört zur Stadt, war früher immer Gemeindesaal und man müsse sich hier stark machen, dass der Saal nicht verkauft wird, war der Tenor in der Ortsteilrat Sitzung.

Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete Roland Senft vom Bauamt der Stadt über die Landesgartenschau, den aktuellen Stand, und natürlich darüber, was alles geplant ist. Wer sich noch nicht mit diesem großen Projekt befasst hat, wird erstaunt sein, was sich hier alles entwickeln soll.

Natalie Hünger, Leiterin ÖTK der Stadtverwaltung informierte darüber, welche Veranstalutngen die Stadt in diesen Wochen ausfallen lassen muss, wegen Corona. Mit einer neuen Stromversorgung hätte man in diesem Jahr beste Chancen für ein tolles Stadtfest am Teich gehabt. Schöne wäre es aber, dass die Künstler der geplanten Veranstaltungen auf Scharfenstein neue Termine vorgegeben haben.

Am 3. Oktober wird es in der Obereichsfeldhalle eine Ausstellung ähnlich wie zum 30. Geburtstag von Leinefelde geben. Die Hygiene-Bedingungen können da eingehalten werden. Was die Stadt allerdings für die Weihnachtsfeiern der Senioren nicht garantieren kann, da die Besucher auch zur Risikogruppe zählen und diese Feiern vermutlich ausfallen müssen.

Die Abteilung ÖTK bringt gegenwärtig ein neues Infoblatt über die Stadt Leinefelde-Worbis heraus, in dem auch Gästen Wissenswertes zur Stadt erklärt wird.

Roland Senft konnte auf aufklären, warum die beiden Beschlüsse nicht gefasst werden konnten. Es ging dabei um Bebauungspläne Am Lunapark und Im Boden Leinefelde. Die Abwägungsprotokolle waren so lang, dass nun erst Punkt für Punkt abgearbeitet werden muss. Man hofft aber, dass es bis zur nächsten Sitzung geschafft ist.

Es gab noch mehr Informationen und auch Fragen von den Gästen. So hatte Sigrid Hupach, sie ist Mitglied des Stadtrates, eine Info für einen Antrag, den die Partei die Linke in den Stadtrat einbringen will, vorgetragen.

Es geht um eine geschichtsträchtige “Säule” in Leinefelde, den alten Uhrenturm am ehemaligen Eingang der einstigen “Spinne”. Es geht ein Gerücht um, dass dieser Turm verkauft werden soll. Sigrid Hupach erklärte, warum er für die Stadt und deren Geschichte so wichtig ist und wie man ihn evtl. als Infopunkt zur damaligen Spinne nutzen könnte. Auf jeden Fall sollte er erhalten bleiben. Das meinten auch einige Mitglieder des Ortsrates.
Ilka Kühn
Autor: ik

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